Dunkle Städte, lichte Wälder
Stimmungsvolle Box für Freunde von Elfen und Zwergen - Dunkle Städte, lichte Wälder Belletristik

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Stimmungsvolle Box für Freunde von Elfen und Zwergen

Produkt:

Dunkle Städte, lichte Wälder

Datum: 29.05.01, geändert am 29.05.01 (333 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Viel Hintergrundmaterial

Nachteile: Keine Abenteuervorschläge, nur für Elfen- und Zwergenfreunde

"Dunkle Städte, lichte Wälder" ist die DSA-Hintergrundbox, die die Völker der Elfen und Zwerge näher unter die Lupe nimmt. Sie ist 1993 noch unter Schmidt-Spiele erschienen.

Die Box hat folgenden Inhalt:
1 Buch "Die Geheimnisse der Elfen"
1 Buch "Von den Zwergen Aventuriens"
1 Farbkarte des Herzogtums Weiden und der angrenzenden Gebiete
2 Farbtableaus mit Heldendarstellungen

1. Die Geheimnisse der Elfen
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Der Band "Geheimnisse der Elfen" wurde von Hadmar Freiherr von Wieser geschrieben und enthält Beiträge von Florian Don-Schauen und Ulrich Kiesow. Die Zeichnungen stammen von Christian Turk und Ina Kramer.
Im Grund besteht der Band aus zwei Teilen, zum einen der Beschreibung des Elfenvolkes mit all seinen Eigenheiten und zum anderen der Darstellung der Elfencharaktere, die ein Rollenspieler im Spiel übernehmen kann.

1. Teil: Das Volk der Elfen
Im ersten Teil des Bandes "Geheimnisse der Elfen" wird zuerst das Volk der Elfen eingehend beschrieben. Dabei wird auf das gesellschaftliche Leben der Elfen eingegangen, d.h. ihr zusammenleben untereinander, ihre Kultur, Sprache, Magie, Kunst, Feste, ihr Glaube und das Recht der Elfen. Des weiteren erfolgt ein kurzer Abriß der Entstehung und der Geschichte der Elfen.
Die Beschreibung des Volkes der Elfen erfolgt anhand von einzelnen kurzen Ausschnitten aus verschiedenen (natürlich fingierten) wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen aventurischen Werken. Diese Technik mag zwar ganz stimmungsvoll sein, insbesondere bei der Geschichte der Elfen wäre mir allerdings ein zusammenhängender zeitlicher Abriß lieber gewesen und hätte das Verständnis sicherlich gefördert. Auch eine Zeittafel mit den wichtigsten Daten wäre wünschenswert gewesen.
Es folgt die Beschreibung der wichtigsten Orte und Gegenden, an denen Elfen in Aventurien vorkommen. Bei den Orten ist jeweils der Prozentsatz der el
fischen Bevölkerung angegeben.
Den Abschluß des ersten Teils dieses Bandes bilden "Die letzten Geheimnisse der Elfen", dies sind der Elfenkönig, die Städte der Hochelfen, die Lichtwelt und die Schätze der Elfen.

2. Teil: Die Elfen im Spiel
Hier erfolgt nun die Beschreibung der elfischen Rollenspielcharaktere: Der Halbelf, der Auelf, der Firnelf und der Waldelf. Bei jedem Charakter sind kurz die typischen Eigenschaften angegeben, die er haben sollte, und darüber hinaus natürlich seine Werte und die Zauber, die er zu Beginn seines Heldendaseins beherrscht.
Die Startwerte dieser Box "ersetzen die etwas voreilig in der Box MIT MANTEL, SCHWERT UND ZAUBERSTAB aufgeführten" (Zitat).
Den Abschluß dieses Bandes bildet die Beschreibung verschiedener elfischer Persönlichkeiten, wobei nahezu alle Elfen berücksichtigt wurden, die bis zum Erscheinen dieser Box jemals in DSA-Materialien aufgetaucht sind.

Zwischenfazit:
Ein gut gelungener Band, der das Leben der Elfen anschaulich darstellt, wobei die Elfen aber immer ein wenig geheimnisvoll bleiben. Die Persönlichkeiten sind so detailliert beschrieben, daß sie gut als Meisterpersonen eingesetzt werden können.
Leider befinden sich außer ein paar äußerst kurzen Anmerkungen bei den ?Letzten Geheimnissen der Elfen? keine Tips zur Gestaltung eines Abenteuers vor dem Hintergrund des Volkes der Elfen in diesem Band.


2. Die Zwerge Aventuriens
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Der Band "Die Zwerge Aventuriens" stammt von Jörg Raddatz mit Beiträgen von Thomas Römer. Die Illustrationen wurden von Jens Haupt (tolle Zeichnungen) und Ina Kramer gezeichnet.
Die Gliederung entspricht der des Bandes über die Elfen. Erst wird das Zwergenvolk beschrieben, dann die einzelnen zwergischen Heldentypen.

1. Teil: Das Volk der Zwerge
Der Band beginnt mit einem chronologischen Abriß der Geschichte der Zwerge, die kaum einen Wunsch offen läßt. Sie reicht vom
ersten Auftreten der Zwerge ca. 8000 v. BF über ihren Kampf mit dem Gottdrachen Pyrdacor bis zur Spaltung des Zwergenvolkes und der ersten Begegnung mit den Menschen.
Es folgen die typischen Eigenschaften wie Bartwuchs, Robustheit, Abneigung gegen Magie usw. und die Darstellung der Lebensweise und Kultur der Zwerge.
Unter dem Kapitel "Von den Völkern der Angroschim" werden die verschiedenen Zwergenvölker erläutert, nämlich die Zwerge des Amboßgebirges, die Erzzwerge, die Hügelzwerge, die Brillantzwerge und andere, kaum bekannte Völker wie beispielsweise die Tiefzwerge.
Hier tauchen nun auch erstmals die Geoden auf, sozusagen die zwergischen Druiden mit ihrer Hintergrundgeschichte und ihren Ritualen.
Des weiteren gibt es wie im Elfenband eine Beschreibung der Orte mit zwergischer Bevölkerung mit besonderem Augenmerk auf Xorlosch, der ältesten Zwergenstadt und Heimat der Erzzwerge. Zu Xorlosch ist auch eine detaillierte Karte enthalten.
Natürlich gibt es auch hier eine kurze Beschreibung wichtiger zwergischer Persönlichkeiten.

2. Teil: Helden aus dem Zwergenvolke.
Was in der Box "Mit Mantel, Schwert und Zauberstab" noch völlig fehlte, waren verschiedene Rollenspielcharaktere aus dem Volk der Zwerge. Es gab nur den Einheitszwerg. Dieser wurde mit dieser Box glücklicherweise abgelöst und durch vielerlei Charaktere ersetzt, die da wären: Der Angrosch(Ingerimm)-Priester, der Geode, der Kämpfer, der Kavalier und der Wandergeselle. Diese können neben den ?normalen? Berufen auch typisch zwergische Berufe ergreifen wie Drachenjäger, Feinmechanicus, Kristallzüchter, Spengler usw.
Die Werte der Charaktere werden durch die Zugehörigkeiten zu den verschiedenen Völkern leicht modifiziert.
Im Anhang befinden sich noch einige Tabellen, aus denen man sich die Kindheit und Jugend seines Zwerges zusammenwürfeln kann, wenn man keine Lust oder nicht genug Phantasie hat, sie sich selber auszudenken.

Zwischenfazit:

Was soll ich dazu noch sagen: Ein toller Band. Für alle Zwergenfans ein absolutes Muß. Leider fehlen aber auch hier jegliche Abenteuervorschläge.

3. Farbkarte
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Die Farbkarte ist in der von DSA gewohnt guten Qualität. Sie deckt vor allem das Herzogtums Weiden ab, geht aber im Norden bis über die Salamandersteine hinaus.

4. Farbtafeln mit Heldendarstellungen
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Mit in der Box enthalten sind zwei Farbtafeln von Ina Kramer. Auf der einen ist ein Amboßzwerg, eine Hügelzwergin und in Brillantzwerg abgebildet, auf der anderen ein Waldelf, eine Au- und eine Firnelfe. Die mit den Zwergen sieht noch ganz nett aus, die mit den Elfen gefällt mir nicht so gut. Warum diese Farbtafeln in der Box enthalten sind, weiß ich auch nicht. Meiner Meinung nach sind sie völlig überflüssig.

Fazit
*****
Mit "Dunkle Städte, lichte Wälder" ist den Machern des Schwarzen Auges eine sehr gute Box gelungen, die aber insgesamt nur von eher geringem Nutzen ist, da leider jegliche Abenteuervorschläge fehlen.
Sehr zu empfehlen ist die Box aber Elfen- und Zwergenfreunden. Mit dem großartigen Hintergrundmaterial fällt es um einiges leichter, sich eine gute Lebensgeschichte für seinen Helden auszudenken. Besonders als Zwerg kommt es in der Rollenspielgruppe immer ganz gut, wenn man ein bißchen mit den Taten seiner Vorväter angeben kann ;-))))).

P.S.: Zum Preis: Ich habe die Box zu dem "Schnäppchenpreis" von 39,90 DM erworben, im regulären Handel ist sie wesentlich teurer, so etwa 60,- DM. Ich weiß allerdings nicht, ob sie noch erhältlich ist. Aber falls nicht, ist es sicherlich nur eine Frage der Zeit, bis sie unter dem FanPro-Logo (nicht oder kaum verändert) neu herauskommt.

Fazit:

Name des Mitglieds: orlan