Ein weiterer guter Glenn Meade - Was wäre wenn...
Produkt:
Mission Sphinx (Meade, Glenn)
Datum: 08.09.03, geändert am 08.09.03 (38 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Sehr spannender Thriller
Nachteile: ---
Nachdem ich neulich hier bereits eine Meinung zu Glenn Meades Buch "Unternehmen Brandenburg" geschrieben habe, möchte ich nun über ein weiteres Werk dieses Autors berichten. Es handelt sich um sein Buch "Mission Sphinx". Auch bei diesem Werk handelt es sich um einen politisch-historischen Thriller.
Wir schreiben das Jahr 1943. In Europa und auch in Nordafrika tobt der 2. Weltkrieg. Die Alliierten sind auf dem Vormarsch. In Kairo wollen sich US-Präsident Franklin D. Roosevelt und der britische Premierminister Winston Churchill treffen, um wichtige Fragen der zukünftigen Vorgehensweise der Alliierten, insbesondere im Hinblick auf die geplante Invasion in der Normandie, zu besprechen.
Von deutscher Seite aus soll diese Gelegenheit genutzt werden, durch ein Attentat auf Roosevelt und Churchill doch noch das Kriegsglück zu wenden. Zu diesem Zwecke wird einer der besten Agenten von Canaris' Abwehr nach Ägypten geschickt: Johann "Jack" Halder", ein Deutsch-Amerikaner, welcher bereits vor dem Krieg an archäologischen Ausgrabungen in Ägypten beteiligt war. Zu seiner Tarnung schickt man Rachel Stern, eine Halbjüdin, die man mit der Drohung, ihren Vater hinzurichten, wenn sie sich nicht beteiligt, gefügig gemacht, mit. Beide kennen sich bereits vor den Ausgrabungen, die Rachels Vater geleitet hat.
Die Alliierten bekommen allerdings Wind vom geplanten Attentat und setzen u.a. ihren Geheimdienstoffizier Harry Weaver auf die Spur der Attentäter. Wie es der Zufall so will, war auch Weaver an den bereits erwähnten Ausgrabungen beteiligt. Er und Halder kennen sich bereits von Kindesbeinen an und sind die besten Freunde; gleichzeitig waren sie aber auch beide in Rachel Stern verliebt.
Was sich auf den ersten Blick sehr konstruiert und wenig realistisch, wie eine Mischung aus Spionageroman und Lovestory anhört, wurde von Glenn Meade zu einer beeindruckenden Story zusammengefasst, die zudem zum Ende hin eine seh
r, sehr überraschende Wendung nimmt, denn ein Mitglied des Trios Stern, Halder und Weaver spielt ein falsches Spiel.
Mehr möchte ich zum Inhalt jedoch nicht verraten...
Wie schon in "Unternehmen Brandenburg", so ist es Glenn Meade auch in "Mission Sphinx" gelungen, einen sehr lesenswerten "Was wäre wenn..."-Thriller zu schreiben. Was wäre passiert, wenn das Attentat auf Roosevelt und Churchill gelungen wäre? Hätte dies am Ende vielleicht wirklich den Kriegsverlauf verändert? Ich wage gar nicht daran zu denken, was dies für den weiteren Verlauf der Weltgeschichte bedeutet hätte.
"Mission Sphinx" ist ein sehr interessant und spannend geschriebener Thriller, den man, wenn man ihn einmal angefangen hat, nur schwer wieder aus der Hand legen kann. Gerade wenn man so wie ich gerade Urlaub hat, dann ist ein solches Buch genau das Richtige.
Erschienen ist "Mission Sphinx" im Bastei-Lübbe-Verlag unter der ISBN-Nr. 3-404-14320-5. Vor der Euro-Einführung kostete das Buch 18,90 DEM; ich vermute mal, dass der Preis heute irgendwo bei etwa 10,00 EUR liegen dürfte.
Fazit:
Name des Mitglieds: squarerigger
Weitere Testberichte: im Bereich Belletristik



08.09.03
Ich mutiere nicht, ich bin - und das schon immer gewesen. Hab nur immer wieder mal Phasen, wo ich meine, meine Meinung zu den von mir gelesenen Büchern kundtun zu müssen. Aber lesen tu ich schon immer viel, seit ich mich erinnern kann. So ein 500- bis 600-Seiten-Wälz er kann ich, wenn es ein gutes Buch ist, mal schnell an einem Wochenende zu lesen.