
Kurzbeschreibung: Weitbrecht Verlag
Clever geschrieben...
Produkt:
Das Druidentor (Hohlbein, Wolfgang)
Datum: 19.06.00, geändert am 19.06.00 (10 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Der Weg zum Ende ist nicht sofort zu durchschauen, Clevere Raum- und Zeitsprünge
Nachteile: Nicht unbedingt ein Kinderroman
Das Druidentor beschreibt letztendlich ein zur Zeit nicht bekanntes Problem, einen Zeitsprung anhand eines vom Berg ausgehenden Zeitrisses. Dieser Riss hat sich allerdings anfangs noch nicht komplett geöffnet, so daß Personen oder Dinge nur punktuell verschwinden, viel später als angenommen wieder aus dem Berg ( einer Tunnelbaustelle ) auftauchen oder daß sie einfach in einem wesentlich älteren ( z.B. der ICE etwa 200 Jahre älter ) Zustand vorgefunden werden.
Eine mögliche Lösung der Vorkommnisse wird den Protagonisten und somit auch dem Leser glücklicherweise erst recht spät deutlich erscheinen. Hohlbein versteht es in dem Roman den Leser vorher durch Zeitsprünge (ICE-Vorkommnis in Gegenwart; Warsteins Arbeiten im Tunnel in älterer Vergangenheit) und durch Sprünge zwischen verschiedenen Gruppen mit unterschiedlichen Interessen in einen Bann zu ziehen, der einen so schnell nicht vom Buch loslässt.
Welche Gruppe wird am Ende Ihre Interessen durchgesetzt haben? Welche Interessen sind die am Sinnvollsten und sollten sich durchsetzen? Welche genaue Rolle spielt der Berg? Wird Warstein seine Kämpfe mit dem Berg, der Liebe und dem Alkohol gewinnen? Etc.
Hohlbein beschreibt die Landschaft in ihrer vollen, natürlichen Schönheit und man möchte zwischendurch meinen, man habe den ganzen Berg in sein Herz geschlossen. Jedoch kurze Zeit später schon beschreibt er dann die in gewissen Abständen auftretenden Vorkommnisse mit einer solch faszinierenden und brutalen Genauigkeit, daß es dem Leser das Blut in den Adern gefrieren läßt.
Fazit:
Name des Mitglieds: BackstreetDieter
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