Operation Schneewolf (Meade, Glenn)
Meine vorerst letzte Meinung zu einem Buch von Glenn Meade - Operation Schneewolf (Meade, Glenn) Belletristik

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Kurzbeschreibung: Lübbe Verlag

 
 

Meine vorerst letzte Meinung zu einem Buch von Glenn Meade

Produkt:

Operation Schneewolf (Meade, Glenn)

Datum: 15.09.03, geändert am 15.09.03 (358 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Sehr interessanter, packender Roman

Nachteile: ---

In den letzten Tagen habe ich bereits über einige Werke von Glenn Meade berichtet: "Unternehmen Brandenburg", "Mission Sphinx" und "Die Achse des Bösen". Heute möchte ich noch meine Meinung zu "Operation Schneewolf" kundtun. Und danach ist erst mal Schluß mit Meinungen zu Büchern von Glenn Meade. Versprochen! ;-) Dieses Versprechen kann ich guten Gewissens geben, da ich dann alle in Deutschland erschienen Werke von ihm besprochen habe. *g*

Erschienen ist "Operation Schneewolf" wie die anderen Werke von Glenn Meade im Bastei-Lübbe-Verlag. Die ISBN-Nr. lautet 3404139674. Das Buch kostet aktuell 9,90 Euro.

Der Roman basiert auf den bis heute nicht endgültig geklärten Umständen um den Tod von Jossif Wissarionowitsch Stalin im Jahre 1953. Meade beschreibt in "Operation Schneewolf" einen fiktiven Attentatsversuch der CIA, welcher durch die russische Emigrantin Anna Chorjowa sowie durch den russischstämmigen CIA-Killer Alex Slanski durchgeführt werden soll. Viel zu früh bekommt jedoch der KGB Wind von diesem Attentatsversuch; durch KGB-Chef Berija wird KGB-Major Lukin auf die beiden angesetzt. Eine gnadenlose Jagd durch das winterliche Rußland beginnt, an deren Ende - wie häufig bei Glenn Meade - ein mehr als überraschendes Ende steht.

Auch mit diesem Buch gelingt es Meade, seine Leser zu fesseln und mitzunehmen in die Anfangszeiten des Kalten Krieges. Zwar ist dieser Roman reine Fiktion, dennoch hat man beim Lesen öfter den Gedanken "Ja, so könnte es gewesen sein!". Man identifiziert sich förmlich mit den Hauptpersonen, wobei in meinen Augen der KGB-Major Lukin seltsamerweise die sympathischste Figur im Buch ist. Zwar ist er eigentlich der gnadenlose Jäger, aber zugleich ist er auch ein Gejagter, denn man ahnt, daß sich hinter ihm eine tragische Geschichte verbirgt und daß KGB-Chef Berija ein grausames, doppeltes Spiel mit ihm spielt.

Interessant ist vor allem, daß M
eade bei "Operation Schneewolf" ähnlich wie bei "Mission Sphinx" seinen Roman auf tatsächliche historische Ereignisse aufbaut, welche auch nach vielen Jahren nicht endgültig aufgeklärt sind. So schafft er es, den Leser anzuregen, sich so ganz nebenbei mit den Fakten, die man über das historische Ereignis, hier also über Stalins Tod, die Gerüchte um einen Mord und die mögliche Verwicklung Berijas, zu beschäftigen.

Wer gerne packende Agententhriller liest und sich evtl. auch noch ein wenig für Geschichte interessiert, für den ist "Operation Schneewolf" sicherlich eine sehr gute Lektüre, die man, wenn man sie einmal begonnen hat, nur schwer wieder aus der Hand legen wird. Dafür gibt es von mir 5 dooyoo-Sterne!



Fazit:

Name des Mitglieds: squarerigger