Das erste Abenteuer - Hermann Hesse
Weltklassiker - Das erste Abenteuer - Hermann Hesse Belletristik
Weltklassiker - Das erste Abenteuer - Hermann Hesse Belletristik

Erhältlich in: 7 Shops

Kurzbeschreibung: Genre: Erzählung / Jahr: 2006

 
 

Weltklassiker

Produkt:

Das erste Abenteuer - Hermann Hesse

Datum: 25.10.09

Bewertung:

Vorteile: lustig, spannend, gut

Nachteile: zu kurz

==Weltklassiker==

Hallo lieber Leser, liebe Leserin.

==ALLGEMEINES==

===Kaufgrund===
Da ich eine absolute Leseratte bin, habe ich mir ein Buch aus meiner Jugend vorgenommen und dies erneut gelesen. Hier möchte ich es euch näher bringen.


===Buchdaten===
Titel: Das erste Abenteuer
Autor: Hermann Hesse
Verlag: rororo
Preis: 8,80DM damals, heute gebraucht ab 5Euro
ISBN: 3499118971
Seitenzahl: 215
Jahr: 1989
Rubrik: Klassiker
Art: Taschenbuch

===Autor===
Hermann Hesse, am 2. Juli 1877 in Calw/Württemberg als Sohn eines baltendeutschen Missionars und der Tochter eines württembergischen Indologen geboren, starb am 9. August 1962 in Montagnola bei Lugano. Er wurde 1946 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Nach einer Buchhändlerlehre war er seit 1904 freier Schriftsteller, zunächst in Gaienhofen am Bodensee, später im Tessin. Er ist einer der bekanntesten deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts.

==NACH DEM LESEN==

===Inhaltsangabe===
Die Erzählungen des dritten Bandes stammen aus Hesses 28. bis 30. Lebensjahr. Nur vier dieser Schilderungen (die Gerbersau-Geschichten "Walter Kömpff" und "Schön ist die Jugend" sowie die Schilderung einer "Fußreise im Herbst" und das Erzählfragment "Berthold") hat er in seine Bücher aufgenommen. Die zwölf anderen fanden sich im Feuilletonteil von Zeitungen und Zeitschriften. Zu den bedeutsamsten von ihnen zählen die beiden lange unbekannt gebliebenen autobiographischen Gerbersau-Erzählungen "In einer kleinen Stadt" und "Hans Dierlamms Lehrzeit" sowie das heitere Bravourstück "Casanovas Bekehrung". Die autobiographische Geschichte "Schön ist die Jugend" ist diejenige von Hesses frühen Erzählungen, die der Autor selbst am höchsten schätzte.

===Leseprobe===
Seite 85: Ich war achtzehnjährig und am Ende meiner Lehrzeit in der Maschinenschlosserei. Seit kurzem hatte ich eingesehen, dass ich es in dem Fache doch nicht weit bringen würde, und war entschlossen, wieder einmal umzusatteln. Bis sich eine Gelegenheit böte, dies meinem Vater zu eröffnen, blieb ich noch im Betrieb und tat die Arbeit halb verdrossen, halb fröhlich wie einer, der schon gekündigt hat und alle Landstrassen auf sich warten weiss.

Wir hatten damals einen Volontär in der Werkstatt, dessen hervorragendste Eigenschaft darin bestand, dass er mit einer reichen Dame im Nachbarstädtchen verwandt war. Diese Dame, eine junge Fabrikantenwitwe, wohnte in einer kleinen Villa, hatte einen eleganten Wagen und ein Reitpferd und galt für hochmütig und exzentrisch, weil sie nicht an den Kaffeekränzchen teilnahm und statt dessen ritt, angelte, Tulpen züchtete und Bernhardiner hielt. Man sprach von ihr mit Neid und Erbitterung, namentlich seit man wusste, dass sie in Stuttgart und München, wohin sie häufig reiste, sehr gesellig sein konnte.

Dieses Wunder war, seit ihr Neffe oder Vetter bei uns volontierte, schon dreimal in der Werkstatt gewesen, hatte ihren Verwandten begrüsst und sich unsere Maschinen zeigen lassen. Es hatte jedesmal prächtig ausgesehen und grossen Eindruck auf mich gemacht, wenn sie in feiner Toilette mit neugierigen Augen und drolligen Fragen durch den russigen Raum gegangen war, eine grosse hellblonde Frau mit einem Gesicht so frisch und naiv wie ein kleines Mädchen. Wir standen in unseren öligen Schlosserblusen und mit unseren schwarzen Händen und Gesichtern da und hatten das Gefühl, eine Prinzessin habe uns besucht. Zu unseren sozialdemokratischen Ansichten passte das nicht, was wir nachher jedesmal einsahen.

Da kommt eines Tags der Volontär in der Vesperpause auf mich zu und sagt: »Willst du am Sonntag mit zu meiner Tante kommen? Sie hat dich eingeladen.«

»Eingeladen? Du, mach keine dummen Witze mit mir, sonst steck' ich dir die Nase in den Löschtrog.« Aber es war Ernst. Sie hatte mich eingeladen auf Sonntagabend. Mit dem Zehnuhrzug konnten wir heimkehren, und wenn wir länger bleiben wollten, würde sie uns vielleicht den Wagen mitgeben.


===Meine Meinung===
Als ich das Buch aus den Karton genommen habe, kamen alte Erinnerungen an frühere Stöbergänge in Buchläden. Dort habe ich damals dieses Buch entdeckt und mir gekauft, da ich einfach mal ein Buch von einem so bekannten Autoren lesen wollte.

Der Einstieg in die Geschichten ist sehr einfach, da der Autor eine eingängige Sprache hat, die den Leser fesselt. Er beschreibt alles sehr bildhaft, so dass man sich gut in die damalige Zeit versetzen kann, auch wenn man sich damit überhaupt nicht auskennt. Es sind einfache, aber interessante Geschichten, die humorvoll, etwas spannend, aber trotzdem total schön beschrieben sind.

Die Geschichten haben eine Länge von 5-20 Seiten. Daher kann man das Buch sehr gut unterwegs lesen, aber auch einfach mal eine oder zwei Geschichten, wenn man zu Hause gerne etwas Lesen möchte

Gelesen habe ich das Buch in vier Tagen, da ich einfach nicht sehr viel Zeit zum Lesen hatte, aber die Geschichten sind so gut, dass man das Buch auch viel schneller lesen kann.

Vom Alter her würde ich sagen, dass es hier keine Einschränkung gibt. In meiner Parallelklasse wurde das Buch damals in der achten Klasse als Lektüre durch genommen, von daher eignet es sich auch für den Schulunterricht.

Empfehlen kann ich das Buch jeden, der gerne liest und einfach mal einen wirklich guten Klassiker lesen will. Man merkt gar nicht, dass er vor so vielen Jahren geschrieben wurde.

===Bewertung===
Von mir erhält das Buch volle fünf Sterne, da es einfach ein sehr guter Klassiker eines berühmten Autoren ist.

Pro: lustig, spannend, gut
Contra: zu wenig Geschichten

Danke fürs Lesen und Bewerten.


Eure Sarah

Fazit: sollte man kennen

Name des Mitglieds: CyberQueeny