

Kurzbeschreibung: Genre: Belletristik / Erscheinungsjahr: 2005 / Was tun, wenn man für sein Leben gern kocht, aber niemand es weiß? Man unsterblich in das süßeste Mädchen der Welt verliebt ist, aber sich nicht traut es ihr zu sagen? Der beste Freund einen um Hilfe bittet, weil ... mehr
Die Liebe schmecken mit Büchern?
Produkt:
Cyril - Tucker Shaw
Datum: 07.01.12, geändert am 07.01.12 (59 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: s. Bericht
Nachteile: s. Bericht
Liebe Leser und Leserinnen,
ein neuer, hoffentlich für euch lesenswerter, Testbericht. Viel Vergnügen beim Lesen, Bewerten und Kommentieren!
--- Einleitung ---
Ich weiß ja nicht, wie es bei anderen Jugendlichen ist, die noch Zuhause bei ihren Eltern wohnen. Ich darf mir aber das ein oder andere Mal anhören, dass ich ja noch nicht kochen könne. Dabei bekomme ich hier Zuhause auch nicht wirklich die Gelegenheit dazu. Wenn ich wegfahre, bin ich eigentlich immer ein Fan von Selbstversorgerhäusern, so dass ich mit meinem Freund auch schon ein Wochenende im Center Parcs verbracht habe und uns beide bekocht habe. Alles ist nicht glatt gelaufen, doch mein Freund und ich waren zufrieden und sogar meine Mama hat mal nichts gesagt. So kann es gerne öfters sein. Letztens habe ich dann auch noch ein paar Rezepte in "Cyril oder: Wie schmeckt die Liebe?" gefunden und mir vorgenommen sie nachzukochen und backen.
--- Wege zum Buch ---
Tatsächlich. Ein Spontankauf findet sich hier auch endlich mal wieder. Eigentlich kaufe ich Bücher nie spontan, aber als ich an einem schönen Tag in Köln mit meiner Schwester bummeln war, habe ich dieses Buch tatsächlich gesehen und gekauft! Mir hat das Cover und der Klappentext auf Anhieb sehr gut gefallen, so dass ich nicht anders konnte, um mein mickriges Schülertaschengeld in ein Buch zu stecken, von dem man nicht weiß, was man erwarten kann.
--- Inhalt ---
Cyril hat es nicht einfach. Er ist übergewichtig und verliebt. Und er weiß, dass beides nicht zusammen passen kann. Rose, seine Traumfrau, ist seine allerbeste Freundin und so weiß er, auf welche Typ Mann sie steht. Und dick gehört da nicht dazu. Also übt Cyril einfach weiter fleißig Kochen und Backen um am AICA aufgenommen zu werden, der besten Kochschule der Welt. Und er ist auch jetzt schon ein Meisterkoch. Doch außer seiner Familie und seinem besten Freund Nick, der nach New York gezogen ist, weiß das keiner. Bis Nick plötzlich wieder auftaucht und sich auch in Rose verliebt. Und Nick findet heraus, dass Rose auf gutes Essen steht. Und wieso sollte sein bester Freund ihm da nicht helfen? Ist ja schließlich nichts dabei, oder?
--- Fakten ---
Preis: 12,90
Erschienen: Juni 2005
Seiten: 217 Seiten
Autor: Tucker Shaw
Verlag: Arena
ISBN: 3401024590
--- Meine Meinung ---
Cyril hat eine Leidenschaft und zwei Lieben: das Kochen und Rose. Die Liebe und Leidenschaft, die das Kochen ist, kann er ausleben, wenn auch nicht ganz unbeschwert. Mit Rose allerdings kann er nicht zusammen sein, sondern nur befreundet. Und das Kochen, das ist auch so eine Sache. Weil Cyril übergewichtig ist, glaubt er, dass es besser ist, wenn seine Schulkameraden und Freunde nicht wissen, dass er sehr gerne kocht. Das Kochen sogar sein Hobby ist. Nicht nur sein Hobby, sondern eben doch viel mehr. Dass er selber Koch werden will. Das wäre sicher sein Tod in der Schule. Klar, passt ja auch super zusammen: ein dicker Junge, der so viel kocht, dass er immer dicker wird. Eigentlich ist Cyril nicht ängstlich wegen Hänseleien, aber er will sich das einfach nicht geben. Lieber bleibt er der unscheinbare Junge, der beim AICA als Aushilfe in der Küche jobbt und spült und heimlich verliebt ist in Rose. Die ahnt von alledem nichts und kann immer auf ihren besten Freund Cyril zählen!
Eines Tages taucht Nick wieder auf. Nick, der jahrelang weg war, sich nicht gemeldet hat, weil er mit seiner Mutter nach New York ziehen musste. Cyrils ehemaliger bester Freund und der einzige, der von seiner Kochleidenschaft weiß und wusste. Er liebt alles, was Cyril kocht und backt und ist sein heißester Freund. Nick lässt sich also quasi immer gerne bekochen. Nach Jahren der Stille zwischen den beiden Freunden ist Nick plötzlich, mir nichts dir nichts, wieder da. Und nicht, dass er einfach nur da ist, Cyril hat keine Chance ihn als besten Freund wieder richtig zu akzeptieren, denn Nick kommt und tut, als sei es erst Gestern gewesen, dass er abgereist ist. Da er direkt auf Rose trifft, flirtet er mit ihr, was sowohl Cyril, als auch Jamie, Roses beste Freundin, nicht passt. Die Chance Nick zu sagen, dass er Rose liebt, hat Cyril nicht wirklich. Aber selbst wenn, er würde sich einfach nicht trauen. Und so kommt Nick auf die "fantastische" Idee, dass Cyril doch für ihn und Rose kochen könnte. Cyril gefällt diese Idee eigentlich nicht, aber Nick ist gleich Feuer und Flamme. Und weil Cyril seine Liebe zu Rose nicht verraten will, ist das der Preis, den er zahlen muss.
Obwohl Nick kein wahrer Freund mehr für Cyril ist, fühlt er sich immer noch wohl. Bis die Sache mit dem Kochen für Rose kommt. Ihm ist klar, dass er selbst niemals ein Date mit Rose haben wird und so auch keine Chance zu kochen, trotzdem fühlt er sich bei dem Gedanken, für das Mädchen seiner Träume zu kochen und ihr vorzumachen, dass es Nick sei, der so kocht, nicht wohl. Rose hat das auch nicht verdient. Sie ist ein sehr warmherziger Mensch und keiner von diesen Teenagern, die immer nur schauen, dass sie das Neuste vom Neusten anhaben und top aussehen. Rose zieht sich an, wie es ihr passt und sie sieht trotzdem gut aus. Außerdem ist sie Vegetarierin und kommt im Buch auch als wirklich nettes Mädchen rüber. Vielleicht nicht die hübscheste, nicht die beste, aber eine Freundin, wie man sich sie wünscht. Sie würde niemals auf die Idee kommen jemanden nur aufgrund von Äußerlichkeiten zu diskriminieren oder auszustoßen. Sie hat wirklich für jeden Verständnis, solange es mit Ehrlichkeit zugeht. Und eines zeichnet sie auch noch aus: sie liebt gutes Essen! Als dieser Nick kommt und für sie kocht, ist sie beeindruckt, doch der Funken der Liebe strömt nicht zu Nick rüber. Vielleicht liegt das auch daran, dass ihre letzte Beziehung noch nicht so lange her ist, vielleicht aber auch einfach daran, dass irgendetwas nicht stimmt...
Das Buch handelt nun wirklich viel vom Kochen und das Besondere an dem Buch ist, dass alle Kapitel den Namen eines von Cyrils Gerichten tragen. Und nicht nur das: die passenden Rezepte gibt es dann gleich nach jedem Kapitel. Das finde ich nicht nur toll, sondern auch ziemlich kreativ. Ich werde definitiv mal einige Gerichte probieren. Sie klingen im Buch schon so lecker, vor allem die Küchentischkekse! Auf die bin ich jetzt schon besonders heiß! Bis jetzt bin ich noch nicht dazu gekommen davon etwas nachzukochen beziehungsweise nachzubacken, aber die Rezepte waren ein Grund, warum ich mir das Buch überhaupt selbst gekauft habe! Ich finde einfach, dass das eine ganz tolle und pfiffige Idee ist!
Ein Thema in dem Buch finde ich besonders toll. Es ist zwar nur unterschwellig da, aber es bedeutet mir doch sehr viel. Es ist das Thema mit den Vorurteilen, speziell gegen Dicke. Zwar taucht explizit kein einziges Vorurteil auf, aber Cyril kennt sie und fürchtet sich vor ihnen. Er hat keine Lust abgestempelt zu werden. Er ist nicht dick, weil er so viel kocht. Er befürchtet aber, dass alle das von ihm denken werden. Denn eigentlich hat er gar kein Problem mit seiner Figur, er findet sich eigentlich sogar gut, so wie er ist, er hat nur Angst, dass alle ihn und das Kochen abstempeln werden. Und das finde ich richtig schade! Wenn jemand ein Talent wie Cyril hat, muss er das ja nicht in der ganzen Welt posaunen, aber dafür schämen, das sollte man sich auch nicht! Im Gegenteil. Cyril sollte verdammt stolz auf das sein, was er kann! Und dieses ist nun einmal erbarmungslos genial und gut zu kochen. Ohne wenn und aber.
Das Ende hat mir sehr gut gefallen. Es war nicht gekünstelt und aufgebauscht. Cyril kommt nicht hin, verrät alles, Rose erkennt es und verliebt sich in ihn. Nein, er geht auch nicht zur Aufnahmeprüfung des AICA und sagt: "Hey, ich kann es" und schafft die Prüfung. Nein, so einfach ist es nicht. Und gerade weil es nicht so einfach ist, finde ich das Buch richtig genial. Ein gutes Buch sollte auch immer einen guten Abschluss haben. Einen Abschluss, der die ganze Geschichte noch einmal abrundet ohne sie kaputt zu machen und das ist hier sehr gut gelungen! Zwar könnte es vielleicht dem ein oder anderen doch eine Spur zu perfekt sein, ich sehe das aber nicht so, da das Ende auch noch ein wenig offen gelassen ist.
Der Sprachstil ist toll. Mal ehrlich. Für ein Jugendbuch hat es mir sehr gut gefallen. Ich denke, dass dieses Buch für Jugendliche mit 12 Jahren fast genauso gut geeignet ist, wie für Leute in meinem Alter. Mir hat das Lesen absoluten Spaß gemacht. Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich jeden Tag ein solches Buch lesen würde, da sich mein Büchergeschmack die letzten Wochen und Monate erweitert hat, aber ich bin trotzdem froh, dass ich es gekauft habe, da ich es nett zu lesen finde und es einfach Spaß gemacht hat.
Insgesamt würde ich das Buch wirklich weiterempfehlen. Es ist zwar ein Jugendroman, aber keiner von diesen 08/15 Büchern, die so ziemlich jeder in seiner Jugend gelesen hat. Es gibt also auch heute noch Bücher, die richtig gut werden können. Und dieses hier gehört dazu. Ich schwanke zwischen drei und vier Sternen und entscheide mich für drei, aber man sollte dazu wissen, dass es wohl eher drei und ein halber Stern sind. Man sollte das Buch auf jeden Fall mal lesen oder verschenken, denn es wird bestimmt Spaß machen es zu lesen. Und die Rezepte nachzubacken und nachzukochen ist bestimmt auch lustig. Einfach paar Freunde einladen, Küchentischkekse backen und danach zusammen mampfen!
--- Fazit --
Ein tolles Buch mit interessanten Rezepten zum nachbacken und nachkochen! Ein wenig wünscht man sich, dass Cyril sie einem serviert!
Liebe Grüße, Cicila
Fazit: Ein tolles Buch mit interessanten Rezepten zum nachbacken und nachkochen! Ein wenig wünscht man sich
Name des Mitglieds: Cicila


27.01.12
kv, lg