Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend - Andreas Altmann
Idylle pur ? - wohl eher "Gewaltherrschaft" .. - Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend - Andreas Altmann Belletristik
Idylle pur ? - wohl eher "Gewaltherrschaft" .. - Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend - Andreas Altmann Belletristik

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Kurzbeschreibung: Genre: Biografien & Erinnerungen / Jahr: 2011

 
 

Idylle pur ? - wohl eher "Gewaltherrschaft" ..

Produkt:

Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend - Andreas Altmann

Datum: 01.11.11

Bewertung:

Vorteile: siehe Text

Nachteile: siehe Text

Der bekannte Reiseberichterstatter Andreas Altmann bringt ein neues Buch heraus: "Oh", dachte ich und informierte mich ...

Es war dieses Mal kein Reisebericht, sondern ein Erlebnisbericht, ja ein biografischer Tatsachenbericht, dem er sich gewidmet hat. Der Titel ist sehr grass, beschreibt aber, so weiß man nach dem lesen, genau, was er sagen und ausdrücken möchte ....



Daten zum Buch:
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Gebundene Ausgabe: 256 Seiten

Verlag: Piper; Auflage: 4 (August 2011)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 349205398X

ISBN-13: 978-3492053983

Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,6 x 3 cm

PREIS: 19,99 Euro



Der Autor:
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Andreas Altmann war zeitweise als Privatchauffeur, Anlageberater, Buchclubvertreter, Parkwächter oder Schauspieler tätig. Aber das Schreiben ist das, was er wirklich machen wollte. Die Welt bereisen und darüber zu schreiben ist seine Bestimmung. Er ist einer der bekanntesten deutschen Reiseautoren.

Preise: Egon-Erwin-Kisch-Preis



Andere seiner Werke: "Triffst Du Buddha, töte ihn", "Notbremse nicht zu früh ziehen! Mit dem Zug durch Indien", "Sucht nach Leben: Geschichten von unterwegs", "Reise durch einen einsamen Kontinent: Unterwegs in Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien und Chile" u.v.a.m.



Inhaltsabriss:
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Das Buch ist eine frühe Lebensbeschreibung eines Jungen, der in Altötting aufgewachsen ist, in einem erzkonservativen Millieu. In einer deutschen Provinz aufgewachsen kann Altmann sehr viel über Misshandlungen, Demütigungen, die Handlungsweisen von Pfarrern und über verkappte Nazzis schreiben - aus eigenen Erfahrungen ....



Er erzähl von seiner Kindheit und Jugend von seinen Eltern, Lehrern und denen, die ihn begleiteten, er erzählt aber auch und rechnet ab und resümiert, über seine Wandlung, wie er es hat schaffen können vom Opfer - welches als Kind und Jugendlicher hilflos ausgesetzt war, zu einem freien Menschen zu werden, den wir heute kennen.



Ich sage nur: DAS MÜSST IHR LESEN !!!!



Meine Meinung zum Buch:
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Offener, ehrlicher und drastischer könnte man diesen brisanten autobiografischen Inhalt nicht darbieten. Seine Schreibweise passt hier perfekt und hebt sich von anderen positiv ab - so ist meine Meinung !!!



Man schüttelt mit dem Kopf, man ist schockiert, man ist fasziniert und man kann es teilweise kaum glauben, dass so etwas - und das passiert sicher immer wieder und auch heute in dieser Sekunde - wahr ist.



Wir befinden uns in der Zeit nach dem Krieg, eigentlich idyllisch gelegen, der Wallfahrtsort Altötting. Aber es ist brutale Gewalt mit der Altmann abrechnet und über die er nachdenkt und resümiert. Es ist schrecklich und aufrüttelnd zu lesen und man fühlt. Altmann schreibt hart und schonungslos, weil es nur so real rüberkommen kann, wie es halt nun einmal war, warum also verschönern ???



Sein Vater - ein psychisch labiler Mensch und seine Mutter, die keine Kraft hat sich zu wehren .... Er muss viele harte Jahre voller Gewalt ertragen und denkt nun nicht nur über sich und seine Leiden nach, sondern auch, wie es überhaupt so hat kommen können.



Vielleicht hat gerade diese schreckliche Kindheit Andreas Altmann zu diesem standfesten und charakterfesten Menschen werden lassen ???



Auch ein verzeihen ist teilweise innerhalb dieser Aufarbeitung möglich, aber kein vollkommenes ....

Aber das müsst ihr selbst lesen.



Die Schreibweise ist radikal, aber für den Inhalt absolut passend. Altmann bringt auf den Punkt, was es zu sagen gibt und spricht sicher vielen Lesern aus dem Herzen, die Ähnliches erlebt haben. Ich hatte eine glückliche Kindheit und Jugend und bin nach dem Lesen des Buches noch mehr dafür dankbar. Und ich habe auch meiner Tochter eine glückliche Kindheit bieten können (Ihr könnt sie fragen *g*) - auch dafür bin ich in gewisser Weise dankbar, dass ich es geschafft habe, aus ihr einen glücklichen und standfesten Menschen zu machen. Aber wenn ich mir vorstelle, eine solche Kindheit hätte durchleben zu müssen, ich weiß nicht, ob ich es geschafft hätte, herauszukommen und gerade auch dafür zolle ich dem Autor großen Respekt und danke ihm dafür, dass er das Buch geschrieben hat, dass er es vor allem so realistisch, offen und ehrlich geschrieben hat, auch wenn es manchmal hart war, aber so ist es gut.



Es ist für andere Betroffene sicher seelisch sehr positiv, dieses Buch zu lesen, weil er ihnen helfen kann !!!!

Fazit: Leseempfehlung

Name des Mitglieds: HEIDIZ