Die Wahrheit - David C. Baldacci
The Simple Truth - Die Wahrheit - David C. Baldacci Romane & Erzählungen

Neuester Testbericht: ... foltern. *Der schwarze Schmarotzer* soll entgültig aus dem Weg geräumt werden. Doch Rufus - vollgepumpt mit Drogen - bricht aus und tötet e... mehr

The Simple Truth
Die Wahrheit - David C. Baldacci

halcion

Name des Mitglieds: halcion

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Die Wahrheit - David C. Baldacci

Datum: 23.11.02, geändert am 11.12.02 (71 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: spannend, viele Seiten, günstig, typisch Baldacci, verwickeld

Nachteile: am Anfang doch eher weniger interessant

Die Geschichte beginnt in einem Hochsicherheitsgefängnis in den USA. Rufus Harms sitzt seit 25 darin seine lebenslängliche Haft ab. Warum? Als Harms noch bei der Army war, brachte er, ein Dunkelhäutiger ein weißes Mädchen um. Zumindest glaubten das alle, auch Harms selbst. Kniend wurde er neben der Leiche gefunden, weinend und am Boden zerstört. Alles eindeutige Beweise dafür, dass er das Mädchen umgebracht hat, oder?

Er ist sehr stark, kann sich im Gefängnis, wo Prügeleinheiten und Quälerei an der Tagesordnung sind, gut behaupten. Doch in ihm entsteht ein Konflikt. Warum sollte er, der gläubige und zufriedene junge Mann ein Mädchen grundlos umbringen. Aber dann erreicht ihn ein folgenschwerer Brief...

[Hier wird mit der Erzählung gestoppt und das tägliche Geschehen am obersten Gerichtshof wird beschrieben. Allerdings ist das nicht besonders prickelnd zu lesen, von daher erspare ich euch das.]

Eines Tages bittet Harms seinen einstigen Anwalt namens Rider, der damals auf leichte geistige Unzurechnungsfähigkeit plädiert hatte und ihm so die Todesstrafe ersparte, zu sich ins Gefängnis. Der Grund: Er hatte erfahren, dass er 25 Jahre lang zu unrecht im Gefängnis gesessen hatte und wollte daher eine Wiederaufnahme des Falles erreichen. Rider, völlig verblüfft von den eindeutigen Beweisen, fühlte sich verpflichtet ihm zu helfen. Immerhin hatte er Harms damals sozusagen im Stich gelassen, war er doch auf ein höchstwahrscheinlich illegales Angebot der Staatsanwaltschaft eingegangen. Er fährt ins Hochsicherheitsgefängnis und erhält dort von Harms den Brief. Den sendet er dann auch sofort zum obersten Gerichtshof.

Michael Fiske, Staatsanwalt am obersten Gericht überprüft ihn, als er jedoch die Sachlage erkennt, unterschlägt er den Brief und beschließt zu Hatms in das Gefängnis zu fahren. Dort angekommen unterhält er sich mit Harms. Allerdings hat er das Original des Briefes dabei, ein folgenschwerer Fehler. Vor allen Dingen, weil auch noch z



wei Männer, die im Brief von Harms erwähnt werden, im Gefängnis arbeiten! Leider erkennt Fiske das zu spät und so wird sein Leben auf unangenehme Weise beendet. Auch Harms soll auf der Stelle umgebracht werden, er erleidet jedoch einem Herzinfakt und muss sofort ins Krankenhaus. Dort gelingt es ihm mit seinem Bruder Josh zu fliehen. Die beiden setzen sich ab und die Erzählung schwenkt um auf den Bruder des Verstorbenen, der mit einer Kollegin seines Bruders versucht, den Mörder zu schnappen.

Bis hier hin, habe ich alles so detailgetreu, wie möglich berichtet, das Ende müsst Ihr allerdings schon selbst herausfinden!

Leseprobe:

[...] Gut drei Stunden, nachdem Billy Hawkins ihn vom Tod seines Bruders unterrichtet hatte, schritt John Fiske die Gänge des Leichenschauhauses von Washington. Er folgte einem mit weißen Kittel bekleideten Mann, der sich um die Neuzugänge kümmerte. Fiske hatte dem Mann Papiere zeigen müssen und ihm beweisen, dass er tatsächlich Michael Fiskes Bruder war. Er war darauf vorbereitet gewesen und hatte Fotos mitgebracht, auf denen die Fiske-Brüder gemeinsam zu sehen waren. Er hatte versucht, seinen Vater zu erreichen, doch es war niemand ans Telefon gegangen. Fiske war bei ihm vorbeigefahren, aber der alte Herr war nicht zu Hause gewesen. Schließlich hatte John seinem Dad eine Nachricht dagelassen, ohne Einzelheiten zu nennen. Er musste sich vergewissern, dass es wirklich sein Bruder war, und das konnte er nur an dem Ort, zu dem er nun unterwegs war.
Fiske war überrascht, als sie sein Büro betraten, und noch verdutzter, als der Angestellte ein Polaroid-Foto aus seiner Akte zog und es ihm hinhielt.
„Ich identifiziere kein Foto. Ich will die Leiche sehen.“
„Hier gehen wir anders vor, Sir. Wir sind gerade dabei, ein Videosystem zu installieren, sodass wir die Identifizierungen über Bildschirm vornehmen können, aber es ist noch nicht einsatzfähig. Bis dahin benutzen wir Polaroid-A
ufnah
men.
„Diesmal nicht.“
Der Mann schlug mit dem Foto auf seine Handfläche, als wollte er damit Fiskes Neugier erregen. „Die meisten Hinterbliebenen würden es vorziehen, ein Foto ztu benutzen. Das ist sehr ungewöhnlich.“
„Ich bin nicht >die meisten<, und ungewöhnlich ist es, dass ein Bruder ermordet wird. Zumindest für mich.“ [...]

Zum Buch:

Es erschien 1998 unter der Originalausgabe „The Simple Truth“ bei Columbus Rose in Amerika. In Deutschland kam es 1999 unter dem Titel „Die Wahrheit“ auf den Mark und zwar mit einem Preis von 9,95 €uro, was, wie ich finde, für ein Buch mit 574 Seiten keinesfalls übertrieben ist. Die Taschenbuchausgabe hat die ISBN 3-404-14626-3.

Der Autor:

David Baldacci wurde 1960 in Virginia geboren. Er studierte Politik und Jura und arbeitete anschließend neun Jahre als Anwalt in Washington D.C.
Er schrieb neben einigen Romanen auch noch Drehbücher.
Im Moment lebt er mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Alexandria, Virginia und widmet sich vollkommen dem Schreiben.


Mein Urteil:

Ein wirklich sehr fesselnder Roman, dem es an kaum etwas fehlt. Der Anfang ist, wie ich schon sagte, nicht so prickelnd, aber das macht auch lediglich 50 Seiten des Buches aus. Danach wird es spannend, sehr spannend. Auch in der Amica stand „Augenringe sind Ihnen sicher“ und das kann ich voll unterstützen. Man kann einfach die Augen nicht abwenden. Auch die Romantik muss in diesem Buch nicht zu kurz kommen, bei der Jagd auf die Mörder von Michael Fiske kommen sich die Assessorin Sara und John Fiske näher. Das ganze Buch ist sehr verwickeld, es tauchen viele, aber nicht zu viele Namen auf und sogar einige hohe Ämter sind irgendwie daran beteiligt. Tja, mein Urteil ist: 4 Sterne, den einen habe ich für den langweiligen Anfang abgezogen...





Fazit:

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