Chill mal, Frau Freitag - Frau Freitag
Ein Spast ist ein kleiner Vogel ... - Chill mal, Frau Freitag - Frau Freitag Belletristik
Ein Spast ist ein kleiner Vogel ... - Chill mal, Frau Freitag - Frau Freitag Belletristik

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Kurzbeschreibung: Genre: Humor / Satire / Jahr: 2011 / Aus dem Alltag einer unerschrockenen Lehrerin

 
 

Ein Spast ist ein kleiner Vogel ...

Produkt:

Chill mal, Frau Freitag - Frau Freitag

Datum: 04.04.11, geändert am 24.10.11 (219 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Szenen zum Lachen

Nachteile: zu viele Wiederholungen

*** Angaben zum Buch ***

Autor: Frau Freitag
Titel: Chill mal, Frau Freitag: Aus dem Alltag einer unerschrockenen Lehrerin
Originaltitel: -
Verlag: Ullstein
Erschienen: 11. März 2011
ISBN-10: 3548373992
ISBN-13: 978-3548373997
Seiten: 336
Einband: Taschenbuch
Serie: -
Preis: 9,99 Euro
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*** Autorenportrait ***
Frau Freitag, geboren 1968, wollte schon immer Lehrerin werden. Seit zehn Jahren unterrichtet sie Englisch und Kunst. Sie ist Klassenlehrerin einer überdrehten, dafür recht leistungsschwachen 9. Klasse und sie lebt in einer deutschen Großstadt.

Quelle: Verlagsseite
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*** Inhaltsangabe ***
»Hitler hat die Mauer gebaut«, glauben Abdul und Ronnie. Esra stylt sich im Disco-Islam: rosa oder türkis mit Glitzer und natürlich Kopftuch. Und Samira, die Klassenqueen, kann sich keine Sekunde von ihrem Handy trennen und hält hyperaktive Siebtklässler in Schach. An Frau Freitags Schule geht es immer voll ab. Ihr Alltag als Lehrerin ist absurd-komische Realsatire - verrückt, anrührend und vor allem sehr lustig. Aber Frau Freitag findet: Ich habe den schönsten Beruf der Welt.

Quelle: Verlagsseite
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*** Mit meinen Worten ***
Eine der Lieblingsbeschimpfungen aller Schüler ist ja Spast. Jedes Mal, wenn ich das Wort höre, frage ich die Schüler: "Weißt du denn, was ein Spast ist?" Und ich bekomme immer die gleiche Antwort: "Ja, klar. Ein Spast ist ein kleiner Vogel." Da steht also ein riesiger arabischer Schüler vor mir, wahrscheinlich mit Totschläger und Messer in der Tasche und einer kiloschweren Schüler- und Polizeiakte, und denkt, ein Spast sei ein kleiner Vogel.

Dieser Absatz ist auf der Rückseite des Buches "Chill mal, Frau Freitag" zu lesen. Wer dann noch einmal einen Blick auf das doch sehr auffällige Cover wirft, versteht, warum dort ein Vogel mit Cappy und Goldkettchen abgebildet ist. Das Cover überzeugt mit sehr kräftigen und schrillen Farben, der Inhalt dagegen ist zwar auch sehr schillernd beschrieben, kann aber leider nicht vollständig überzeugen. Das mag vielleicht ein Grund sein, warum Frau Freitag sich ein Pseudonym zugelegt hat und auch die Stadt, in der sie lebt, nicht preisgeben mag. Die Tatsache, dass ihre Klasse fast nur aus Schülern mit Migrationshintergrund besteht und sie Lehrerin in einer deutschen Großstadt ist, lässt jedoch darauf schließen, dass es sich hier um Berlin handelt.
Das Buch besitzt kein Grundgerüst, sondern ist einfach nur eine Aneinanderreihung von willkürlichen Situationen, die mal mehr und mal weniger lustig sind. Ich denke, dass man es als Lehrerin an deutschen Schulen heute bestimmt nicht leicht hat und Frau Freitags Erzählungen zum großen Teil auch zutreffen. Trotzdem wurde ich den faden Beigeschmack nicht los, dass die gute Dame den ein oder anderen Teil großzügig ausgeschmückt oder sogar erfunden hat. Die witzigen Szenen, die einem ein Lachen entlocken, sind klasse und waren für mich auch Grund, warum ich das Buch bis zum Schluss gelesen habe. Aber viele Szenen haben mir nicht einmal ein Schmunzeln entlocken können und ich habe mich des Öfteren gefragt, ob die Autorin in ihrem Beruf vielleicht schon Schaden genommen hat, wenn ich an den Slang denke, den sie selber teilweise übernommen hat. Man kann zwar über lustige Dinge schreiben, sollte sich selber aber nicht lächerlich machen, in dem man in eine Kindersprache verfällt.

Ich war teilweise schon echt genervt von den vielen Wiederholungen, die immer das Thema Noten und Berufswunsch betreffen. Einmal reicht, dann ist der Gag alt und wenigstens ich konnte nicht mehr darüber lachen. Ich hätte mir eine etwas seriöser auftretende Autorin gewünscht. Der Sarkasmus mit dem sie ihre Liebe zu ihrem Beruf beschreibt war manchmal schon regelrecht peinlich. Dabei habe ich mich eigentlich ganz gut unterhalten gefühlt. Schöner wäre es allerdings gewesen, wenn das Buch 100 Seiten weniger gehabt hätte, dann hätte ich mich zum Schluss nicht ganz so quälen müssen.
Schultechnisch hätte das Buch von mir wohl nur ein ausreichend bekommen. Hier würde ich 2,5 Sterne vergeben - da das leider nicht geht, entscheide ich mich trotzdem für 3 Sterne, weil der Schmunzelfaktor vorhanden ist und die Erzählungen nicht unbedingt uninteressant. Meine Erwartungen nach einer Leseprobe des Buches waren allerdings höher. Das mag vielleicht daran liegen, dass in der Leseprobe schon die witzigsten Stellen vorkamen und der Rest daneben etwas blass aussieht. Mein Fazit: Ganz nett zu lesen - aber nicht mehr!

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Dieser von mir verfasste Bericht erscheint auch auf anderen Plattformen.
© M. Schulte - März 2011

Fazit: Können kann man schon - müssen muss man nicht!

Name des Mitglieds: goat

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