Bluthochzeit (Garcia Lorca, Federico)
Poesie und Theater - Bluthochzeit (Garcia Lorca, Federico) Belletristik

Kurzbeschreibung: Suhrkamp Verlag

 
 

Poesie und Theater

Produkt:

Bluthochzeit (Garcia Lorca, Federico)

Datum: 26.11.00, geändert am 26.11.00 (124 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Großes "kleines" Theater

Nachteile: Dem Zeitgeist mit seinen schnellen Schnitten eher abträglich

Ferderico Garcia Lorca lebte nur kurz (1898-1936), fand ein blutiges Ende (erschossen von Franco-Aktivisten im spanischen Bürgerkrieg), hinterließ aber geniale Theaterstücke und unglaublich schöne Gedichte.
Eines seiner bekanntesten Stücke ist "Bluthochzeit" (übrigens als Oper vetont von Wolfgang Fortner). Hier toben die Leidenschaften - angeblich basierend auf einem tatsächlichen Vorfall: Eine Braut in einem südspanischen Ort flieht am Tag ihrer Hochzeit mit ihrem Cousin, ihr Bräutigam verfolgt die beiden mit seinen männlichen Verwandten. Später wird der Cousin ermordet aufgefunden, die Braut ganz verstört in der Nähe. Lorca - so der Surkamp-Verlag - habe in seinem Stück die Unentrinnbarkeit des Geschehens ins Extrem getrieben.
Das ist natürlich eine typische und sehr unsinnige Verlagslyrik: was die Herren oder Damen Lektoren sagen wollen, ist vielmehr die Unerbittlichkeit der Menschen, denen ihre Traditionen, die an sie gerichteten Erwartungen, die eigenen Leidenschaften und Abgründe zu Handlungen zwingen, die für alle Beteiligten ins Verderben führen.
Das ist nun ein beliebtes Thema der Literatur und des Theaters, und Garcia Lorca versteht es wie kein anderer, die Personen und ihre kleinen, wunden Seelen auszustellen. Im "Wie" liegt die Genialität. Übrigens muß man das Srück nicht sehen, es ist auch sehr gut zu lesen.

Fazit:

Name des Mitglieds: grummely