Die Sündenburg - Eric Walz
Guter historischer Roman - Die Sündenburg - Eric Walz Belletristik
Guter historischer Roman - Die Sündenburg - Eric Walz Belletristik

Erhältlich in: 4 Shops

Kurzbeschreibung: Genre: Romane / Jahr: 2011

 
 

Guter historischer Roman

Produkt:

Die Sündenburg - Eric Walz

Datum: 03.11.11

Bewertung:

Vorteile: s.Bericht

Nachteile: s.Bericht

Die Sündenburg ist ein historischer Roman der einen sehr schnell in seinen Bann zieht. Er spielt in einer selten beschriebenen Zeit - nämlich im Jahre 912. Im Vorwort wurde beschrieben das Jugendliche historische Dokumente/Papier aus der Zeit fanden und der Roman darauf basiert. Am Schluss wird klar das der Roman grössstenteils fiktiv ist aber das stört nicht.

Kurzbeschreibung laut Verlag
Machtspiele und Liebe, Verrat und Rache

Anno Domini 912, am Oberrhein. Der alte Graf Agapet wird in der Burgpfalz hinterrücks ermordet. Kurz darauf heiratet seine Witwe, Gräfin Claire, erneut. Claires Tochter Elicia will den Tod ihres Vaters nicht ungesühnt lassen und stellt Ermittlungen an. Hatte ihre Mutter schon seit Längerem eine Liebesaffäre? Hat sie ihren Gatten ermorden lassen, ihn womöglich selbst getötet? Von Tag zu Tag werden Elicia ihre Mutter und ihr neuer Stiefvater immer verdächtiger...


Über den Autor
Eric Walz wurde 1966 in Königstein im Taunus geboren. Im Jahr 2002 erfüllte er sich den Jugendtraum, Bücher zu schreiben. Sein Debütroman Die Herrin der Päpste wurde auf Anhieb ein großer Erfolg. Zuletzt erschien von ihm im Juni 2010 Die Sündenburg. Eric Walz lebt heute als Schriftsteller in Berlin. (von amazon.de)
Ich habe von dem Autor Die Herrin der Päpste und Die Glasmalerin. Die Herrin der Päpste ist ein erstklassiges Buch. Als ich mich entschloß Die Glasmalerin zu lesen konnte ich den schlechten Kritiken daher kaum glauben. Die Glasmalerin ist eine Katastrophe. Historisch komplett daneben, realitätsfern, spannungsarm und ohne jegliches Gespür für eine gute Romankonstruktion. Insofern war ich skeptisch bei diesem Buch - allerdings zeigte sich das der Autor doch Talent hat. Es muss einem ja nicht jedes Buch gelingen :-)

Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (21. Juni 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442376963
ISBN-13: 978-3442376964
Preis: 12,00 Euro

Eigene Inhaltsangabe und Meinung:

Der Roman beginnt mit dem Mord am Graf Agapet. Der war ein rücksichtsloser, kriegslüsterner Tyrann der seine Frau betrog und seine Tochter Elicia missachtete. Letztere vergötterte ihn dennoch und ist ua deswegen im Konflikt mit ihrer Mutter. Die Mörderin soll die gerade auf einem Raubzug Agapets versklavte Ungarin Kara. Sie war im Bad mit dem Toten. Die Gräfin heiratet nach dem Tod praktisch sofort den Verwalter Aistulf. Mit dem hatte sie schon länger eine Liebschaft und erwartet auch ein Kind von ihm. Elicia misstraut ihm und hat ihn im Verdacht auch sie umbringen zu wollen. Verstärkt wird der Konflikt durch die Feindschaft von Elicias Mann mit Aistulf. Elicia fordert eine Untersuchung. Diese erfolgt durch den Vikar Malvin von Birnau. Der verliebt sich in Elicia und steht damit vor einem Dilema seine Neutralität aufrecht zu erhalten.
Und dann gibt es noch die stumme Leibeigene die ihr ganz eigenes Spiel spielt....

Walz ist hier ein ausgezeichneter Roman gelungen. Er schreibt den Roman aus der Sichtweise der Protagonisten und dies macht ihn immer wieder sehr interessant. Der Roman ist immer spannend und wirft immer wieder neue Fragen auf. Die Ich-Form des Romans passt hervorragend. Die damalige Zeit und Lebensumstände werden ebenfalls sehr interessant beschrieben. Das steht nicht im Mittelpunkt und hätte noch ausgebaut werden können, ist aber gelungen. Lediglich die etwas zu moderne Handlungsweise einzelner Akteure (Aistulf ist schon ein sehr aufgeschlossener, menschenfreundlicher Herrscher; der Ausfall von Elicia gegenüber ihrer Mutter wäre damals sicherlich nicht so "leicht" durchgegangen) und das für mich nicht gelungene Cover ist etwas störend. Ansonsten ist dem Autor hier ein hervorragender Roman gelungen. Auch fehlt das übliche Schwarz-Weiss Schema. Hier haben alle Protagonisten ihre dunklen Seiten. Die Verflechtungen sind sehr gelungen und gut konstruiert. Vor allem hält der Autor die Spannung über 448 Seiten aufrecht und bekommt auch ein sehr überzeugendes Ende hin.

Eine klare Empfehlung.

Fazit: sehr empfehlenswert

Name des Mitglieds: templerthomas