Kaltduscher - Matthias Sachau
Männer.... - Kaltduscher - Matthias Sachau Belletristik

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Männer....
Kaltduscher - Matthias Sachau

KimVi

Name des Mitglieds: KimVi

Produkt:

Kaltduscher - Matthias Sachau

Datum: 06.03.10, geändert am 30.11.10 (151 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: leicht zu lesen, teilweise sehr humorvoll

Nachteile: an manchen Stellen etwas langatmig, manchmal zu gewollt komisch

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, für das bereits vor einigen Monaten Testleser gesucht wurden. Da mir Cover, Buchtitel und Leseprobe gut gefielen, bewarb ich mich um ein Exemplar. Doch meine Glücksfee hatte bei der Auslosung gerade ihren wohlverdienten freien Tag und deshalb gehörte ich nicht zu den Auserwählten. Doch vor wenigen Wochen erinnerte sie sich an meinem Wunsch und sorgte dafür, dass ich bei einem Online-Gewinnspiel genau für dieses Buch ausgelost wurde.


|| Buchdaten ||


Kaltduscher
Matthias Sachau
Taschenbuch, 391 Seiten
erschienen 2009
im Ullstein Verlag
ISBN: 978-3-548-28017-2
Preis: Euro 8,95 (D) 9,20 (A)


|| Autor ||


Mattthias Sachau wurde 1969 in München geboren und lebt in Berlin. Er arbeitet als freier Autor und Texter. Seiner Internetseite kann man übrigens entnehmen, dass er als erster Erwachsener gilt, der sich auf einem Bobbycar die Veteranenstraße hinuntergestürzt hat. Wer noch mehr über ihn erfahren möchte, sollte mal unter www.matthias-sachau.de nachsehen.

Titel seiner Bücher:

Kaltduscher - Ein Männer-WG-Roman
Schief gewickelt - Ein Paparoman


|| Inhalt ||


Oliver Krachowitzer, genannt Krach, lebt mit vier weiteren männlichen Bewohnern in einer sanierungsbedürftigen Altbauwohnung in Berlin-Mitte. In dieser WG werden alle Vorurteile bestätigt. "Putzen" und "Ordnung" sind Fremdwörter und stilsichere Dekorationen aus Wohnzeitschriften sucht man vergeblich. Die Einrichtung ist eher zweckmässig und männertauglich. Die Zapf- und Glasspülanlage in der Küche macht die WG zur allseits beliebten Anlaufstelle. Spontane Partys, ständig verschobene Putzpläne, strenge Sitzordnungen und Wettläufe zum einzigen WC der Altbauwohnung bestimmen den WG-Alltag.

Das Leben könnte so schön sein, wenn da nicht der geldgierige Eigentümer des Hauses wäre. Denn der hat es sich zum Ziel gesetzt seine Mieter loszuwerden. Dadurch kann es schon mal zu irrtümlich eingerissenen Wänden, Stromausfall oder Wassermangel kommen. Als wäre das nicht schon schlimm genug, kommen die Jungs auch noch einem russischen Schägerkommando und einem ehemaligen Stasi-Spitzel in die Quere. Reto, der neue Mitbewohner der Männer-WG, gibt Anlass zu wildesten Spekulationen. Denn seitdem Reto dort wohnt, geben sich ständig wechselnde, atemberaubende Schönheiten die Klinke zu seiner Zimmertür in die Hand. Könnte das an seinem schweizer Dialekt oder seinem Hang zum Kaltduschen liegen?


|| Meine Meinung ||


Der Roman ist in der Ich-Form geschrieben. Das WG-Leben betrachtet man dabei aus Oliver Krachowitzers Sicht. Eine Grundrisszeichnung zu Beginn des Buchs erleichtert die Orientierung in der Altbauwohnung. Schnell wird klar, dass hier der alltägliche Wahnsinn regiert. Durch den lockeren und leichten Schreibstil gelingt der Einstieg in die Handlung mühelos. Die weiteren Protagonisten werden durch Krachs Gedanken gut eingeführt, sodass man einen guten Überblick bekommt und entspannt dem chaotischen Geschehen folgen kann.

Die Bewohner der Männer-WG müssen sich mit einigen Ärgernissen herumschlagen. Einige Szenen wirken durchaus humorvoll, andere dagegen überzogen, konstruiert und zu gewollt. Da gerade bei Humor die Meinungen auseinandergehen, kommt dieses Buch sicher sehr unterschiedlich an. Ich lese gerne humorvolle Bücher, doch dieses konnte meinen Geschmack nicht immer treffen. Da es, meiner Meinung nach, manchmal auch etwas langatmig ist, konnte mich die Geschichte nicht über die gesamte Länge des Buchs fesseln. Es ist aber nicht so, dass mir das Buch gar nicht gefallen hat, denn an einigen Stellen musste ich schon schmunzeln. Gerade Krachs Liebesverwicklungen und sein verzweifelter Versuch die Textnachrichten von Julia richtig zu interpretieren, haben mir sehr gut gefallen. Natürlich gab es auch andere Szenen die ich sehr gelungen fand, wie z.B. die schnarrende Türklingel (NÄÄT), der ewig jaulende Hund Lambert und die nervenden Werbefuzzis, doch insgesamt konnte mich der WG-Wahnsinn nicht überzeugen.


Wer auf der Suche nach einem lockeren Unterhaltungsroman ist und schon immer erfahren wollte, wie es in reinen Männer-Wohngemeinschaften zugeht, dem kann ich dieses Buch guten Gewissens empfehlen. Ganz nebenbei kann man hier ausserdem den tieferen Sinn, hinter den beiden Möglichkeiten eine Klopapierrolle in den entsprechenden Halter zu hängen, ergründen.








Diese Rezension erscheint auch auf anderen Portalen unter dem gleichen Nick. Ausnahme LovelyBooks, da bin ich als "Ani" unterwegs.

Fazit: Das Fazit duscht lieber warm....