
Kurzbeschreibung: Weitbrecht Verlag
Von Druiden und Toren
Produkt:
Das Druidentor (Hohlbein, Wolfgang)
Datum: 06.04.11
Bewertung:
Vorteile: Aufmachung, Stil, Schreibstil, Verwirrung
Nachteile: manche Stellen langatmig, Geschmackssache
"Der Mensch ist nicht mehr Herrscher über die Urgewalten" - So beginnt es beim Klappentext. Was ich da weiter lese, klingt zwar nicht wirklich beeindruckend, aber zunächst interessant und spannend. Warum sollte ich dieses Buch verschmähen - ein Einblick sollte es wert sein. Nun konnte ich es endlich aus der Hand legen.
Was ich davon halte? Lest einfach weiter.
Das Druidentor
~+~ Autor ~+~
Wolfgang Hohlbein, der 1953 in Weimar geboren worden ist, ist deutscher Schriftsteller in den Genres Horror-, Science-Fiction- und Fantasyliteratur.
Sein Durchbruch gelang ihm 1982 mit dem zusammen mit seiner Frau verfassten Roman Märchenmond.
~+~ Klappentext ~+~
Beim Bau des Eisenbahntunnels durch das Bergmassiv bei Ascona ereignen sich unerklärliche Dinge. Aber niemand außer dem jungen Ingenieur Warstein will die bedrohlichen Vorgänge im inneren des Berges wahrhaben - bis zur ersten Testfahrt des ICE, drei Jahre später: Der moderne Hochgeschwindigkeitszug bleibt, um 200 Jahre gealtert, als Haufen Schrott im Tunnel stecken. Die 34 Insassen sind bereits mumifiziert.
~+~ Eckdaten ~+~
1. Taschenbuch: 542 Seiten
2. Verlag: Heyne; Auflage: 28. A. (1993)
3. Sprache: Deutsch
4. ISBN-10: 3453088433
5. ISBN-13: 978-3453088436
~+~ Inhalt ~+~
Um den Stau und zähfließenden Verkehr auf den Routen nach Italien entgegenzuwirken, baut die Schweiz einen Eisenbahntunnel durch das Gebirgsmassiv Gridone oberhalb des Touristenortes Ascona. Aber bereits beim Bau der Strecke ereignen sich merkwürdige Dinge; die Zeit innerhalb des Massivs scheint manchmal stehen zu bleiben oder rückwärts zu laufen.
Das Unvorstellbare geschieht drei Jahre später, nach der Eröffnung der Bahnstrecke: Ein teurer High-Tech-ICE der deutschen Bahn bleibt im Tunnel stecken. Die Retter finden ein ebenso unmögliches wie erschreckendes Bild vor. Statt des neuwertigen Zuges findet man ein schrottreifes Fahrzeig mit mumifizierten Leichen vor.
Frank Warstein, der Vermessungsingenieur des Bauprojektes, den Bauleiter Franke in den Ruin getrieben hatte, ist wenig erfreut, als ihn die Frau eines ehemaligen Kollegen bittet, ihr auf der Suche nach ihrem Mann zu helfen, der sich wieder zum Berg begeben hat. Frank ist zunächst misstrauisch, aber dann siegt seine Neugier; er will endlich die Wahrheit über den rätselhaften Tunnel erfahren.
Auf der Reise zu diesem Ort werden sie von einem nach einer Story hungerden Journalist begleitet. Die Reise erscheint alles andere als einfach, denn Franke macht den Dreien die Sache nicht gerade einfach.
Gelingt jeden sein Vorhaben? Was passiert noch rund um den Tunnel in dem Bergmassiv?
~+~ Mein Urteil ~+~
Wie bereits erwähnt, empfand ich den Klappentext nicht gerade so als müsste ich dieses Buch unbedingt lesen. Dennoch reizte es mich schon, in dieses Buch hinein zu lesen, was ich natürlich auch getan habe.
Die ersten Seiten empfand ich nicht gerade als Fantasy, sondern eher wie ein schlechter Krimi. Dennoch quälte ich mich durch, auf der Hoffnung, doch noch an diesen Buch Gefallen zu finden. Umso weiter ich mich vorwärts arbeitete, umso interessante empfand ich es. Zwischenzeitlich kam ein Hauch von Spannung auf. Aus dem schlechten Krimi wurde zunehmends ein Fantasyroman, in dem man getrost reinschauen kann. Neben einen fließenden Schreibstil empfand ich die Aufmachung an manchen Sachen klasse. Gerade manche Sachen hat Hohlbein so beschrieben, das man an manchen Stellen gedacht hat, man steht mitten im Geschehen. Etwas verwirrend empfand ich die einzelnen Zeitsprünge, die der Autor eingebaut und somit den Leser zwingt, das Buch auch ja bis zum Ende zu lesen. Dennoch hatte ich hin und wieder ganz schön zu knappern und auch zu kämpfen. Ich emfand, das er manche Passagen zu lang hat erscheinen lassen, was mir ein wenig die Lust am Lesen genommen hat und ich mich so mit dem Buch einen Monat hingezogen habe.
Trotz mancher Stellen, die ein wenig makaber und gewaltig rüberkommen, ist es gerade ab einem jugendlichen Alter von jedem lesbar. Denn gerade positiv ist mir aufgefallen, was der Autor dem Leser mitteilen will. Des weiteren hat er klasse einen Krimi und Fantasie miteinander verknüpft. Auch die Spannung wurde bis zum Schluß gehalten.
Auch wenn es mir nicht 100 Prozent gefallen hat, ist dieses Buch wert, zumindest einmal gelesen zu werden.
Fazit: Geschmackssache
Name des Mitglieds: jacquelinestauch
Weitere Testberichte: im Bereich Belletristik


11.04.11
Mir gänzlich unbekannt