Der Seelenbrecher - Sebastian Fitzek
gebrochene Seelen - Der Seelenbrecher - Sebastian Fitzek Belletristik
gebrochene Seelen - Der Seelenbrecher - Sebastian Fitzek Belletristik

Erhältlich in: 3 Shops

Kurzbeschreibung: Genre: Krimi / Thriller / Jahr: 2008

 
 

gebrochene Seelen

Produkt:

Der Seelenbrecher - Sebastian Fitzek

Datum: 09.08.10

Bewertung:

Vorteile: spannend bis zur letzten Seite

Nachteile: -

Es geht um das Buch von Sebastian Fitzek "Der Seelenbrecher".

Hier kurz einige Infos zum Autor:
Sebastian Fitzek (* 13. Oktober 1971 in Berlin) ist ein deutscher Schriftsteller und Journalist.
Sebastian Fitzek lebt in seiner Heimatstadt Berlin und arbeitet bis heute in der Programmdirektion eines Berliner Radiosenders. Er studierte Jura bis zum ersten Staatsexamen, promovierte im Urheberrecht und arbeitete dann als Chefredakteur und Programmdirektor für verschiedene Radiostationen Deutschlands.
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Sebastian_Fitzek)
Klappentext
Drei Frauen verschwinden spurlos. Eine Woche später findet man sie wieder: verwahrlost und psychisch gebrochen. Sie befanden sich in den Händen eines Psychopathen, den die Presse den Seelenbrecher nennt. Wenig später wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten wurde. Verzweifelt versuchen die Eingeschlossenen einander zu schützen doch in der nächsten Nacht zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt ?


Inhalt
Im Rahmen eines Experiments werden Studenten in die ehemalige Klinik auf dem Teufelsberg eingeladen. Ihre Aufgabe: das Lesen einer Patientenakte. In dieser geht es um den Seelenbrecher und die Akte liest sich wie ein Thriller. Den meisten Probanden ist dieser Versuch unheimlich, ein Pärchen entschließt sich zu bleiben und das Experiment durchzuführen und die Geschichte zu lesen. Es ist die Geschichte des Seelenbrechers, der Menschen zerstört und nun hier in der Klinik sein letztes Opfer sucht?

Meinung
Vor diesem Roman war mir Sebastian Fitzek gänzlich unbekannt. Im Übrigen hätte ich dieses Buch wohl auch nicht gekauft, wenn ich es im Regal hätte stehen sehen. Ein Thriller von einem deutschen Autor? Ein Thriller, der in Berlin spielt? Irgendwie eine unpassende Kombination, doch wie sich herausstellen sollte?eine gelungene. Und dies dachten sich wohl bereits tausende Leser vor Erscheinen des Buches. Prangte doch bereits am Erscheinungstag der Aufkleber "Bestseller" auf dem Umschlag.


Nachdem ich das Buch angefangen hatte zu lesen, lies es mich nicht mehr los. Zu Anfang ist es etwas schwierig einzusteigen. Das Buch beginnt mit einem Auszug aus der Patientenakte, mit dem ersten Opfer des Seelenbrechers. Zuerst versteht man nicht wirklich um was es geht, es wirkt undeutlich. Doch im Verlauf der Geschichte steigt man dahinter und bemerkt, dass sich alles wie ein roter Faden durch die Story zieht. Unterbrochen wird die Patientenakte immer wieder durch den Professor und seine Psychologie-Studenten. Man hat selber das Gefühl sich ebenfalls mitten in diesem Experiment zu befinden, was an der einen oder anderen Stelle ein mulmiges Gefühl bei mir hinterlässt.
Ein Mann, Casper, der vor der Klinik bewusstlos gefunden wurde hat eine Amnesie, kann sich weder an sich noch an sein Leben erinnern. Ein Krankenhauschef, der mehr als eigenwillig wirkt. Eine hübsche Ärztin, die sich liebevoll um Casper kümmert. Ein Irrer, der alles weiß, sich aber nicht mitteilen kann, weil er einen Sprachfehler hat. Ein Sanitäter, der alles und jeden in Frage stellt und niemanden traut. Und ein Mann, der sich selber ein Messer in den Hals sticht. Dies sind im groben die Einzelnen Personen, die in diesem Buch eine Rolle spielen. Es gibt noch eine Hand voll Andere, aber diese sind von nicht allzu großer Bedeutung.
Dazu kommt eine Psychiatrie, die sich auf dem Teufelsberg befindet. Es ist Winter, es ist eine stürmische Nacht und das Monster ist direkt in der Klinik um sein letztes Opfer zu suchen?
In vielen Rezensionen bei Amazon habe ich gelesen, dass genau diese Kombination als langweilig und zu unrealistisch empfunden wird. Doch wir sind hier nicht im Bereich: "Diese Geschichte beruht auf wahren Ereignissen", sondern hier handelt es sich um Fiktion und Unterhaltung. Das sollte man nicht vergessen und das Buch einfach auf sich wirken lassen.
Besonders gut hat mir gefallen, dass man bis zum Ende hin nicht ahnt, wer oder was der Seelenbrecher ist. Man kann nicht vorhersehen, wie sich die Charaktere entwickeln, alles bleibt spannend. Und es hat ein Ende, mit dem wohl kaum einer rechnet?

Sebastian Fitzek schafft es den Leser an das Buch zu fesseln. Es ist unheimlich spannend, nervenaufreibend und undurchschaubar. Fitzek benutzt eine sehr einfache, aber auch sehr bildhafte Sprache. Die einzelnen Charaktere werden allesamt so beschrieben, dass man sie sich genau vorstellen kann. Man fühlt sich total in das Geschehen hineinversetzt, so als würde man alles von außen beobachten.
Außerdem bedient sich der Autor am Ende eines Kapitels dem Stilelement "Cliffhanger", sodass man das Buch eigentlich zu keiner Zeit aus der Hand legen möchte.
Das Buch ist packend, temporeich und hat eine Spannungskurve, die nie zu enden scheint.


Leseprobe

»Das, was Sie gerade gelesen haben, ist wirklich geschehen. Die Handakten, die ich Ihnen ausgeteilt habe, sind nur einfache Kopien eines wahren Tatsachenberichts.
« Der Professor zog ein altes Taschenbuch hervor. »Das hier ist das Original.« Er stellte den dünnen Band auf den Tisch. Der Seelenbrecher stand in roten Lettern auf dem grünlichen Einband. Darüber zog das schemenhafte Bild eines Mannes die Aufmerksamkeit auf sich, der
durch einen nebelartigen Schneesturm in ein dunkles Gebäude zu flüchten schien.
»Lassen Sie sich von der äußeren Form nicht täuschen. Es wirkt auf den ersten Blick wie ein herkömmlicher Roman. Aber es steckt sehr viel mehr dahinter.« Er ließ die etwa dreihundert Seiten des Buches von hinten nach vorne durch seine Finger fächern. »Viele glauben, dieses Protokoll stamme aus der Feder eines seiner Patienten. Larenz hat früher viele Künstler
behandelt, darunter auch Schriftsteller.« Der Professor blinzelte. Dann fügte er leise hinzu: »Es gibt aber auch eine andere Theorie.« Alle Studenten sahen ihn aufmerksam an.
»Eine Minderheit ist der Meinung, Viktor Larenz selbst habe das hier zu Papier gebracht.«
»Aber wieso?« Diesmal hatte sich Lydia zu Wort gemeldet. Das Mädchen mit den dunkelblonden Haaren und dem mausgrauen Rollkragenpulli war seine beste Studentin. Was
sie an dem unrasierten Langzeitstudenten neben sich anziehend fand, konnte er sich nicht erklären. Ebenso wenig begriff er, warum man ihr trotz Einserabitur ein Stipendium verwehrt hatte.
»Dieser Larenz hat seine Aufzeichnungen zu einem Thriller umgedichtet? Warum sollte er sich diese unglaubliche Mühe machen?«
»Das gilt es heute Abend herauszufinden. Das ist das Ziel des Experiments.«
Preis: 7,95?
Verlag: Droemer/Knaur; Auflage: 1 (September 2008)
Taschenbuch: 368 Seiten

Fazit
Das Fazit fällt heute mal kurz aus: Lesen! Lesen! Lesen! Nichts für schwache Nerven.

Fazit: perfekt

Name des Mitglieds: Boellerina