Das Wesen - Arno Strobel
Das Wesen - Das Wesen - Arno Strobel Belletristik
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Erhältlich in: 7 Shops

Kurzbeschreibung: Genre: Krimi / Thriller / Jahr: 2010

 
 

Das Wesen

Produkt:

Das Wesen - Arno Strobel

Datum: 16.02.12

Bewertung:

Vorteile: spannender und überzeugender Thriller

Nachteile: kämpft mit ein paar Kinderkrankheiten

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*** Angaben zum Buch ***
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Autor: Arno Strobel
Titel: Das Wesen
Originaltitel: -
Erschienen: 11. November 2010
Verlag: Fischer
ISBN10: 3596186323
ISBN13: 978-3596186327
Seitenanzahl: 368
Preis: 8,95 Euro

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*** Autorenportrait ***
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Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie und arbeitet heute bei einer großen deutschen Bank in Luxemburg. Mit dem Schreiben begann er im Alter von fast vierzig Jahren. Arno Strobel lebt mit seiner Familie in der Nähe von Trier.

Quelle: Verlagsseite

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*** Inhaltsangabe ***
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Ein kleines Mädchen stirbt, und der Hauptverdächtige wandert in den Knast - unschuldig? 15 Jahre später: Wieder verschwindet ein Kind, und der Albtraum beginnt von vorn - für die Ermittler und den Täter von damals.

Quelle: Verlagsseite

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*** Mit meinen Worten ***
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Das Buch beginnt mit einem Prolog im April 2007. Ein ehemaliger Häftling verlässt nach über dreizehn Jahren Haft die Justizvollzugsanstalt Hagen und seine erste Empfindung in der neugewonnenen Freiheit ist eine unbändige Wut ...

Zwei Jahre später steht das Ermittlerduo Kriminalhauptkommissar Bernd Menkhoff und Alex Seifert vor einem Mehrfamilienhaus in Aachen. Sie gehen einem anonymen Hinweis nach, der sie zu einer Wohnung führt, aus der ein Mädchen verschwunden sein soll. Als sie an der Tür klingeln, stehen sie plötzlich dem Mann gegenüber, den sie vor 15 Jahren des Mordes an einem vierjährigen Mädchen überführt haben, Dr. Joachim Lichner, ein einst angesehener Psychiater. Er bestreitet jedoch vehement, Vater eines Kindes zu sein. Die Indizien sprechen gegen ihn, jedoch reichen die Beweise nicht aus, um den Mann, der noch immer seine Unschuld beteuert, festzuhalten.

Der Fall wird immer verzwickter und selbst Kommissar Seifert ist sich nicht mehr sicher, ob damals wirklich der richtige Täter verurteilt wurde, denn die belastende Aussage vor 15 Jahren kam ausgerechnet von Lichners damaligen Lebensgefährtin Nicole Klement, die kurz darauf ein Verhältnis mit seinem Partner Menkhoff einging. Dieser ist zwar mittlerweile verheiratet und Vater einer Tochter, doch das Geheimnis um diese Dame scheint auch nach so lange Zeit nicht gelöst zu sein, denn diese hat den Kontakt zu Dr. Lichner wieder aufgenommen. Kommissar Seifert wird das Gefühl nicht los, damals etwas Wichtiges übersehen zu haben ...

Arno Strobel springt in seinem Roman immer wieder zwischen dem Fall im Jahre 1994 und dem gegenwärtigen Geschehen im Jahre 2009 hin und her. Um möglichst viel Spannung zu erzeugen, sind die Kapitel recht kurz gehalten und für meinen Geschmack waren sie etwas zu kurz. Für mich hatte das in diesem Fall eher den gegenteiligen Effekt. Es hat mich gestört, ständig aus der jeweiligen Handlung so schnell wieder herausgerissen zu werden. Andererseits wären sonst die Parallelen zu den beiden Fällen vielleicht nicht so deutlich aufgezeigt worden.

Der Schreibstil ist flüssig und mitreißend und es fiel mir schwer das Buch zwischenzeitlich aus der Hand zu legen, denn der Autor versteht sich sehr gut darauf, den Leser zu verunsichern, was seine Figuren angeht. Sie sind so gut beschrieben, dass man denkt, sich ein gutes Bild von ihnen gemacht zu haben, nur um dann festzustellen, dass man seine Meinung wieder revidieren muss. Und das ist genau das, was ich an Psychothrillern so liebe. Arno Strobel ist ein Meister seines Fachs. Allerdings gibt es die eine oder andere Kleinigkeit, die mich stört und an der er noch ein bisschen feilen könnte, um NOCH überzeugender zu werden.
Kommissare, die ihrer Frau zu Hause bis ins kleinste Detail über die laufenden Ermittlungen berichten, kommen nicht so glaubwürdig rüber. Oder der etwas zu überladene Schluss, wo wieder ganz tief in der "Klischeekiste"gewühlt worden ist. Und für einen gelungenen Abschluss wird alles wieder passend zurecht geschrieben. Bitte etwas weniger Dramatik und dafür überzeugendere Szenen, die der Geschichte auch gerecht werden. Ein guter Psychothriller braucht kein übertriebenes Crescendo, sondern überzeugt durch die leisen Töne - so wie Arno Strobel es eigentlich auf den vorherigen 300 Seiten bereits bewiesen hat.

"Das Wesen" ist ein spannender und überzeugender Thriller, der mit ein paar Kinderkrankheiten zu kämpfen hat, die nicht weiter schlimm sind und eine Empfehlung meinerseits nicht beeinträchtigen. Die beiden Ermittler sind so sympathisch, dass ich mir vorstellen könnte, ihnen auch in weiteren Romanen von Arno Strobel zu begegnen.

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*** Rechtliches ***
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© M. Schulte bereits im November 2010 - Alle Rechte vorbehalten. Text unterliegt meinem Urheberrecht. Dieser von mir verfasste Bericht erscheint auch auf anderen Plattformen.

Fazit: findet ihr im Bericht

Name des Mitglieds: goat