Das Versprechen (Dürrenmatt, Friedrich)
Sehr spannendes Buch - Das Versprechen (Dürrenmatt, Friedrich) Belletristik

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Kurzbeschreibung: Dtv Deutscher TB. Verlag

 
 

Sehr spannendes Buch

Produkt:

Das Versprechen (Dürrenmatt, Friedrich)

Datum: 14.05.06

Bewertung:

Vorteile: Spannend

Nachteile: -----

Mein Sohn kam eines Tages von der Schule und meinte zu mir er brauche 6 Euro, sie sollen ein Buch kaufen, welches sie dann für den Deutschunterricht auch lesen sollen. Also gab ich ihm das Geld und war gespannt was es wohl für ein Buch ist. Ich lese ja selber sehr gern und so habe ich mir dieses Buch natürlich auch gleich vorgenommen, hat ja auch den entscheidenden Vorteil, ich kann mit gezielten Fragen besser kontrollieren ob mein Sohn das Buch auch wirklich gelesen hat.

Es handelt sich um ein Taschenbuch des Autoren Friedrich Dürrenmatt. Der Titel des Buches ist „Das Versprechen”. Es hat nur 155 Seiten, ist also recht schnell durchgelesen. Gekostet hat es wie gesagt 6 Euro.
Erschienen ist es beim Deutschen Taschenbuch Verlag GmbH & Co.KG, München , in der 29. Ausgabe im April 2005.
Die Erstveröffentlichung erschien 1958 in Zürich.


Der Autor :

Friedrich Dürrenmatt wurde am 5. Januar 1921 in Konolfingen bei Bern geboren.
Er war Sohn eines Pfarrers und studierte Literatur, Philosophie und Naturwissenschaften in Zürich und Bern.
Er schwankte zwischen dem Beruf des Malers oder dem des Schriftstellers, wurde aber dann doch Schriftsteller.
Er lebte seit 1952 in Neuchatel, wo er am 14. Dezember 1990 starb.
Hier einige seiner Werke :
Romulus der Große ( eine ungeschichtliche historische Komödie 1980)
Der Besuch der alten Dame (ein tragische Komödie)
Die Panne (ein Hörspiel und eine Komödie)
Durcheinandertal (ein Roman)
Er schrieb noch viele weitere Sachen, ich möchte es aber bei diesen belassen.

Der Inhalt :

In dem Buch geht es um das Thema Sexualverbrechen an Kindern - ein Thema mit immer noch trauriger Aktualität.

Der Autor befindet sich befindet sich zusammen mit dem ehemaligen Kommandanten der Kantonspolizei Zürich Dr. H. auf dem Weg von Chur nach Zürich. Er hatte in Chur einen Vortrag, über die Kunst Kriminalromane zu schreiben, gehalten und Dr. H. bot ihm an, ihn mit nach Zürich zu nehmen. Bei einem Zwischenstop an einer Tankstelle wurden sie von einem Alten bedient, der verblödet und erloschen vor sich hin stierte und sie mit den Worten:
„Ich warte, ich warte, er wird kommen, er wird kommen.” weiter fahren ließ.

Dieser Alte war Matthäi ein ehemaliger Kommissäre von Dr. H., sein fähigster Mann. Matthäi stand auf dem Höhepunkt seiner Karriere, er sollte nach Jordanien fliegen um dort ein ehrenvolles Amt zu übernehmen.

Doch da geschah der Mord an dem Mädchen Gritli Moser. Ein Hausierer hatte die Leiche des Mädchens gefunden. Der Hausierer war schon vorbestraft wegen einem Sittlichkeitsdelikt an einer Vierzehnjährigen. Man ließ ihn überwachen, tat es jedoch so ungeschickt, daß die Leute des Ortes es schnell mitbekamen und den Hausierer für den Mörder hielten. Sie wollten, daß er ihnen herausgegeben wurde und sie ihn selber richten konnten.

Matthäi schaffte es jedoch sie zu überzeugen, daß erst geprüft werden muß ob er es denn auch wirklich war. Einen Menschen zu unrecht zu verurteilen, obwohl einige Tatsachen dafür sprechen ( das Mädchen wurde mit einer Rasiermesser getötet und der Hausierer verkauft selbige, auch fand man Blut an seiner Kleidung) wäre wohl der größte Fehler den es gibt.

Er hatte den Eltern der Gritli Moser beim Überbringen der furchtbaren Nachricht bei seiner Seligkeit versprochen den Mörder zu finden. Also machte er sich nicht auf den Weg zum eigentlichen Höhepunkt seiner Karriere nach Jordanien, sondern blieb und nahm sich des Mordfalles an.

Ich möchte hier auf hören zu erzählen, weil sonst die ganze Spannung raus ist und ihr euch das Buch nicht mehr kaufen braucht. Holt es euch einfach und lest es, wenn ihr wissen wollt wer der Mörder ist oder ob er überhaupt gefaßt wurde.

Ich finde dieses Buch recht schön geschrieben.Hat man es einmal angefangen zu lesen kann man eigentlich erst aufhören, wenn man durch ist. Mir ging es jedenfalls so, ich habe es in einem Ritt gelesen. Diese Verbrechen sind ja das schlimmste was einem passieren kann. Es ist sicher nicht nur für die Angehörigen die absolute Hölle. Ich stelle mir es auch für die Polizei sehr schwierig vor die furchtbare Nachricht überbringen zu müssen und den Eltern das Versprechen zu geben , den Mörder zu finden, damit er seine gerechte Strafe erhält. Ein Mensch mit sehr schwachen Nerven kann sicherlich jede Realität verlieren und sich total hinein steigern und sein eigenes Leben somit total verbauen. Zu der Zeit, als der Roman geschrieben wurde war die Kriminaltechnik ja noch nicht so weit wie heute, also gestaltete es sich weit aus schwieriger einen Mordfall zu lösen. Sicherlich wurden früher weit aus mehr Menschen zu unrecht verurteilt, als heute. Man hatte einfach nicht genügend Möglichkeiten Beweise zu sichern um somit einen Täter zu überführen. Auch denke ich war die Aufklärung der Kinder über solche Gewaltverbrechen bei weitem noch nicht so intensiv wie heute, aber es ist einfach wichtig dies zu tun.
Das Buch beschreibt sehr schön den ja fast verzweifelten Versuch des Matthäi den Mörder der kleinen Gritli Moser zu schnappen.

Es ist nur ein Buch, aber ich muß sagen ich habe beim Lesen mitgelitten. Menschen die eine solche Tat begehen gehören einfach nicht in diese Welt. Also laßt verdammt noch mal unsere Kinder in Ruhe !!!

Herkules1970 für dooyoo, yopi und ciao !

Fazit: Das Buch ist sehr bewegend geschrieben.

Name des Mitglieds: Herkules1970