Das Blut - Guillermo Del Toro
Nicht unspannend - Das Blut -  Guillermo Del Toro Belletristik
Nicht unspannend - Das Blut -  Guillermo Del Toro Belletristik

Erhältlich in: 7 Shops

Kurzbeschreibung: Genre: Horror / Jahr: 2012

 
 

Nicht unspannend

Produkt:

Das Blut - Guillermo Del Toro

Datum: 18.02.12

Bewertung:

Vorteile: guter Folgeband

Nachteile: nicht wirklich innovativ

War der erste Band dieser neuen Vampir- Trilogie durch Längen gekennzeichnet, die dem Leser einiges abverlangte, wird man beim zweiten Band zumindest durch viel Action und eine rasante Handlung belohnt.

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Um was geht es?

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In Band 1 (Die Saat) erreicht ein alter Vampir New York und beginnt nach und nach, zunächst Manhattan, dann den Rest der Welt zunehmend zu Vampiren zu wandeln. Dazu genügt der Biss des Vampirs, dementsprechend fix hat die Stadt schon recht schnell ein Untotenproblem.
Verschiedene Personen stellen sich dem Problem, werden aber der Plage nicht Herr. Nach und nach versinkt die Welt im Chaos.
Ephraim Goodweather und Abraham Setrakian bilden den Kern des Widerstandes gegen die Vampirbrut, die Rückendeckung aus den obersten Schichten erhält, denn im Hintergrund, das erfährt der Leser schon im ersten Band, steht ein Geschäft: Die Unsterblichkeit für eine bestimmte Person gegen den Tod des Rests der Welt.
Abraham Setrakian bringt dabei das Wissen ein, dass er als Zeuge des Vampirunwesens in den 40er Jahren des 20 Jahrhunderts sammeln musste und seinem anschlie0enden Kampf gegen das Böse.
Ephraim Goodweather muss selbst bekehrt werden, glaubt er doch der Geschichte des alten Mannes zunächst nicht. Er selbst muss aber einen hohen Preis zahlen, verliert er doch seine Frau an die Untoten.
Im zweiten Band steht New York und steht die Welt Kopf. Weltweit gibt es Häufungen von vermissten Personen, Städte sind tagsüber menschenleer, dafür nachts bevölkert. Ephraim Goodweather und Abraham Setrakian setzen alles daran, einen bestimmten Vampir zu Strecke zu bringen, nämlich denjenigen, der sich an die alte Regel des Gleichgewichts nicht halten will. Während die "alten" Vampire sehr wohl darauf bedacht sind, ihre Futterquelle nicht zu zerstören und deswegen auch jedes Opfer nach dem Blutmahl so töten, dass diese nicht zu Vampiren werden können, gibt es einen, der zum einen die Menschheit ausrotten will, zum anderen die anderen alten Vampire ausmerzen.
In dem scheinbar hoffnungslosen Kampf gibt es aber zum einen unverhoffte verbündete und zum anderen ein geheimnis- und sagenumwobenes Buch, dass die Lösung der Vampirplage beinhaltet. Aber in den Besitz des Buches zu kommen ist die eine, das Buch zu übersetzen eine ganz andere Sache.
Und je länger das Team rund um die beiden Hauptpersonen benötigt, der entscheidenden Antwort auf die Frage nach der Vernichtung der Vampire auf die Spur zu kommen, um so mehr Vampire gibt es und um so weniger Menschen......



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Meinung

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War der erste Band bisweilen fad und langatmig und ohne Höhepunkte, nimmt die Geschichte im zweiten Band durchaus Fahrt auf. Zwar wird nicht wirklich ein literarischer Tiefgang erreicht, allerdings überschlagen sich die Ereignisse, ergibt sich ein Strudel aus Katastrophen, die die Handlung Schnellzugmäßig weiterreißen.
Das Team rund um Ephraim Goodweather und Abraham Setrakian wird in verschiedene spannende und scheinbar ausweglose Situationen gebracht, man kommt dem bösen Vampir auf die Schliche, bekommt ihn aber noch nicht zu fassen, kann der Vampirbrut einige empfindliche Schläge versetzen, steht aber immer noch da wie ein Wanderer einer Tsunamiwelle gegenüber.
In Band zwei geschieht aber auch etwas Interessantes: Obwohl das Vampirthema nun literarisch sicher nicht weiterentwickelt wird sondern vor allem als Schreckgebildet verwendet wird, um einen heißen Plot zu erhalten, stört man sich nicht mehr so daran wie im ersten Band. Egal nun, ob Untote oder andere mystischen Wesen, die Handlung wird so spannend, dass vieles des aufgesetzt wirkenden denn nicht mehr so arg ins Auge fallen bzw. durch die Handlung kaschiert wird.

Der Vampirstoff dient hier als Bühne für ein Schreibprojekt, nicht umgekehrt, was Fans des Genres und Kenner des Stoffes sicherlich das Buch ärgerlich in die Ecke werfen lassen dürfte.
Wer allerdings auf rasante Storys steht, wie sie die Terminatorreihe als Filmprojekt zu bieten hatte, wer den Kampf von ganz wenigen Guten gegen ganz wenige Böse mag und wen dabei das eine oder andere an Fragzeichen bei der Konstruktion der Handlung nicht so arg stören mag, der wird den zweiten Band sicherlich als spannende Lektüre empfinden.
Autoren

Guillermo Del Toro (Drehbuchautor) und Chuck Hogan (Krimiautor) haben gemeinsam das Trilogie-Projekt aufgenommen. Wie schon bei Band 1 wird auch in diesem Band deutlich, dass durchaus eine Verfilmung Ziel des Projektes ist. Zu konkret sind die Schritte abzulesen, wie sie als Film umgesetzt werden könnten, allerdings hat man als Leser schon Angst und Bange, eine entsprechende Billigproduktion im Fernsehen lauen zu sehen.
Wie dem auch sei, in den USA waren die drei Bücher nicht unerfolgreich, durchaus Bestseller, nicht aber ganz oben platziert.
Schade insgesamt ist nur, dass Band 1 und 2 der Trilogie einiges an Tiefer vermissen lassen.



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Die Trilogie

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Bd. 1 Die Saat (9,99 Euro)
* ISBN-13: 9783453435186
* ISBN-10: 3453435184
Bd.2 Das Blut (8,99 Euro)
* ISBN-13: 9783453527324
* ISBN-10: 3453527321

Bd.3 Die Nacht (erscheint im März / April 2012 als HC) (19,99 Euro)
* ISBN-13: 9783453266506
* ISBN-10: 3453266501



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Fazit

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Nicht wirklich innovative, diesmal aber mit einer interessanten Handlung, ist der zweite Band der Trilogie der beiden Autoren durchaus gelungen. Zwar mögen Vampirexperten die Kost als schal und langweilig empfinden, denn die Vampire dienen nur als Antrieb für die Schreckensbilder, dennoch ist das Buch kurzweilig und spannend zu lesen.

Michael

Fazit: lesenswert

Name des Mitglieds: mgering1