Die Malerin von Fontainebleau - Constanze Wilken
Ein eindrucksvoller und farbenprächtiger historischer Roman - Die Malerin von Fontainebleau - Constanze Wilken Belletristik
Ein eindrucksvoller und farbenprächtiger historischer Roman - Die Malerin von Fontainebleau - Constanze Wilken Belletristik

Erhältlich in: 2 Shops

Kurzbeschreibung: Genre: Romane / Jahr: 2009

 
 

Ein eindrucksvoller und farbenprächtiger historischer Roman

Produkt:

Die Malerin von Fontainebleau - Constanze Wilken

Datum: 09.09.09

Bewertung:

Vorteile: Lesevergnügen, gut rechierter historischer Roman

Nachteile: keine

Allgemeine Informationen zum Buch:
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Titel: Die Malerin von Fontainebleau
Autorin: Constanze Wilken
Genre: Historische Romane
Verlag: Goldmann
ISBN-13: 978-3442466863
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 704 Seiten
Preis: 9,95 Euro

Über die Autorin:
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Constanze Wilken, geboren 1968 in St. Peter-Ording, wo sie auch heute wieder lebt, studierte Kunstgeschichte, Politologie und Literaturwissenschaften in Kiel und promovierte an der University of Wales in Aberystwyth. Neben dem Schreiben betreibt sie als Freelance Researcher Recherchen für Antiquitätenhäuser. Constanze Wilken wurde als Autorin großer Frauenromane bekannt. "Die Tochter des Tuchhändlers" ist ihr erster historischer Roman. Ein weiterer ist bereits bei Goldmann in Vorbereitung. (Quelle: www.randomhouse.de)

Mehr Informationen auf der Homepage der Autorin: www.constanzewilken.com

Weitere Werke der Autorin:
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- Die Tochter des Tuchhändlers
- Das Licht von Shenmoray
- Die vergessene Sonate
- Die Frau aus Martinique
- Was von einem Sommer blieb

Leseprobe:
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Der Dianengarten von Fontainebleau lag still in der Abenddämmerung. Vertraut und doch so fremd ragten die Umrisse des Schlosses vor ihr auf. Die Frau in dem schlichten Reisekleid zupfte nervös an der Kapuze ihres Umhangs. In weniger als einer Stunde würde es dunkel sein, und
sie wollte die Galerie sehen, wenn zumindest noch etwas Tageslicht
durch die Fenster fiel. Die Farben strahlten nur bei Tageslicht in voller Pracht. Den jungen Stallburschen neben sich hatte sie bestochen. »Ich brauche ein Licht, wenn ich herauskomme«, sagte sie leise.
»Kein Licht, Madame. Ich werde am Eingang auf Euch warten.«
Er schien den Weg auch blind finden zu können, so sicher bewegte er sich zwischen Bäumen, Sträuchern und Kübeln hindurch auf den Trakt zu, der das alte Schloss mit dem neuen verband. Sie vertraute nicht ihm, sondern dem Goldscudo, den sie ihm gegeben hatte. Menschen zu vertrauen war ein Risiko, das sie schon lange nicht mehr einging. Nur
ein paar Schritte über den freien Platz trennten sie noch von dem Treppenaufgang, der zur Galerie hinaufführte. Sie meinte die Küchen riechen zu können, die sich im Kellergeschoss befanden. Darüber lagen die Bäder und im ersten Stock die Galerie. »Und es ist wirklich niemand dort?« »Nein, Madame. Der König kommt erst morgen, und

Meister Primaticcio will nicht, dass die Hofleute allein durch die Galerie gehen.« Sie huschten über den Kies. Die kleinen Steine knirschten unter ihren Schuhen, und sie meinte, das Geräusch müsste das gesamte Schloss alarmieren, doch alles blieb ruhig. Im Schatten des Treppenaufgangs drückte der Stallbursche ihr einen Schlüssel in die Hand. »Hier, und jetzt beeilt Euch. Sie sind alle beim Essen.«
»Woher hast du den?«, fragte sie, doch der Bursche schubste sie ungeduldig zur Treppe. »Geht schon, geht!« Sie würde keine zweite Gelegenheit erhalten. Also nahm sie all ihren Mut zusammen und rannte die Stufen hinauf, bis sie mit klopfendem Herzen vor den Flügeltüren stand. So viele Jahre waren vergangen, seit sie hier an seiner Seite
gestanden hatte. So viel war seither geschehen. König Franz I. war im Frühjahr verstorben, und sein Sohn Henri war nun Herrscher von Frankreich. Vor vier Monaten war Matteo nach Siena gekommen und hatte ihr das Unglaubliche erzählt. Die Galerie. Ängstlich sah sie sich um, während sie den Schlüssel vorsichtig im Schloss drehte, bis es klickte
und die Tür knarrend aufschwang. Rasch schob sie sich hindurch.
Ihre Reisegefährten hatten aufgeregt erzählt, dass der König nach Fontainebleau käme. Ein König, der niemals den Thron hätte besteigen sollen. Henri hatte Fontainebleau nie so geliebt wie sein Vater, und das war einer der Gründe, weshalb sie gekommen war. Sie wollte das Schloss sehen, wie Franz es geschaffen hatte. Fontainebleau
war sein Kunstwerk, das Lebenswerk eines Mannes, der einen Traum von
Italien gehabt hatte. Ein König mit dem Herzen eines Ritters, der Seele eines Künstlers und dem Geist eines Gelehrten, ein König, dessen Zeitalter Vergangenheit war.

(Auszug aus "Die Malerin von Fontainebleau" Seite:9/10)

Kurze Beschreibung:
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Luisa Paserini folgt als Mann verkleidet ihrem älteren Bruder Armido an den Hof von König Franz I. nach Fontainebleau um sich ihren größten Traum zu erfüllen: Das Malen zusammen mit ihrem Idol Rosso Fiorentino. Luisa stellt sich im Schloss als Luca vor und meistert ihr Versteckspiel von Zeit zu Zeit besser, obwohl alleine schon die sanften Gesichtszüge erahnen lassen, dass dieser Bursche nicht das ist was er zum Schein vorgibt. Schon bald findet Meister Rosso, der jungen Männern wie auch Damen zugetan ist gefallen an der begabten Luisa.

Eigentlich hätte alles nicht schöner sein können, doch Luisas Bruder strüzt sich wegen der Liebe zu Ayled in einen anderen Glauben der zu dieser Zeit als ketzerisch angesehen wird. Armido zieht immer mehr die Aufmerksamkeit der Inquisition auf sich und wird schließlich auch gefangen genommen...

Meine Meinung:
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Constanze Wilken versetzt einem mit ihrem Roman direkt in das 16. Jahrundert zurück. Hautnah verfolgt man die bewegende Geschichte um Luisa mit. Diese junge Dame mit einer kämpferischen Natur schlägt sich durch die damalige Gesellschaft verkleidet als ein junger Mann. Auf ihrem schweren Weg muss sie sich durch einige Strapazen auf sich nehmen umd endlich das tun zu können was sie am meisten liebt: Das Malen.

Die Autorin spricht in ihrem Roman aber nicht nur die gesellschaftliche Stellung der Frauen im 16. Jahrhundert authentisch dar sondern beschäftigt sich zum größten Teil mit der kirchlichen Verfolgung von Ketzern durch die Inquisition. Diese ganzen Schwierigkeiten zu der damaligen Zeit lassen die Taten und die Charakterstärke von Luisa's noch beeindruckender wirken. Sie behauptet sich in Fontainebleau gegenüber ihrern männdlichen Mitstreitern und hilft zusätzlich auch noch ihrem Bruder Armido der in die klauen der Inquisitio landet.

Durch die ganze Story hinweg ziehen sich Spannungsstränge die es einem schwer machen das Buch aus der Hand zu legen. Voller Neugier habe ich die Ereignisse, die oftmals blutig endeten und von Intrigen am Hofe gespickt waren verfolgt.

Mein Fazit:
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Dieser gut recherchierte historische Roman hat mich tief in die Welt des 16. Jahrhunderts am Hofe Franz des I. in Fontainebleau gezogen. Durch die ausschmückende Schilderung der Autorin nahmen Galerien und die blutige Jagd nach den Ketztern vor meinem inneren Auge Gestalt an. In dem Roman wird eindrucksvoll die Stellung der Frau in dieser Zeit beschrieben und die blutige Verfolgung der Ketzter deutlich. Alles in allem fand ich es eine gut gelungene Mischung und vergebe 5 Sterne!

Fazit: Absolut Lesenswert!

Name des Mitglieds: LizziBennet