
Kurzbeschreibung: Hoffmann & Campe Verlag
Die Kammer
Produkt:
Die Kammer (Grisham, John)
Datum: 12.01.11
Bewertung:
Vorteile: Thema, Story, Schreibstil, leicht zu lesen
Nachteile: einige Längen
Hallo ihr Lieben!
Ich habe mal wieder die Zeit gefunden, ein Buch zu lesen über das ich euch jetzt natürlich auch berichten möchte. Es wird in meinem heutigen Bericht über das Buch "Die Kammer" von John Grisham gehen. Wie immer wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen meines Berichtes.
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-=[Warum]=-
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Wieso habe ich mich denn gerade für dieses Buch entschieden? Ich muss gestehen, dass ich dieses Buch und auch andere dieses Autors schon lange in meinem Bücherregal stehen hatte, aber nie die Lust dazu hatte, sie zu lesen. Aber weil meine Freundin die gerade auch liest und sie meinte, dass die Bücher von Grisham so spannend sind, dass sie sie nicht mehr aus der Hand legen kann, wollte ich mich auch mal daran machen. Das erste soll eben "Die Kammer" sein. Mal sehen ob ich ihre Meinung bestätigen kann.
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-=[Fakten]=-
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Autor: John Grisham
Titel: Die Kammer
Originaltitel: The Chamber
Art: Roman
Verlag: Heyne
Erscheinungsjahr: 2006
Übersetzung: Christel Wiemken
Seitenzahl: 671
Kapitel: 52
Preis: 7,00 Euro
Bezugsort: Combi
ISBN: 978-3-453-72082-4
Kontakt: www.heyne.de
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-=[Der Autor]=-
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Im Buch selber ist folgender Text zum Autor zu finden:
"John Grisham, geboren 1955, ist einer der meistgelesenen Bestsellerautoren weltweit. Mit seinem Roman Dir Firma begann sein phänomenale Erfolgsgeschichte. Zahlreiche seiner Romane dienten als Vorlage zu Hollywoodfilmen, die allesamt zu Kassenschlagern wurden. Grisham war Abgeordneter im Parlament des US Bundesstaates Mississippi und führte lange Jahre eine eigene Anwaltskanzlei, bis er sich Mitte der Achtziger Jahre ganz dem Schreiben widmete. Er lebt mit seiner Familie in Virginia und Mississippi."
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-=[Klappentext, Aufbau und Cover]=-
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Der Klappentext:
"Im Hochsicherheitstrakt des Staatsgefängnisses von Mississippi wartet Sam Cayhall auf die Hinrichtung. Er ist wegen eines tödlichen Bombenanschlags verurteilt. Seine Lage ist hoffnungslos. Nur der Anwalt Adam Hall kann ihm noch eine Chance bieten. Es geht um Tage, Stunden, Minuten."
Der Aufbau:
Der Aufbau in diesem Buch gefällt mir wirklich sehr gut, denn es gibt genug Kapitel. Ich finde das ja immer gut, da man das Buch dann auch mal aus der Hand legen kann. Außerdem finden sich in den Kapiteln noch Abschnitte, die meistens bei Orts- und Zeitwechsel kommen. Am Ende des Buches finden sie jedoch sehr häufig statt, wenn es ein Spannungswechsel gibt.
Das Cover:
Ich habe die Reihe von 2006 dieses Autors und bei der Reihe kann man auf dem Cover riesig in der oberen Hälfte den Namen des Autors lesen. Die untere Hälfte ist in zwei Teile eingeteilt. In der unteren kann man den Titel des Buches und die Art lesen. Der obere Abschnitt zeigt einen Anwalt - das schließe ich aus der Story - der einige Treppen hinauf geht. Ist also wirklich nicht spannend, aber nun gut, mich haben ja auch Empfehlungen überzeugt, das Buch zu kaufen und nicht das Cover.
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-=[Die Story]=-
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Dann will ich euch die Story auch mal aus meiner Sicht beschreiben. Ich werde aber nicht alles verraten, denn ich will den Leuten, die das Buch noch lesen wollen, die Spannung natürlich nicht verderben.
Es geht um einen jungen Anwalt namens Adam Hall, der bei einer großen Firma mit hunderten Anwälten arbeitet. Er hat allerdings nur einen Grund, warum er bei der Firma angefangen hat. Sein Großvater, den er noch nie im Leben gesehen hat, sitzt im Todestrakt in Parchman und wartet seine letzten vier Wochen ab. Da die Firma von Adam Hall den Fall Sam Cayhall vertritt, will Adam sich dort einschleichen. Er bekommt die Firma so weit, dass er den Fall Cayhall übernehmen kann und seinen Großvater die womöglich letzten vier Wochen seines Lebens vertreten kann. Nun beginnt die Zeit des Bangens, der Klagen und der Korrespondenz mit den Gerichten. Ob Adam seinen Großvater noch einmal retten kann?
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-=[Zum Buch]=-
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Nun will ich euch natürlich auch noch meine Meinung über das Buch schreiben. Als erstes möchte ich ein wenig auf die Story eingehen. Ich bin ja in letzter Zeit eher ein Fan von Vampiren und Hexen, aber ein Roman zwischendurch kann auch nicht schaden. Ich finde das Thema wirklich wichtig und immer noch aktuell. In manchen Ländern gibt es eben noch die Todesstrafe und nicht jeder findet sie gut. Meiner Meinung nach ist der Autor sehr gut informiert und weiß genau, worüber er schreiben muss. Er gestaltet die Geschichte wirklich sehr real und auch glaubwürdig. Man kann sich vorstellen, dass sie wirklich geschehen ist und man braucht keine Phantasie um sie sich auszumalen. Natürlich ist es schon verwunderlich, dass der Anwalt der Enkel des Insassen des Todestraktes ist und sie sich noch nie gesehen haben, Sam nicht einmal weiß, dass es sein Enkel ist - wenigstens zu Beginn. Aber der Teil ist ziemlich früh abgehakt und man befasst sich mit der eigentlichen Story, die wirklich sehr realistisch und spannend ist.
An dieser Stelle möchte ich noch ein wenig über die Charaktere im Buch schreiben. Ich will dabei aber nicht auf alle eingehen, sondern eigentlich nur auf die beiden wichtigsten. Einmal haben wir da Adam Hall, den Anwalt. Er ist noch sehr jung und arbeitet nicht mal ein Jahr bei seiner Firma und schon will der den Fall von Sam Cayhall übernehmen, da er rausgefunden hat, dass dieser sein Großvater ist. Er ist ein ehrgeiziger junger Mann, der nichts über seine Familie weiß, weil keiner ihm was erzählt hat. Seine Eltern haben ihm beigebracht, nicht über dieses Thema zu sprechen und mehr Verwandte, mit denen er hätte reden können, kannte er nicht. Er erhofft sich also Antworten auf einige Fragen von Sam, seinem Großvater. Da weiß er aber noch nicht, dass ihm die Familiengeschichte so nah gehen würde und er später gar nichts mehr darüber wissen will. Sein Großvater wächst ihm ans Herz und nun ist es ihm wichtiger, ihn vor dem Tode durch die Gaskammer zu bewahren.
Die zweite wichtige Person ist eben Sam Cayhall, der sich seit neuneinhalb Jahren im Todestrakt befindet und nun seine letzten vier Wochen zu Leben vor sich hat. Er hatte auch nie viel mit seiner Familie zu tun. Er hätte es gerne gehabt, aber seine Kinder haben sich von ihm abgewendet, seine Frau ist tot. Der einzige, der ihn besuchen kommt ist sein Bruder. Von ihm kriegt er auch Dinge ins Gefängnis geschickt. Er wurde zum Tode verurteilt, da er vor 23 Jahren eine Bombe gelegt haben soll, die zwei kleine Jungen tötete. Er war ein Kluxer und wird dafür verantwortlich gemacht. Aber das ist nicht seine einzige Tat, das weiß der Leser, aber nicht die Personen in der Story. Er hat nun mit seinem früheren Leben abgeschlossen, er weiß, dass er schuld ist, er findet die Strafe gerecht, jedoch fragt er sich, was er hätte anders machen können. Ihn quält die Frage "Was wenn.." Er will seine neue Familie, die er eben kennen gelernt hat nicht sofort wieder verlieren, aber er kann nicht viel dagegen machen. Er bereut seine Taten, ist aber zu stolz um seinen Mittäter zu verraten oder eine Begnadigung zu beantragen. Die beiden Charaktere sind wohl diejenigen, die die Story erst zu der machen, welche sie nun ist.
Mein letzter Punkt soll nun der Schreibstil sein. Für mich kann ein Buch ja erst so richtig gut sein, wenn der Schreibstil auch passt. Man kann die beste Story mit einem schlechten Schreibstil zerstören. Damit will ich nicht behaupten, dass es den richtigen oder falschen Schreibstil gibt, sondern es gibt viele, die alle etwas Gutes an sich haben, man sollte ihnen nur treu bleiben in einem Buch. Das hat Grisham hier auf jeden Fall geschafft. Am Anfang fand ich das Buch ein wenig zu erzählerisch und zu langatmig. Aber ich muss schon sagen, dass sich das schon nach ein paar Seiten gelegt hat. Das Erzählen war eigentlich im Nachhinein nur die Vorgeschichte, die man wohl brauchte, um die Story danach zu begreifen, aber das wusste ich beim Lesen ja nicht. Ich finde, dass der Autor nicht viel Spannung aufbaut. Er verblüfft die Leser eher mit der schnellen und knallharten Tatsache, sodass sie darüber erst einmal ein wenig nachdenken müssen. Ich kann nun nicht sagen, dass ich das schlecht finde, denn ich hasse es, wenn ein Autor nicht zum Punkt kommt, wenn er seitenlang über eine Sache schreibt und sie nicht auflöst. Hier ist es eben nicht so. Ich hatte auch am Anfang die Angst, dass Grisham mit Fachbegriffen nur so um sich schmeißen würde, aber das war zum Glück auch nicht der Fall. Ich hatte nicht eine Stelle, an der ich das Buch nicht verstanden habe. natürlich sind so ein paar juristische Sachen vorhanden, die man nicht sofort versteht, aber sie werden super schnell und innerhalb von einer Seite vom Autor beschrieben und erklärt. Aber alles nicht in einem Erklärcharakter, sondern er baut die Erklärung mit in die Geschichte ein, dann fühlt man sich als Leser nicht gleich so doof. Echt klasse. Ansonsten kann man es wie gesagt sehr leicht verstehen und auch schnell lesen. Der Satzbau ist in Ordnung. Es sind kurze und knappe Sätze, die nicht verschlungen sind. Außerdem ist auch viel wörtliche Rede vorhanden, sodass man sich dann besser in die Story reinversetzen kann.
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-=[Mein Fazit]=-
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Dann sind wir nun also schon wieder bei meinem Fazit. Die aufmerksamen Leser wissen nun, dass ich das Buch guten Gewissens empfehlen kann. Mir gefällt eigentlich alles: das Thema finde ich gut gewählt, die Story ist glaubwürdig und gut, außerdem ist sie gut rübergebracht und nicht übertrieben. Man kann das Buch leicht lesen und es kommen keine Fremdworte vor. Das einzige was mich ein wenig gestört hat, waren einige Längen, aber ich hatte nie das Gefühl, dass ich das Buch weglegen, und ein anderes beginnen will. Deswegen gibt es von mir noch vier von fünf möglichen Punkten und auf jeden Fall eine Empfehlung.
Yourz,
Sweety179
Fazit: von mir vier von fünf Punkten
Name des Mitglieds: sweety179
Weitere Testberichte: im Bereich Belletristik


13.01.11
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