Der Kapuzenmörder (Harding, Paul)
Mörderisches London des 14. Jhd - Der Kapuzenmörder (Harding, Paul) Belletristik

Kurzbeschreibung: Droemer Knaur Verlag

 
 

Mörderisches London des 14. Jhd

Produkt:

Der Kapuzenmörder (Harding, Paul)

Datum: 14.01.01, geändert am 14.01.01 (53 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: spannend

Nachteile: -

Diese Buch gehört zu einer Serie um den Obersekretär, Sonderbeauftragten und
Geheimsiegelbewahrer Hugh Corbett, später Sir Hugh Corbett, von König Edward und spielt Anfang des 14. Jhd.

Diesmal wird er vom König persönlich beauftragt, grausame Morde an Huren und
teuren Kurtisanen aufzuklären.
In der damaligen Zeit erzeugen diese Morde an " gesellschaftlich minderwertigen
Kreaturen " kein öffentliches Interesse, aber 2 weitere Morde stehen in
unmittelbarem Zusammenhang damit.

Ein Mitglied eines angesehenen und wohltätigen Laienordens, meist aus reichen
Witwen bestehend, und deren Beichtvater Pater Benedict werden ermordet.
Dieser Laienorden kümmert sich um die Mädchen der Strasse und versuchen sie auf den rechten Weg zu bringen.

Und somit ist das öffentliche Interesse geweckt und auch das des Königs, denn die ermordete Lady Sommerville war die Witwe einer seiner treuen Kampfgefährten.

Im Laufe der Ermittlungen deckt Sir Hugh Corbett mit seinen treuen Gehilfen Ranulf und Maltote auch noch einen schwerwiegenden Raub auf.

Der König musste vorübergehend seinen Kronschatz in Westminster in der Krypta
zwischenlagern und diese wird natürlich angegraben und teilweise geleert. Dieses
kleine Intermezzo stellt sich als ein Komplott zwischen ein paar Brüdern der Abtei Westminster und einem der meistgesuchten Verbrecher Londons Puddlicott heraus und hat mit der eigentlichen Handlung nur am Rande zu tun.

Pater Benedict musste sterben, da er das nächtliche Treiben bzw. Graben an der
Krypta beobachtet hatte und kurz davor stand Meldung zu machen.

Die Brüder der Abtei hatten insofern mit den Huren zu tun, da sie heimliche
nächtliche Gelage mit ihnen gefeiert hatten und auch die Ermordeten kannten.

Bei diesem Ermittlungsstand gerät Sir Hugh in eine Sackgasse, denn der Mörder ist immer noch unbekannt.

Bald jedoch erkennt er, dass die Lösung di
eser Morde wie schon immer im
persönlichen Umkreis der toten Frauen zu finden ist. So ist es fast immer und so
wird es auch fast immer sein.

Rache, persönliche Erniedrigung, Eifersucht, das sind die Motive und so kommt es
zu einem ganz überraschenden Ende.

Das Buch ist sehr spannend geschrieben, zeigt interessante Darstellungen der
damaligen Rechtsprechung auf ( Hängen, Köpfen, Vierteilen, Pranger etc. ) und
stellt ein buntes Bild des alten Londons dar, in dem der Leser viele noch heute
stehende Gebäude wierdererkennt.

Sir Hugh hat natürlich auch eine kleine Familie : Frau Maeve und Tochter Ellinor.
Kleine Szenen des damaligen häuslichen Alltags schmücken die Geschichte aus und lassen den stahlharten Helden richtig sympathisch erscheinen : raue Schale, weicher Kern.

Dieser Autor ( ein Geschichtsprofessor ), hat jede Menge ähnlicher historischer Krimis verfasst ( alle superspannend ) und zwar auch unter den Pseudonymen Paul Doherty, Michael Clynes und Celia L.Grace und spielen alle im mittelalterlichen London und Umgebung.

Harding versteht es vortrefflich ein bunt schillerndes und vor allem lebendiges Bild der damaligen Zeit erstehen zu lassen

Sehr empfehlenswert für Anhänger dieses Genres !!!

Fazit:

Name des Mitglieds: Zeusi