Der Medicus (Gordon, Noah)
Das beste Buch  - Der Medicus (Gordon, Noah) Belletristik

Kurzbeschreibung: Goldmann Wilhelm Verlag

 
 

Das beste Buch

Produkt:

Der Medicus (Gordon, Noah)

Datum: 10.07.02, geändert am 10.07.02 (48 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: .......

Nachteile: .....

Auf einem Flohmarkt entdeckte ich es. Ich kannte das Buch nicht, aber es sah interessant aus.

NOAH GORDON
DER MEDICUS
An die 750 Seiten dick
Und kostete mich 3,- dm.

Damit war es um mich geschehen. Schon nach der ersten Seite war ich wie gebannt von dem Buch. Noch nie in meinem Leben hatte ich so etwas gelesen, solch packenden Beginn, solche fesselnde Zeilen, solch spannende Geschichte. 4-5 Monate war ich nur am Lesen und zwar nicht nur den Medicus, sondern auch die „Fortsetzungsbücher“ und ich war totunglücklich als am Ende der Bücher ankam.

Und um es gleich zu sagen, die drei Bücher, die man und frau gelesen haben muss sind:
Der Medicus (Noah Gordan)
Der Schamane (Noah Gordan)
Die Säulen der Erde (nicht von Noah Gordan)

Es handelt sich hierbei um die Grundbücher der historischen Romane, meines Wissens die allgemein als beste angesehenen historischen Romane der letzten Jahrzehnte. Jeder der den Herr der Ringe gut findet, der die Nebel von Avalon kennt wird auch diese Bücher kennen und lesen müssen. Und dabei basiert dieser Roman auf einige Fakten. Den bekannten Arzt in Persien gab es wirklich. London sah damals ähnlich aus und eine Reise als Christ durch das aufstrebende Moslemtum muß damals ähnlich gefahrvoll verlaufen sein.

Die Geschichte des Medicus:

London im Jahre 1021, Rob Jeremy Cole ist 9 als sein Vater stirbt. Es geht gleich auf der ersten Seite um sein Überleben. Er lernt London kennen, lieben und hassen. Es ist halt seine Welt. Dann seine Wanderjahre durch Britanien mit einem Quacksalber. Viele Menschen in seiner Umgebung sterben. Die Menschen, egal ob Bauern oder Könige leiden unter den Krankheiten. Rob selber bekommt eine kritische Verachtung vor der angelsächsischen Kultur.

Dann sein Ziel, eine Vision. Er will die Menschen retten, will ihnen helfen – will richtiger Arzt werden. Und so gelangt er über Frankreich, Germanien und Osmanien
nach Persien, als Jude verkleidet. In Istafan wird er endlich Arzt. Er bekämpft die Pest und dann auch die Regierung. Er kommt in´s Gefängnis und wird fast als Nichtjude erkannt. Er lernt mit der Verachtung gegen das Christentum klarzukommen. Und er lernt im arabischen eine Christin kennen, eine Frau deren Vater auch eine Version hatte, als er noch lebte....... Und er kehrt später, viele Jahre später zurück nach Britanien. In London versucht er dann zu helfen, wo er kann. Doch auch da bleibt er nicht.......Es zieht ihn woanders hin.

Eine Episode :
London nach Rob´s Rückehr. Er will so gerne die neuen Methoden der Ärzteschaft nahe bringen, doch die will von nichts wissen. Ihr System ist in Ärztekammern und festen Honorarsetzen so verkrustet, das der Leser einfach sehen muss, welch niedrige Kulturstufe London damals besaß. Und gleichzeitig sah ich bei dem Buch immer wieder Parallelen zur heutigen Zeit.

Eine weitere Episode:
Rob in Indien. Er sieht wie brutal seine doch so vorbildlichen Perser sein können. Von den Indern könnten sie doch einiges lernen, stattdessen richten sie die hinduistische Kultur am Indus zugrunde. Ist Rob nicht eigentlich ein böser, der bestraft werden müsste, fragt sich hier der Leser.
Noch eine Episode:
Rob in Freising. Wird er bleiben, bei den Bayern? Was hat er eigentlich gegen sie und warum bleibt er hier ein Fremder? Will er noch sein eigenes Land helfen?


Meine Meinung:

Mehr will ich zur Story gar nicht schreiben. Das eigentlich spannende ist ja auch, das der Leser nie weiß, wo er denn nun landet. Das er nie weiß, was denn nun gut oder schlecht, richtig oder falsch ist. Das er nie weiß, wie Rob seinen weiteren Weg gehen wird......denn Recht haben alle Personen in den Buch. Gut und richtig sein Leben leben, ehrliche Ziele haben, und das Leben überhaupt meistern, das wollen immer alle Personen in dem Buch. Und jeder handelt auch nach seinem Ermessen immer richtig....und dennoch
kommt es des öfteren zu Reibereien und zu Toten bis hin zu Kriegen. Und Rob ist immer mittendrin im Geschehen. Er macht immer das, was er glaubt tun zu müssen und wird dabei durch die Welt(geschichte) gewirbelt.

Und so ist der Medicus die Lebensgeschichte eines Mannes, ein Mann der eigentlich nur gutes tun will.................
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Nach dem Buch habe ich mich sogleich auf die Fortsetzung „Der Schamane“ gestürzt. Dieses Buch war auch super, aber doch etwas schwächer. Doch nach dem Schamane, so hatte ich letztes Jahr einige Male gehört, soll man „Die Säulen der Erde“ lesen. Und das Buch, wiederum in England zuerst spielend war dann wieder fast so fesselnd wie das beste Buch überhaupt -Der Medicus - .

Winfried

Fazit:

Name des Mitglieds: Winfried Kölsch