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Neuester Testbericht: ... die Geschichte (auf den zweiten Blick) dem vorangegangenen Thriller sehr ähnlich ist - zwar sind die Umstände andere (hier keine heile F... mehr
Spurlos verschwunden
In Todesangst - Linwood Barclay

Name des Mitglieds: KimVi
Produkt:
In Todesangst - Linwood Barclay
Datum: 18.09.09, geändert am 13.08.11 (153 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: flüssiger Schreibstil, schnell zu lesen
Nachteile: nicht gerade spannend
Heute möchte ich euch wieder von einem Buch berichten. Der Thriller wurde im Internet mit einer Leseprobe vorgestellt. Voller Freude stürzte ich mich also in den Leseauszug zu einem Buch aus meinem bevorzugten Büchergenre. Da Testleser für diesen Thriller gesucht wurden, bewarb ich mich um ein Leseexemplar. Da ich bereits die ersten beiden in Deutschland erschienenen Thriller des Autors gelesen hatte, war meine Freude riesig, als ich per Mail erfuhr, dass ich tatsächlich für ein Leseexemplar ausgelost wurde. Nun kann ich euch von meinem Lesevergnügen berichten.
### Buchdaten ###
In Todesangst
Thriller
Linwood Barclay
gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag
446 Seiten
erschienen im September 2009
im List Verlag
ISBN 978-3-471-35017-1
Preis: 16,90 Euro (D)
Titel der Originalausgabe "Fear The Worst"
aus dem Amerikanischen übersetzt von Nina Pallandt
Ausserdem ist noch eine Hörbuch-Ausgabe erhältlich.
ISBN: : 978-3-899-03677-0
Preis : 24,95 Euro (D)
### Der Autor ###
Linwood Barclay stammt aus den USA, lebt aber seit seiner Kindheit in Kanada. Er arbeitete lange als Journalist und hatte eine beliebte Kolumne im Toronto Star. Seit dem Erscheinen seines ersten Thrillers "Ohne ein Wort" ist Barclay ein internationaler Bestsellerautor.
Dieser Text ist im Autorenporträt auf der Internetseite des List Verlags und auf dem Schutzumschlag des mir vorliegenden Exemplares zu finden.
Weitere Romane des Autors:
° Ohne ein Wort
° Dem Tode nah
° Kein Entkommen
### Inhalt ###
Sydney Blakes Eltern sind geschieden. Normalerweise lebt Syd bei ihrer Mutter. Doch den Sommer verbringt sie bei ihrem Vater Tim. Im letzten Sommer begleitete sie den Vater sogar an dessen Arbeitsstelle, um sich dort in den Ferien etwas Geld zu verdienen. Die mittlerweile 17-Jährige hat sich in diesem Jahr allerdings für einen Ferienjob an der Rezeption eines Hotels entschieden. Trotz kleiner Reibereien haben Vater und Tochter eigentlich ein gutes Verhältnis zueinander. Doch eines Morgens verlässt Syd nach einem Streit um eine Versace-Sonnenbrille das Haus - Tim ahnt noch nicht, dass dies der Augenblick ist, in dem er seine Tochter zum letzten Mal sieht. Denn am Abend kehrt sie nicht zurück und an Sydneys vermeintlicher Arbeitsstelle hat noch nie jemand von ihr gehört. Tim wendet sich an die Polizei, doch trotzdem bleibt Syd spurlos verschwunden. Deshalb macht sich der verzweifelte Vater selbst auf die Suche und kommt dabei schnell zu der Erkenntnis, dass er Syd weniger gut kannte, als er immer dachte. Seine hartnäckigen Nachforschungen fördern einige Überraschungen zu Tage und bringen ihn selbst in große Gefahr.
### Meine Meinung ###
Die Handlung ist in der Ich-Form aus der Sicht des Vaters geschrieben. Deshalb kann man seine Gedanken und Gefühle beim Verschwinden der Tochter und auch seine verzweifelten Versuche sie zu finden hautnah miterleben.
Der flüssige Schreibstil erleichtert den Einstieg in das Geschehen und auch im weiteren Verlauf hatte ich keine Schwierigkeiten der Handlung zu folgen. Doch leider vermisse ich bei diesem Thriller das atemlose Spannungsgefühl, das ich eigentlich erwartet hatte. Denn die Handlung plätschert ohne große Spannungsmomente vor sich hin und beschreibt zunächst die Arbeits- und Lebenssituation des Autoverkäufers Tim. Der nun neben der Suche nach seiner Tochter, auch noch die Verkaufsquote seines Arbeitgebers zu erfüllen hat. Durch die Nebenstränge der Handlung und die sehr unterschiedlichen Protagonisten des Thrillers, die so für einige Wendungen sorgen, wird die Erzählung zwar nie langweilig - doch durch echte Spannung kann sie mich nicht überzeugen. Zwar nimmt das Buch im letzten Drittel in puncto Spannung an Fahrt auf, doch für meinen Geschmack ist das deutlich zu spät.
Der Plot um ein verschwundenes Mädchen ist sicher nicht neu, doch gerade von Linwood Barclay hatte ich mir sehr viel mehr davon erhofft. Da Kriminalromane und Thriller zu meiner bevorzugten Leserichtung gehören, habe ich bereits unzählige Bücher aus diesem Genre gelesen und deshalb empfinde ich die ausgelegten Hinweise auch als zu offensichtlich, sodass mich die Auflösung letztendlich nicht überraschte. Im finalen Showdown überschlagen sich die Ereignisse und wirken auf mich dadurch unglaubwürdig und stark konstruiert.
Ich habe bisher alle Thriller von Linwood Barclay gelesen. "Ohne ein Wort" wurde von mir sofort nach dem Erscheinungsdatum verschlungen und zum Lesen eine Nachtschicht eingelegt, da ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte. Dieser Debüt-Thriller erscheint mir bisher am besten gelungen. Denn schon "Dem Tode nah" konnte mich nicht mehr ganz so stark fesseln, da mir der spätere Täter schnell klar war. "In Todesangst" ist zwar wieder gewohnt flüssig geschrieben und lässt sich deshalb schnell lesen, doch hinter seinen Vorgängern bleibt es im Bereich Spannung, meiner Meinung nach, deutlich zurück. Von Todesangst und Gänsehaut war ich jedenfalls weit entfernt.
Meine Rezensionen erscheinen unter dem gleichen Nick auch auf anderen Portalen. Ausnahme LovelyBooks, da bin ich als "Ani" unterwegs.
Fazit: Das Fazit gibt 'ne Vermisstenanzeige auf
Weitere Testberichte: im Bereich Belletristik


25.11.09
"Ohne ein Wort" habe ich auch gelesen! an diese spannung ranzukommen ist auch echt schwer :)