

Kurzbeschreibung: Broschiert / Autor(en): Daniel Glattauer / erschien am 13. November 2007 bei Lübbe
Ein Weihnachtshund ?
Produkt:
Der Weihnachtshund - Daniel Glattauer
Datum: 22.01.10, geändert am 21.01.12 (135 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: super lustig geschrieben
Nachteile: ***
Ein ganz lieb geschriebenes Buch, dass ich auch zu Weihnachten geschenkt bekommen habe ist "Der Weihnachtshund" - ein Roman von Daniel Glattauer.
Daniel Glattauer, geboren 1960 in Wien, ist seit 1985 als Journalist und Autor. Bekannt wurde er vor allem durch seine Kolumnen die auf dem Titelblatt des "Standards" erschienen und in denen er sich humorvoll des alltäglichen Wahnsinns annimmt.
Sein Bestseller: "Gut gegen Nordwind" war für den deutschen Filmbuchpreis nominiert.
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Erschienen ist das Buch im Goldmann - Verlag, München, in der Verlagsgruppe Random House GmbH.
Das Buch hat 224 Seiten, ist also auch schnell zu lesen, da es nicht so umfangreich ist.
Ich habe das Buch als Taschenbuchausgabe.
Das Buch kostet 7,95 Euro und ist unter www.goldmann-verlag.de
unter der ISBN 978-3-442-46762-4 erhältlich.
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Max hat ein Problem: Wohin mit Kurt, seinem phlegmatischen Deutsch - Drahthaar , dem das Hundeleben einfach zu anstrengend ist, in den Weihnachtsfeiertagen?
Kurt war leider eine Fehlinvestition. Er schläft meistens, und wenn er sich bewegt, dann höchstens irrtümlich.
Max will aber dem dezemberlichen Nebelnieselgraupel entfliehen und auf die Malediven fliegen. Und zwar ohne Kurt.
Und dann gibt es noch Katrin. Katrin hat mit den beiden ursprünglich nichts zu tun. Sie wird demnächst dreißig und leidet unter Eltern, die darunter leiden, dass sie noch keinen Mann fürs Leben gefunden hat. Mit Weihnachten kommt der Höhepunkt des familiären Leidens frontal auf sie zu. Überraschenderweise tritt plötzlich Kurt in Erscheinung - durch ein Inserat.
Das Inserat von Max, der einen Aufpasser für Kurt sucht, kommt ihr gerade recht. Katrin mag zwar keine Hunde. Aber bei Kurt könnte sie sich eine taktische Ausnahme vorstellen. Und Kurt bringt sie auf eine Idee...
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Hier eine kleine Leseprobe:
1. Dezember
Kurt feiert Weihnachten heuer wie üblich daheim. Sein Herrl (ich) sicher nicht. Also nehmt mir bitte den Hund ab. Er ist zutraulich und pflegeleicht. Er ist ein guter Hund."
Diese Meldung konnte im Internet unter dem Stichwort "Weihnachten" abgerufen werden. "Sein Herrl" war Max. Kurt war ein reinrassiger Deutsch-Drahthaar. Was er gerade machte? Er lag unter seinem Sessel und zählte im Geiste seine Deutsch-Drahthaare. Es war nicht wirklich sein Sessel, nur der Sessel, unter dem er immer lag. Von den zwei Jahren, die Max und Kurt im gemeinsamen Haushalt verbracht hatten, war Kurt etwa eindreiviertel Jahre unter dem Sessel gelegen. Man konnte also beruhigt "sein Sessel" sagen. Wenn sich Kurt irgendetwas verdient hatte, dann diesen Sessel. Allerdings hatte sich der Sessel Kurt nicht verdient. Der Sessel war nämlich im direkten Vergleich der deutlich Lebendigere von beiden.
Max war, sah man von Kurt ab, ein Single. Er war es aus Überzeugung, nicht aus Verlegenheit, er konnte ja nicht sein Leben lang verlegen sein. Max war immerhin bereits 34. Um das gleich einmal abzuklären: Er war nicht schwul. Es wäre zwar nichts dabei gewesen, auch George Michael war schwul, aber Max stand auf Männer ungefähr so sehr wie auf Fensterrahmenputzen oder Leintuchabziehen oder Kurt-auf-die-Beine-Stellen. Max sah es so: Mit Männern konnte man auf fünf Biere gehen, Darts spielen, Harley-Davidson-Maschinen abfeiern und unerreichbaren Oberweiten nachtrauern. Und natürlich über den Job reden. Am ehesten hätte Max im Männerverband unerreichbaren Oberweiten nachgetrauert.
Max mochte Frauen. Sie ihn theoretisch auch. Leider passten sie nicht zusammen. Sie hatten es oft genug miteinander probiert. Max hatte nämlich ein Problem, ein spezifisches, ein eher ungewöhnliches, ein eher sehr außergewöhnliches. (Später!) Und Frauen waren ja nicht alles. Nicht?
Max spürte Weihnachten. Es kam direkt auf ihn zu. Eine erste kräftige Brise Lebkuchen-Punsch-Extrakt aus nordwestlicher Richtung in Form von Nebelnieselgraupel war bereits eingetroffen. Die Großstadt bei null Grad Celsius: zum Einfrieren zu wenig, zum Auftauen zu viel. Die Leute auf der Straße beschleunigten ihren Schritt. Sie dachten garantiert bereits an Geschenkpapier mit Engerlmotiven. Das machte Max Angst.
Wie gesagt, er stand dazu, ein Single zu sein. Das war die ehrlichste Form einer zwischenmenschlichen Beziehung: Max war täglich 24 Stunden zwischen sich. Er war mitunter rührend um sich selbst bemüht. Dies erforderte volle Konzentration und lenkte von unwichtigen Dingen wie Alltag ab. Aber, zugegeben, zu Weihnachten hing er ein bisschen blöd in der Winterluft. Ihm war das eindeutig das falsche Klima für zu viel Vorbereitung auf zu viel Feier für zu wenig Grund dafür. Außerdem hatte er eine nicht therapierbare Sternspritzer-Allergie. Und ein gefährliches Glaskugel-Syndrom. (Er neigte dazu, sie zu zertreten.) Neuerdings machte sich eine heimtückische Fichtennadelunverträglichkeit und eine ausgewachsene Kerzenwachsneurose bemerkbar. Erklangen dann auch noch Weihnachtslieder, schlitterte er in eine tiefe Winterdepression, die sich erst zu Pfingsten langsam wieder auflöste. Deshalb hatte er beschlossen, in diesem Jahr auf die Malediven zu fliegen. Das war zwar so plakativ, dass es schon wieder weh tat. Aber er hatte sich entschieden, Weihnachten unter der prallen Sonne zu leiden. Das vergönnte er seiner Haut, sie schenkte ihm auch nichts. Morgen sollte es übrigens angeblich schneien. Morgen war Sonntag. Entsetzlich. Max hasste Sonntage.
2. Dezember
Draußen schneite es nicht. Es war nur angekündigt worden, damit die Menschen wussten, dass es hätte sein können, damit sie Daunenkapuzenmäntel und Schneeräumgeräte kauften. Drinnen saß Katrin vor dem Computer und surfte. Das schaffte sie stundenlang. Es war ihre Nahtstelle zwischen Tätigkeit und Untätigkeit. Eingabe ohne Eingebung. Träumen ohne Gefühlsduselei. Suchen ohne auf der Suche zu sein. In die Luft starren mit Buchstaben. Gähnen per Tastendruck. Nasenbohren ohne Nase. Und ohne Finger. Genügt es?
Katrin kam aus einfachen Verhältnissen. Ihre Eltern waren verhältnismäßig einfach zu allem gekommen, was sie hatten, inklusive Katrin, ihrem Herzstück. Die Mama, Ernestine "Erni" Schulmeister, hatte den Papa, Rudolf "Rudl" Hofmeister, beim explosionsartigen Ausdruck der Unverträglichkeit einer zu großen Menge Alkohols in Form von Bier erwischt. Das war beim Fest einer freiwilligen Feuerwehr, die sich einmal im Jahr einen Brand selbst legen musste, um wenigstens ein Mal im Jahr einen anderen Brand als den täglichen persönlichen zu löschen. Es gab dort eben zu wenig Häuser in den Dörfern und die waren zu feucht, um zu brennen. "Ist Ihnen schlecht?", fragte Erni. "Ja", erwiderte Rudl zwischen zwei Beweisen. Er war ein sehr aufrichtiger Mensch. Danach heirateten sie. Nicht unmittelbar danach, zwei Jahre später. Hätten sie etwas mehr Mut zur Lücke gehabt, würde Katrin Schulmeister-Hofmeister heute Katrin Schulhofmeister heißen. Vielleicht wäre dann alles anders gekommen. Wahrscheinlich nicht.
Vor dreißig Jahren minus 22 Tagen kam Katrin gesund zur Welt. (Exakt am Heiligen Abend würde sie also dreißig.) Damals war die Stadt gerade im Chaos versunken und von der Umwelt abgeschnitten, es hatte ungefähr drei Zentimeter geschneit. Die Schneeräumung versagte, das heißt: Es gab keine. Der zuständige Stadtrat musste zurücktreten, aber er weigerte sich.
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Das Buch ist einfach und gut verständlich geschrieben... und vor allem sehr lustig.
Ich habe selten beim Lesen eines Buches so sehr gelacht.
Auch finde ich die Kapitel des Buches schön gegliedert, vom 01. Bis hin zum 24. Dezember. So könnte man auch jeden Tag nur ein Kapitel lesen uns das bis zum 24. Dezember, und sich jeden Tag darauf freuen.
Und noch ein kurzes Zitat aus dem Echo:
" Der Roman ist ein Antidepressivum gegen den vorweihnachtlichen Frust, bei dessen Lektüre man mindestens einmal pro Seite lacht. Eine Liebesgeschichte, wie sie schöner nicht sein könnte..."
Und das stimmt, ich habe es auch so empfunden. Das Buch heitert auf und macht beim Lesen richtig gute Laune.
Die Hauptcharaktere sind sympathisch und ich fand es zum Schluss nur noch schade, dass das Buch schon zu Ende war.
Ein sehr kurzweiliges, amüsantes Buch und ich kann es nur jedem weiter empfehlen.
Fazit: einfach mal Lesen !
Name des Mitglieds: s1s2s3
Weitere Testberichte: im Bereich Belletristik


22.01.10
Also deine >>kleine& lt;< Leseprobe finde ich viel, viel zu lang. Du solltest lieber deine eigene Meinung in den Mittelpunkt stellen und mehr über dein Empfinden beim Lesen schreiben. Das kommt leider ein wenig zu kurz.