Club der Ermittlerinnen - Der 1. Mord - James Patterson
tödlicher Honeymoon - Club der Ermittlerinnen - Der 1. Mord - James Patterson Belletristik

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Kurzbeschreibung: Genre: Krimi / Thriller / Autor(en): James Patterson, Edda Petri / Erscheinungsdatum: Juli 2003 bei Blanvalet

 
 

tödlicher Honeymoon

Produkt:

Club der Ermittlerinnen - Der 1. Mord - James Patterson

Datum: 27.05.09

Bewertung:

Vorteile: siehe Bericht

Nachteile: siehe Bericht

#Der 1. Mord - James Patterson#

Bezugsquelle und Preis:

Bezugsquelle: buecher.de
Preis: 9,95 Euro ( Taschenbuch )

Kaufgrund:

Nachdem ich inzwischen längst alle Bücher von meinen Lieblings Autoren wie z.B. Tess Gerritsen oder Karin Slaughter gelesen habe, bin ich ständig auf der Suche nach neuen Autoren.
Glücklicherweise hat sowohl mein Cousin als auch eine gute Freundin denselben Buchgeschmack wie ich, so dass ich immer wieder neu Empfehlungen bekomme, die mich häufig auch restlos überzeugen.
Diesmal hat mein Cousin mir die Women's Murder Club - Reihe von James Patterson empfohlen, nachdem er die ganze Reihe gelesen hatte und sie äußerst empfehlenswert fand.
Daraufhin hab ich schnell mal einen Gutschein bei buecher.de eingelöst und gespannt angefangen zu lesen.
Über meine Erfahrungen mit Der 1. Mord möchte ich euch nun berichten.

Eckdaten zum Buch:

Titel: Der 1. Mord
Originaltitel: 1st to Die
Autor: James Patterson
Übersetzer: Edda Petri
Verlag: blanvalet
Genre: Thriller
Erscheinungsjahr: 2007
Seitenanzahl: 350 Seiten

Der Autor- James Patterson:

James Patterson wuchs im US-Staat New York auf und studierte Englische Literatur an der Vanderbilt University in Nashville. 1971 begann er als Werbetexter bei der internationalen Werbeagentur J. Walter Thompson und wurde innerhalb kurzer Zeit Leiter der Werbeabteilung.

Nebenher begann er mit dem Schreiben von Kriminalromanen und 1976 erschien, nach anfänglichen Schwierigkeiten einen Verlag zu finden, sein erster Roman "Die Toten aber wissen gar nichts". Nach mehreren Einzelromanen begann er 1992 seine Erfolgsserie um Alex Cross, den Washingtoner Polizeipsychologen.
Seit 1996 widmet er sich verstärkt dem Schreiben und 2001 folgte die Serie mit Lindsay Boxer, Inspektorin in San Francisco.
Seit 2006 schreibt er, basierend auf Motiven aus seinem früheren Roman Der Tag, an dem der Wind dich trägt, an der Serie "Maximum Ride".

James Patterson zählt mittlerweile zu den internationalen Bestsellerautoren. Seine Bücher wurden bisher über 30 Millionen Mal verkauft und in 30 Sprachen übersetzt.
Die ersten beiden Alex-Cross-Romane wurden verfilmt (...denn zum Küssen sind sie da (1997) und Im Netz der Spinne (2000)). In beiden Filmen spielt Morgan Freeman die Rolle des Alex Cross. Der erste Roman um Lindsay Boxer (Der 1. Mord) wurde für den US-Fernsehsender NBC unter dem Titel First To Die mit Pam Grier und Sean Young verfilmt.

(Quelle: www.wikipedia.de)

Die Lindsay Boxer - Reihe (Women's Murder Club - Reihe):

2001: 1st To Die (dt. Der 1. Mord)
2002: 2nd Chance (dt. Die 2. Chance)
2004: 3rd Degree (dt. Der 3. Grad)
2005: 4th of July (dt. Die 4. Frau)
2006: The 5th Horseman (dt. Die 5. Plage)
2007: The 6th Target (dt. Die 6. Geisel)
2008: 7th Heaven (dt. Die 7 Sünden)
2009: 8th Confession


Die Story:

Lindsay Boxer, der einzige weibliche Detektive der Mordkommission von San Francisco, kommt gerade von ihrem Hausarzt als sie zu einem Mord gerufen wird.
Nachdem der Besuch bei ihrem Hausarzt gerade ihr ganzes Leben vollständig auf den Kopf gestellt hat, hat sie eigentlich weder die Kraft noch die Nerven um an einem Fall zu arbeiten, aber als Detektive bei der Mordkommission kann man sich halt nicht aussuchen wann man einen Fall lösen muss.

Als sie am Tatort, einem noblen Hotel, ankommt und die Leichen zum ersten Mal sieht, ahnt sie sofort, dass es sich hier wahrscheinlich nicht um eine einmalige Tat handelt.
Denn an den Opfern, einem frisch vermählten Ehepaar finden sich schnell deutliche Hinweise auf den Mörder - und das macht Detektive Lindsay Boxer Sorgen, denn Mörder versuchen ihre Spuren zu verwischen. Ein Serienmörder hingegen hinterlässt seine Handschrift - und zwar absichtlich.

Bei den Opfern handelt es sich um ein gerade frisch vermähltes Ehepaar, dass nicht nur ermordet wurde, sondern deren Leichen auch noch auf perfide Art und Weise entstellt und inszeniert wurden.

Da der so genannte Honeymoon-Mörder für ein großes Medieninteresse sorgt, bekommt Lindsay einen neuen Partner, eine Partner der eigentlich nicht mehr als Polizist sondern für den Bürgermeister arbeitet.
Aber sie hat keine Zeit sich darüber aufzuregen, denn ihre Befürchtungen, es könnte sich um einen Serientäter handeln, erweisen sich schnell als wahr...

Ein frisch verheiratetes Ehepaar wird vermisst, und die Hoffnung, das Paar lebend zu finden, wird bald zunichte gemacht.
Auch die Leichen dieses Paares wurden entstellt und inszeniert, und die Parallelen zum ersten Honeymoon-Mord sind unübersehbar, auch wenn die Art der Inszenierung anders ist.

Auch hier hinterlässt der Mörder seine Handschrift, aber reicht das um ihn zu fassen und weitere Morde zu verhindern?

Eigene Eindrücke:

Also ich war von James Pattersons Der 1. Mord restlos begeistert, und habe mir schon nach der Hälfte des Buches die nächsten 4 Taschenbücher zugelegt.

Was mich an Der 1. Mord so fasziniert hat? Tja, da gibt es so einiges!

Schon die Story dieses Thrillers fand ich unheimlich spannend und fesselnd. Ein Serienmörder der es auf frisch vermählte Ehepaare abgesehen hat, der die Männer auf schnelle Art und Weise ermordet während er sich den Frauen(leichen) auf perfide Art und Weise widmet und die Fundorte so inszeniert, dass nicht nur den ermittelnden Beamten schlecht wird, sondern auch dem Leser.
Das mag dem ein oder anderen jetzt vielleicht noch nicht außergewöhnlich erscheinen, aber James Patterson wartet stets mit neuen, unerwarteten Wendungen auf, die man als Leser unmöglich erahnen kann und die es einem unmöglich machen, dieses Buch aus den Händen zu legen.
Allerdings möchte ich über diese sehr einfallsreichen und gleichzeitig sehr glaubwürdigen Wendungen hier nichts verraten, da ich euch ja die Spannung nicht nehmen möchte.

Die Nebenstory rund um Lindsay Boxers Erkrankung verleiht dem Thriller zusätzliche Tiefgang. Glücklicherweise verzichtet Patterson hierbei darauf, übermäßig auf die Tränendrüse zu drücken, wodurch die Story zu keinem Zeitpunkt kitschig oder nervig wird, sondern nur dafür sorgt, dass man den Charakter Lindsay Boxer besser kennenlernt und an manchen Stellen ihr Handeln besser nachvollziehen kann.

Aber nicht nur die Story hat mich an diesem ersten Teil der Women's Murder Club - Reihe begeistert. Auch Pattersons Schreibstil hat mich total in seinen Bann gezogen.
Der Großteil dieses Thrillers ist aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Lindsay Boxer geschrieben, was an sich ja nichts Neues mehr ist. Aber James Patterson verwendet diese Ich-Perspektive so gekonnt, dass man als Leser ab der ersten Seite das Gefühl hat, man wäre mittendrin.
Als Leser erlebt man nicht nur die Gedanken und Gefühle der Protagonistin hautnah mit, sondern auch ihre Gespräche. Dadurch bekommt man alle Detail, die für den Fall wichtig sind mit und kann allen Ermittlungsfortschritten und Schlussfolgerungen folgen.
Durch die ich-Perspektive wird aber auch erreicht, dass man stets nur auf dem selben Ermittlungsstand steht wie die Ermittler, so dass man nichts vorher erahnen oder gar erraten kann - dadurch bleibt die Spannung bis zur letzten Seite durchgehend erhalten, bzw. steigert sich Schritt für Schritt bis man die Auflösung gar nicht mehr erwarten kann.

An dieser Spannung ändert sich auch durch die Tatsache, dass einige Kapitel aus der Sicht des Mörders geschrieben sind nichts.
Man könnte jetzt denken, dass dadurch schon einiges verraten wird, aber das ist definitiv nicht der Fall. Man erfährt nur ein paar Detail, die einem überhaupt nicht helfen oder einen auf die falsche Fährte locken.
Ich hab mir beim Lesen immer wieder gedacht, es müsste doch möglich sein anhand dieser Kapitel dem Mörder etwas näher kommen, was mir aber nie gelungen ist - und das hat mich völlig wahnsinnig gemacht und meine Spannung nur noch erhöht.
James Patterson hat es also geschafft mit diesen Einblicken in die Gedanken des Mörders nicht zu verraten, sondern die Spannung noch zusätzlich zu steigern.

Ein weiterer großer Pluspunkt sind die Charaktere, bzw. der Charakter von Lindsay Boxer, denn in diesem Erstling der Reihe wird vor allem die Protagonisten vorgestellt.
James Patterson hat die ehrgeizige, starke und gefühlvolle aber auch manchmal schwache und hilfsbedürftige Lindsay Boxer mit einen sehr abwechslungsreichen und glaubwürdigen Charakter versehen, der es dem Leser ermöglicht, sich mit ihr zu identifizieren, mit ihr mitzufühlen (das gilt übrigens auch für die männlichen Leser, da sie zu keinem Zeitpunkt gefühlsduselig o.ä. ist).

Aber auch wenn James Patterson in Der 1. Mord überwiegend den Charakter der Protagonistin einführt, braucht man sich vor Einseitigkeit oder Langeweile nicht zu fürchten.
Die weitern Charaktere, die letztendlich den Women's Murder Club bilden, wie z.B. die Pathologin Claire Washburn (Lindsays beste Freundin), die Reporterin Cindy Thomas und die Staatsanwältin Jill Bernhard werden Stück für Stück eingeführt und sind allesamt sehr interessant.
Im Women's Murder Club vereint James Patterson sehr unterschiedliche und teilweise gegensätzliche Charaktere, die in ihrer Kombination für viel Charme, Witz und Spannung sorgen.
Patterson führt diese Charaktere geschickt und passend zur Geschichte ein, so dass ein sehr ausgewogenes Konzept entsteht.

Aber James Patterson hat es nicht nur geschafft ein spannende Story und interessante, glaubwürdige Charaktere zu entwickeln, er schafft auch eine Atmosphäre, die dem Leser unter die Haut geht.
Der Leser erlebt nicht nur die Gedanken etc. der Ich-Erzähler mit, sondern auch die entstehende Atmosphäre.
Die Schauplätze zum Beispiel werden so detailiert und facettenreich geschildert, dass man das Blut fast riechen kann, die Spannung in der Luft spüren kann und beim "Anblick" der Leichen einen Kloß im Hals bekommt.
Trotz aller Detailliertheit ufert die Darstellung der Schauplätze nicht aus, da der Autor in der Lage ist, viele Details geschickt in wenig Wörter zu verpacken, so dass dieser Thriller zu keinem Zeitpunkt langatmig oder langweilig wird.

Neben den Charakteren finde ich den Grundgedanken des Women's Murder Club auch sehr ansprechend. Vier Menschen, die neben ihren unterschiedlichen Karrieren vor allem die Gerechtigkeit fördern wollen und dafür auch einiges riskieren.
Klingt im ersten Moment zwar ziemlich klischeehaft, ist aber überzeugend und glaubhaft gestaltet, so dass es seine ganz eigene Dynamik entwickelt.

Ein weiterer Vorteil dieses Thrillers ist die Aufteilung. Eigentlich ein eher unwichtiger Punkt, aber ich fand es sehr angenehm, dass die Kapitel sehr kurz sind, so dass man, wenn einem nachts um 3 Uhr die Augen schon fast zufallen, problemlos das Kapitel fertiglesen kann und nicht mittendrin stoppen muss.
Teilweise sind die Kapitel nur ein paar Seiten lang, was jetzt aber nicht heißt, dass hier die Handlung ständig springt oder unterbrochen wird. In der Regel gehen die Kapitel fließend ineinander über, so dass die Unterteilung in Kapitel in erster Linie praktisch aber inhaltlich nicht umbedingt nötig ist.



Fazit:

Tja, wie ihr wohl bemerkt habt, bin ich von Der 1. Mord restlos begeistert und kann diesen Thriller nur wärmstens empfehlen.
In diesem Thriller stimmt meiner Meinung nach wirklich alles: fesselnde Story, stets steigende Spannung, facettenreiche Charaktere, ergreifende Atmosphäre und ein Ende, das nicht vorhersehbar ist.
Ich kann es kaum abwarten, die Nachfolger zu lesen und werde für diese wohl auch nicht mehr als 2 Tage brauchen, genau wie für Der 1. Mord.

Fazit: siehe Bericht

Name des Mitglieds: buecherjunkie