Blutige Anfänger (Graham, Caroline)
Moderne Agatha Christie - Blutige Anfänger (Graham, Caroline) Belletristik

Kurzbeschreibung: Goldmann Wilhelm Verlag

 
 

Moderne Agatha Christie

Produkt:

Blutige Anfänger (Graham, Caroline)

Datum: 29.04.01, geändert am 29.04.01 (82 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: nicht grausam, fast unblutig, typisch englischer Krimi a la Christie

Nachteile: -

Ich habe eine " neue " Autorin entdeckt und möchte sie Euch natürlich nicht vorenthalten.

Zur Autorin :

Caroline Graham wurde 1931 in Warwickshire / England geboren.
Als Journalistin arbeitend began sie 1970 mit dem Schreiben. Später schrieb sie Hörspiele und Drehbücher.
Ihr erster Roman erschien 1982.
Auch 2 Kinderbücher hat sie verfasst.

Blutige Anfänger erschien erstmals 1994, wurde aber erst 1998 ins Deutsche übersetzt.

Der Schreibstil ist flüssig und die Autorin versteht es hervorragend mit viel Spannung und Charme ihre leichten Krimis in einer typisch englisch ländlichen Gegend unterzubringen.

Man fühlt sich fast wieder wie Miss Marple in St. Mary Meads nur dass diesmal die Hauptperson der gemütliche Inspector Barnaby und sein Macho - Sergeant Troy sind.

Die Wohnhäuser haben liebevolle Namen wie Calcutta Lodge, Nightingales, The Larches und die kleinen Ortschaften besitzen so verträumte Namen wie Fawcett Green, Midsomer Worthy, Ferne Bassett und Martyr Longstaff.

Ein typisch englisches Hobby wird ebenfalls erwähnt : das Glockenläuten.
Je nach Anlass ziehen viele Leute nach " Noten " die diversen Glocken im Kirchturm.

Unter der Oberfläche der englischen Beschaulichkeit brodelt das Böse und auch hier gibt es Mord und Totschlag.
Natürlich ganz im englischen Stil und nicht so bildhaft blutig wie z.B. bei Kathy Reichs oder patricia Cornwell.

Zum Inhalt nur ganz kurz :

Ein kleiner Kreis von sogenannten Hobbyautoren lädt einen Starautoren ein. In Gerald Hadleighs Haus Plover´s Rest soll der gemütliche Abend stattfinden.

Der Abend ist alles andere als gemütlich sondern sehr angespannt und am Ende liegt Gerald ermordet in seinem Schlafzimmer.

Inspector Barnaby und sein Sergeant Troy ermitteln.
Als einzigen Hinweis erhalten sie von den Teilnehmern die Aussage, Gerald sei hypernervös gewesen und wollte den Starautoren J
ennings am liebsten gar nicht unter die Augen treten.
Die Lösung des Rätsel muss also in der Vergangenheit Geralds liegen.

Ich weiss, das klingt nicht gerade superspannend, aber das Ende ist wirklich der Hammer und steht im krassen Gegensatz zu dieser fast schon ländlich gemütlichen Krimiatmosphäre.

Die vielen verschiedenen Charaktere werden sehr gut und interessant dargestellt und trotz vieler verzwickter Verwickelungen wird die Handlung nicht zu schnell erzählt.

Auch auf dem Land herrschen Sodom und Gomorra, Liebe, Eifersucht und mehr.

Inspector Barnaby ist eine sehr sympathische ständig mit den Diätplänen seines Arztes und seiner Frau hadernde Hauptperson.
Sein Sergeant Troy ist das absolute Gegenteil : Macho bis in die gepflegten Schuhspitzen, sehr von sich selbst und seiner Wirkung auf Frauen überzeugt.
Er sieht oft den Wald vor Bäumen nicht und wird daher öfter von Barnaby mal mehr mal weniger feinfühlig daraufhingewiesen.

Mein Fazit :

Diese Autorin ist absolut empfehlenswert für Anhänger der leichten Krimis ohne grosse Grausamkeit a la Agatha Christie.
Sehr angenehm zu lesen und man kann sogar dabei Essen, ohne dass einem dabei schlecht wird.
Ideal für einen Abend auf dem Sofa.
Alpträume bekommt man davon nicht.

Weitere Titel :

Die Rätsel von Badger´Drift
Eine kleine Nachtmusik
Ein böses Ende
Treu bis in den Tod
Der Neid des Fremden

Noch mehr Titel seien in Vorbereitung.

Erschienen ist diese Buch im Goldmann - Verlag und kostet 14,90 DM.


Fazit:

Name des Mitglieds: Zeusi