Die geschützten Männer (Merle, Robert)
Gute Story, schlechte Umsetzung - Die geschützten Männer (Merle, Robert) Belletristik

Erhältlich in: 2 Shops

Kurzbeschreibung: Goldmann Wilhelm Verlag

 
 

Gute Story, schlechte Umsetzung

Produkt:

Die geschützten Männer (Merle, Robert)

Datum: 14.02.10

Bewertung:

Vorteile: gute Story

Nachteile: schlechter, schwieriger Schreibstil überwiegend langweilige Passagen

Nun ein weiterer Bericht über ein Buch, diesmal leider nicht so positiv.

Zuerst kurz zu Robert Merle:
Er wurde 1908 in Algerien geboren und ist 2004 in Frankreich gestorben. Er war aufgrund seines ersten Buchen drei Jahre in Kriegsgefangenschaft.

Nun zur Story:
In dem Buch geht es um eine Epidemie, welche in den USA alle Männer sterben lässt die sich in einem Zeugungsfähigen alter befinden, also alle bis auf die Kinder. Als Folge dessen lassen sich die noch nicht erkrankten Männer kastrieren, um nicht sterben zu müssen. Da die meisten allerdings schon tot sind, kommt es auf der Erde zu einer Revolution. Fanatische Frauenrechtler reißen die Macht an sich. Der Hass gegen die Männer wächst immer weiter, dich noch übrig gebliebenen müssen flüchten und sich in Wäldern verstecken.
In den Wäldern von Vermont wurde in der Zwischenzeit ein Labor eingerichtet mit einer Gruppe von Wissenschaftlern, den "protected men" also den "geschützten Männern". Unter ihnen ist auch der Neurologe Ralph mit seinem elfjährigen Sohn. Er arbeitet mit den anderen Wissenschaftlern an einem Serum gegen das tödliche Virus. Er selber wird wie die anderen rund um die Uhr bewacht, z.B. mit Kameras oder auch die Frauen dort.
Eines Tages kommt allerdings heraus, dass auch er dem Tode geweiht ist und das Serum niemals in Produktion gehen soll. Mithilfe einer Frau, welche im Verlauf der Story seine Freundin wird, versucht er mit dem Serum zu fliehen.

Berwertung:
Am Anfang fand ich das Buch gut, die Story ist einfach klasse, nur hat mich von Anfang an der Schreibstil Merles gestört. Ich finde, dieses Buch ist nicht verständlich geschrieben und musste manche Sätze zwei oder sogar dreimal lesen, bis sich für mich ein Sinn ergab. Nach dem ersten viertel des Buches wurde es dann richtig langweilig, es wird ellenlang der Umstand in dem Lager beschrieben und vor allem die Gefühlswelt von Ralph, hier hätte man meiner Meinung nach stark kürzen können. Ca. im dritten drittel des Buches wird es dann richtig spannend, danach sackt es aber wieder rapide ab und ein weiterer langweiliger Teil zieht sich bis zum Ende hin.

Fazit: Ein Buch mit einer super Story und ein schlechten Umsetzung

Name des Mitglieds: Bert1234