Die Stimmen von Marrakesch (Canetti, Elias)
"Ich wollte von den Lauten so betroffen werden, wie es an ihnen selber liegt... - Die Stimmen von Marrakesch (Canetti, Elias) Belletristik

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Kurzbeschreibung: Hanser Verlag

 
 

"Ich wollte von den Lauten so betroffen werden, wie es an ihnen selber liegt...

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Die Stimmen von Marrakesch (Canetti, Elias)

Datum: 07.06.00, geändert am 30.07.00 (119 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Orientalischer Zauber

Nachteile: Irgendwie zu kurz

Elias Canetti fährt im Jahr 1954 mit einem Filmteam nach Marrakesch.
Er trifft dort Händler, Bettler, Kinder, Reiche und Arme, und in diesem Buch verarbeitet er im Nachhinein das Erlebte.
Es ist ein Reisebericht der ganz besonderen Art.
Elias Canetti lässt den Leser teilhaben an seiner sehr subjektiven Sicht dieser sagenumwobenen Stadt, aber er geht nicht, so wie mancher Reiseberichtler, umher mit erhobenem Zeigefinger.
Die kurzen Episoden reihen nicht die Sehenswürdigkeiten aneinander sondern geben die Gefühle des Betrachters wider, so dass wir den Betrachter am Ende besser zu kennen glauben als die beschriebene Stadt und das nicht nur wegen der ganz in der Ich-Form gehaltenen Erzählungen.
Es geht ihm um die Stimmen der Stadt und er versucht auf seltsame, neugierige Art auf sie zu hören.
Um den Zauber der fremden Laute nicht zu zerstören, weigert er sich auch nur ein einziges Wort Marrokanisch zu lernen...

Mich hat dieses kleine Buch durch den sehr persönlichen Schreibstil und auch durch die erzählerische Dichte sehr berührt - mir war, als ob ich selber auf dem Platz stünde und von den fremden Geräuschen in einen Traum aus 1001 Nacht gezogen würde.


Fazit:

Name des Mitglieds: Katz