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Neuester Testbericht: ... »Pharao«, »Das Mädchen Thu und der Pharao«, »Der Sohn des Pharao«, »Die Herrin Thu« und ihre Trilogie der »Der Herrscher zweier. Inha... mehr
Auftakt einer Trilogie
Der Seher des Pharao - Pauline Gedge

Name des Mitglieds: KimVi
Produkt:
Der Seher des Pharao - Pauline Gedge
Datum: 28.09.09, geändert am 13.08.11 (417 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: flüssiger Schreibstil, detaillierte Beschreibungen
Nachteile: kein Hinweis auf die Trilogie, z,T. sehr langatmige Passagen
Heute möchte ich euch wieder ein Buch vorstellen. Dieser Roman weicht deutlich von meinem sonstigen Lesestoff ab, da es sich um einen historischen Roman handelt, der im alten Ägypten etwa 1400 Jahre v. Chr. spielt. Ich bin mal wieder durch eine Leseprobe auf diesen Roman aufmerksam geworden, denn es wurden Testleser dafür gesucht. Da ich vor einigen Jahren unzähligen Romane über das alte Ägypten verschlungen habe, bewarb ich mich um ein Leseexemplar. Denn ich wollte gerne feststellen, ob mich dieses Genre auch heute noch begeistern kann. Zu meiner großen Freude wurde ich als Testleserin ausgewählt und kann euch heute von meinen Erfahrungen berichten.
### Buchdaten ###
Der Seher des Pharao
Pauline Gedge
Taschenbuch
523 Seiten
erschienen Ende September 2009
im Piper Verlag
ISBN: 978-3-492-26330-6
Euro: 9,95 (D)
Titel der Originalausgabe " The Twice Born "
Aus dem Amerikanischen übersetzt von Birgit Brandau
### Die Autorin ###
Quelle: Autorenportät im Buch
Pauline Gedge wurde 1945 in Auckland, Neuseeland, geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie in England und heute lebt sie in Alberta, Kanada. Die Autorin hat bereits einige Romane veröffentlicht die zu Bestsellern wurden. Ihre Bücher sind in 18 Sprachen übersetzt und verkaufen sich weltweit. Eine kleine Auswahl ihrer bisher veröffentlichten Titel, allerdings ohne Anspruch auf Vollständigkeit und nicht nach Erscheindungsdatum geordnet:
° Trilogie "Herrscher der zwei Länder"
Band I. - Der fremde Pharao
Band II. - In der Oase
Band III. - Die Straße des Horus
° Pharao
° Die Herrin vom Nil
° Der Sohn des Pharao
° Das Mädchen Thu und der Pharao
° Die Herrin Thu
### Kurze Zusammenfassung der Inhaltsangabe auf dem Cover ###
Auf der Rückseite des Taschenbuchs findet man natürlich eine kurze Inhaltsangabe. Ich fasse den dort angepriesenen Inhalt mal kurz mit meinen eigenen Worten zusammen:
Diese Beschreibung kündigt ein farbenprächtiges Bild des alten Ägyptens an. Der historische Roman spielt ca. 1400 v. Chr. und erzählt die Jugendjahre des legendären " Amenophis, Sohn des Hapu ", Architekt des berühmten Luxor-Tempels.
Der kleine Huy wird zum Schreiber ausgebildet, aus Neid wird er von einem Mitschüler erschlagen. Doch er kehrt von den Toten zurück und verfügt danach über besondere Fähigkeiten. Bald hört auch der Pharao davon und ruft ihn an seinen Hof. So wird aus dem einfachen Huy schließlich der legendäre Amenophis, der außer der Gunst des Pharaos, noch das Vertrauen der schönen Prinzessin Senetamu gewinnt....
### Inhalt ###
Ägypten, ca. 1400 v. Christus.
Der vierjährige Huy wächst wohlbehütet in seinem Elternhaus auf. Er ist der Sohn einer einfachen Familie. Doch sein Onkel Ker ist recht wohlhabend und ermöglicht ihm deshalb den Besuch einer Tempelschule in Iunu, dort soll Huy zum Schreiber ausgebildet werden.
Sein anfängliches Heimweh überwindet der kleine Huy recht schnell, denn mit seinem Zimmergenossen, dem Adeligen Thutmosis, verbindet ihn eine innige Freundschaft. Aufgrund seiner schnellen Auffassungsgabe kann Huy den Anforderungen seiner strengen Lehrmeister gerecht werden und erwirbt so deren Anerkennung. Auch in der adeligen Familie seines Freundes Thutmosis tritt man ihm ohne Vorurteile entgegen und nimmt ihn dort herzlich auf. Seine einfache Herkunft spielt für diese Familie keine Rolle. Doch Sennefer, ein weiterer Mitschüler Huys, der ebenfalls aus einem adeligen Geschlecht stammt, neidet Huy den Erfolg. Er lässt keine Gelegenheit aus, dem Emporkömmling das Leben zur Hölle zu machen und ihn an seine bäuerlichen Wurzeln zu erinnern. Das Schicksal nimmt seinen Lauf, als die beiden in einen erbitterten Streit geraten. Sennefer greift zum Wurfholz und erschlägt seinen Widersacher Huy. Huy verlässt das Ägypten der Lebenden und gleitet in das Ägypten der Toten. Dort trifft er auf Imhotep, dieser verlangt von ihm eine weitreichende Entscheidung. Denn der Gott Atum möchte seine Weisheit mit Huy teilen, doch dazu muss Huy die Schriftrollen des Thot lesen. Nachdem Huy seine Wahl getroffen hat, kehrt er nach fünf Tagen aus dem Totenreich zurück und verfügt fortan über besondere Fähigkeiten. Er kann Krankheiten erkennen. Die Götter teilen ihm mit, ob der Erkrankte gerettet werden kann und welche Arzneien dabei zum Erfolg führen. Manchmal kann er allerdings nur die Todesart des Betreffenden erkennen, doch durch Berührung kommt es auch zu Einblicken in die Zukunft der jeweiligen Person. Huy kehrt an seine Schule zurück und befasst sich mit den geheimnisvollen Schriftrollen. Er beendet im Lauf der Jahre seine Ausbildung und versucht den Umgang mit seinen seherischen Fähigkeiten zu erlernen. Bald hört auch der Pharao von dem jungen Seher und ruft ihn an seinen Hof.
### Meine Meinung ###
Vor einigen Jahren gehörten Romane, die vom Leben im alten Ägypten erzählen, zu meiner bevorzugten Leserichtung. Voller Erwartung begann ich deshalb mit der Lektüre des Romans. Durch den flüssigen Schreibstil der Autorin hatte ich auch keine Schwierigkeiten den Einstieg in die Handlung zu finden. Die detaillierten und lebendigen Schilderungen des damaligen Lebens und der unterschiedlichen Protagonisten ließen mich in die faszinierende Welt der alten Ägypter eintauchen. Die Sitten und Gebräuche der damaligen Zeit verschmolzen mit der Handlung und ließen diese lebendiger wirken.
Die Passagen in denen Huy das Buch Thot studiert, hemmten meiner Meinung nach den Lesefluss. Die Anzahl dieser Textabschnitte war zu hoch und das dort Geschriebene interessierte mich kaum. Nachdem ich mich durch einige dieser Abschnitte gequält hatte, überflog ich die restlichen Passagen der Schriftrollen.
Aufgrund des sonst so flüssigen Scheibstils und der farbenprächtigen Beschreibung des damaligen Lebens, konnte ich das Buch innerhalb weniger Abende beenden. Doch je weniger Seiten ich noch vor mir hatte, desto merkwürdiger kam mir der im Klappentext angepriesene Inhalt vor. Denn die schöne Prinzessin Senetamu kommt leider im gesamten Buch nicht vor und aus dem Seher Huy wird in diesem Roman auch noch nicht der legendäre Amenophis. Das wird sicher erst in den folgenden Bänden geschehen. Denn "Der Seher des Pharao" ist der erste Band einer Trilogie, die im Original den Titel " The King's Man " trägt. Leider vermisse ich diese Information auf dem Cover und auch im Klappentext, denn dort wird dieser Aspekt nicht erwähnt. Normalerweise bin ich ein großer Fan von Bücherserien, doch hier wurde ich sehr überrascht, da ich einen in sich abgeschlossenen Roman erwartet hatte und Überraschungen dieser Art mag ich leider überhaupt nicht.
Obwohl mich das Schicksal der Protagonisten sehr interessiert und das Ende aufgrund der folgenden Bände sehr offen ist, bin ich nicht sicher ob ich zu den restlichen Bänden der Serie greifen werde. Ich vergebe nur drei Bewertungssterne, da ich die Auszüge aus dem Buch Thot recht langatmig und zähflüssig empfand. Ausserdem finde ich den Klappentext unpassend gewählt , da er bereits auf die Handlung der Nachfolgebände anspielt, ohne allerdings darauf hinzuweisen, dass es ich um den Beginn einer Trilogie handelt.
Meine Rezensionen erscheinen unter dem gleichen Nick auch auf anderen Portalen. Ausnahme LovelyBooks, da bin ich als "Ani" unterwegs.
Fazit: Das Fazit sucht verzweifelt nach der Prinzessin....
Weitere Testberichte: im Bereich Belletristik


30.09.09
Auch von mir : ^^^^, LG, Nette