Dawson's Creek - Kampf der Geschlechter - C. J. Anders
Nicht nur Kinder können grausam sein - Dawson's Creek - Kampf der Geschlechter - C. J. Anders Belletristik
Nicht nur Kinder können grausam sein - Dawson's Creek - Kampf der Geschlechter - C. J. Anders Belletristik

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Kurzbeschreibung: Genre: Film, Kultur & Comics / Jahr: 2000

 
 

Nicht nur Kinder können grausam sein

Produkt:

Dawson's Creek - Kampf der Geschlechter - C. J. Anders

Datum: 10.05.06

Bewertung:

Vorteile: halt ein Buch zur Serie

Nachteile: halt ein Buch zur Serie

Heute stelle ich Euch ein Buch vor, dass ich aufgrund meiner Begeisterung für die Serie vor einiger Zeit bei ebay erstanden habe…

►[Die Serie bzw. Hauptpersonen]◄
DAWSON ist - wie man dem Namen entnehmen kann - die Hauptperson der Serie. Er lebt direkt an einem See und träumt davon, ein großer Regisseur zu werden. JOEY ist Dawsons beste und gelegentlich auch feste Freundin, welche mit ihrer allein erziehenden Schwester Bessie mit dem familieneigenen Bed & Breakfast hilft. PACEY ist Dawsons bester Freund und der Sohn des Sheriffs sowie das schwarze Schaf der Familie. Die reiche JEN(nifer) hat ursprünglich in New York gewohnt, wurde aber wegen ihrer Eskapaden zu ihrer Großmutter nach Capeside verbannt. Relativ frisch nach Capeside gezogen sind die Geschwister ANDIE und JACK, welche die neuesten Mitglieder der Clique darstellen.

►[Worum geht's in diesem Buch?]◄
Die Ferien vor dem letzten Schuljahr haben begonnen und während sich Dawson & Co. noch fragen, was für einen Ferienjob sie machen sollen, hat Andie längst die Lösung gefunden: Sie alle können in einem Feriencamp anfangen. Zwar sind davon anfänglich nicht alle begeistert, aber letztlich zieht doch die ganze Clique mit. Während Pacey und Dawson sich um die im Schnitt 10-jährige Außenseitertruppe "Bären" kümmern muss, bekommt Andie die siebenjährigen, Bett nässenden "Finken" aufgebrummt.

Da könnte man fast meinen, dass Joey mit ihrer Gruppe 14-jähriger Mädchen recht gut dran ist, aber auch hier läuft bei weitem nicht alles reibungslos. Selbst Jack, der Football trainiert, hat seine liebe Not damit, sein Team zusammenzuhalten, was nicht zuletzt an dem einzig weiblichen Mitglied Cassie liegt. Als wäre dies alles nicht schon genug Trubel, leiten Jen und Pacey die Theatergruppe. Außerdem verlieben sich Jen und Joey in den gut aussehenden, sportlichen Engländer Trevor, der nicht nur mit ihnen ein falsches Spiel spielt….

►[Der/die Autor/in]◄
Über C.J. Anders konnte ich leider nichts herausfinden, wenn man mal davon absieht, dass er oder sie noch diverse andere Bücher zu dieser Serie geschrieben hat.

Weitere Bücher (auszugsweise):
- Atemlos in Capeside
- Dunkle Wolken über Capeside
- Der ganz normale Wahnsinn

►[Die Eckdaten meiner Hardcoverausgabe]◄
* Seitenzahl: 149
* ISBN-Nr.: 3-8025-2768-2
* Verlag: vgs verlagsgesellschaft, Köln
* Erscheinungsjahr: 2000
* Preis: Hardcover damals DM 19,90, heute € 0,96 + Versand (gebraucht bei Amazon)
* Originaltitel: Playing for Keeps
* Originalsprache: Amerikanisch
* Übersetzer: Antje Görnig

►[Meine Meinung]◄
Als erstes ist mir aufgefallen, dass der Autor die Hauptfiguren schnell nacheinander auftauchen lässt, ohne sie großartig vorzustellen. Zwar geht er nach und nach jeweils kurz auf ihre Besonderheiten und ihre Beziehungen zueinander ein, aber das Aussehen beschreibt er von keinem. Somit setzt er gewisse Kenntnisse der Serie voraus, was zwar nicht zwangsläufig gegeben, aber durchaus wahrscheinlich ist, wenn man dieses Buch wählt. Von daher finde ich das nicht so schlimm. Außerdem kann man sich die Personen zur Not auch einfach so vorstellen, wie man sie gerne hätte, was dann zumindest die Fantasie anregt. Ganz nebenbei bemerkt spielen die Hauptpersonen der Serie in diesem Buch sowieso, wenn auch überraschenderweise, eher eine Nebenrolle, was ich mal eine angenehme Abwechslung finde.

Im Vordergrund stehen nämlich die Kinder des Camps, welche die unterschiedlichsten Probleme haben, wobei ihnen Dawson & Co. mit mehr oder weniger viel Einfühlungsvermögen helfen. Besonders beeindruckt hat mich in diesem Zusammenhang Jack, der sonst immer eher zurückhaltend wirkte, aber hier direkt mal aus sich herausgeht. Weniger überraschend ist dagegen, dass Jen etwas mit dem Campcasanova Trevor anfängt, welcher mir schon allein deshalb unsympathisch ist, weil er jede Frau mit "Schätzchen" oder ähnlich dämlichen Titeln anspricht. Umso seltsamer fand ich es, dass Joey auch auf ihn hereinfällt. Immerhin beweist er das ein oder andere Mal so etwas wie Selbsterkenntnis und vielleicht auch ein bisschen Seele, aber sympathisch wird er dadurch noch lange nicht.

Genauso unsympathisch, um nicht zu sagen hassenswert, ist der Campleiter, der sich fast wie ein durchgeknallter General aufspielt und nichts Besseres zutun hat, als auf den fast bemitleidenswerten "Bären" herumzuhacken. Diese revanchieren sich mit Dawsons Hilfe erfreulicherweise auf sehr kreative Weise, was zu einem erstaunlichen Zusammenhalt der Gruppe führt. Überhaupt ist es gelungen, die allesamt etwas andersartigen "Bären" ausgesprochen sympathisch darzustellen, was man anfänglich nicht unbedingt erwartet hätte. Nur mit Smellys Körpergeruch habe ich bis zum Schluss meine Probleme, da er seinem Namen alle Ehre macht, aber sogar er ist irgendwie niedlich. Am meisten mochte ich allerdings den Albino Andrew und den dicken Walter.

In diesem Zusammenhang muss ich wohl zugeben, dass die Geschichte nur so von klischeebehafteten Personen wimmelt, was neben dem Campcasanova, dem unfairen Campleiter und den Ausgestoßenen auch die typische Cheerleaderzicke und die Campschönheiten beinhaltet, die den anderen das Leben aus Spaß an der Freude schwer machen. Umso erfreulicher ist es, dass die Clique um Dawson bemüht ist, mal nicht so ausgetretene Pfade zu gehen und so für ein besseres Gleichgewicht zwischen den "starken" und den "schwachen" Parteien zu sorgen. So bekommt nämlich letztlich jeder das, was er verdient, was zwar nicht besonders realistisch ist, aber erstens würde ich das von einer Serie auch nicht erwarten und zweitens mag ich solche heile Welten.

Somit kann ich wohl sagen, dass es mir großen Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen, was sich durch ein - nach den Buch "Barry Trotter" fast ungewohnten - Dauerlächeln auf meinem Gesicht bemerkbar machte. Dies liegt nicht nur an den bereits beschriebenen Vorzügen der Geschichte, sondern auch daran, dass ich das Thema "Feriencamp" immer wieder ausgesprochen interessant finde und ich nicht nur den Zusammenhalt sowohl der Clique wie auch der Kids bewundere. Hinzu kommt der angenehme Humor, der sich durch die ganze Geschichte zieht und mich mehr als einmal zum Lachen gebracht hat. Natürlich ist das Buch in keinster Weise anspruchsvoll, aber erstens erwartet man auch keine tief schürfende Story von einem Buch zur Serie und zweitens ist es somit erfreulich leicht lesbar.

►[Fazit]◄
Da ich das Buch aufgrund seiner leichten Erzählweise, der interessanten Story und den überwiegend sympathischen Charakteren regelrecht verschlungen habe, bekommt es nicht nur ein klares Empfehlenswert sondern auch alle fünf Sterne von mir, auch wenn man zugegebenermaßen Kenner der Serie sein sollte, um sich dafür zu interessieren.

Fazit: siehe Bericht

Name des Mitglieds: Myhnegon