
Ann Granger und ihre Miss Mitchell
Produkt:
Ann Granger
Datum: 25.06.01, geändert am 25.06.01 (115 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: sehr spannend, nicht blutrünstig
Nachteile: -
Na, toll. Jetzt habe ich mir ausgerechnet ein Buch dieser Krimireihe ausgesucht, welches noch nicht übersetzt ist.
Aber nichts desto trotz werde ich versuchen, diese Autorin Euch näher zu bringen.
Erschienen sind in englisch bisher 12 Kriminalromane und übersetzt wurden bisher nur 5.
Dieses hier müsste Nr. 6 sein, erschienen 1994.
Der Titel lautet : A fine place for death.
Zur Autorin :
Viel konnte ich nicht herausfinden. Eigentlich nur das, was im Klappentext steht.
Ann Granger arbeitet selber im diplomatischen Dienst.
Ihr Ehemann arbeitet ebenfalls für die Britische Botschaft.
Jetzt sind beide in Bicester in der Nähe von Oxford stationiert.
Zum den Hauptpersonen :
Die beiden Hauptpersonen sind Inspector Alan Markby und Meredith Mitchell.
Beide sind inzwischen enger befreundet, wohnen aber noch in getrennten Häusern im ländlich gemütlichen Bamford in den Cotswolds.
Meredith hat vor einiger Zeit ihren diplomatischen Posten im Ausland aufgegeben und arbeitet nun in London, wohin sie täglich pendelt.
Wegen Alan bleibt sie in Bamford und hat dort ein schnuckeliges altes Cottage gekauft.
Alan ist geschieden, wohnt ebenfalls in Bamford und besitzt ein altes viktorianisches Haus.
Er arbeitet als Inspector bei der örtliches Polizei und entspricht keinesfalls dem kleinen dicken dummen Ortspolizisten sondern ganz im Gegenteil, er wird immer wieder von seinen Vorgesetzten gedrängt, sich karrieremässig zu verbessern.
Nur das bedeutet weg von Bamford und das genau möchte er natürlich nicht.
Zum Inhalt :
In dem lauschigen verschlafenen Nest Bamford geschieht ein Mord an einem jungen 14 - jährigen Schulmädchen. Gefunden wird die Tote in der Familiengruft von Adeline und Matthew Conway auf deren Grundstück.
Welch ein Skandal !
Sodom und Gomorra halten Einzug, denn vorher war noch nie so etwas Schreckliches geschehen.
Chiefinspector M
arkby ermittelt offiziell und seine Freundin Meredith Mitchell schnüffelt ganz in Miss Marples Manier in der Nachbarschaft und dem Umfeld des toten Mädchens herum.
Natürlich ganz unauffällig und fast diskret.
Bis ein weiterer Mord geschieht. Wieder ein Schulmädchen, welches mit der ersten Toten bekannt war.
Katie Conway, die 2. Tote, wohnte ausserhalb der Stadt auf einenm verfallenen Herrensitz. Ihre Mutter ist psychisch labil und der Vater hat nie Zeit.
Für die beiden Ermittler stellen sich jetzt viele Fragen :
Wie kam die Tote in die Gruft ?
Hat sie wirklich das dort getrieben, wonach es aussah ?
Hat Katie gar den Schlüssel zur Gruft herausgerückt ?
Hat Katie etwa auch in der Gruft mit fremden Männern ...?
Und ist etwa ihr Freund ausgerastet ?
Meredith hat sogar ein persönliches Interesse gerade den Mord an Katie zu lösen, denn Katie half ihr beim Streichen und bat sie um Hilfe, denn sie sollte ins Ausland verschickt werden ( Bildung für höhere Töchter ).
Eine Tatsache erschüttert das friedliche Dorf doch ganz gewaltig.
Junge Schulmädchen gehen aufgestylt in verschiedene Pubs und schleppen Männer ab, um ihr Taschengeld aufzubessern.
In diesem Umfeld ist der Mörder zu finden, aber nur der 1. Toten.
Die Sache mit Katie ist etwas anderes.
So, genug erzählt, das war beinahe schon wieder zuviel.
Mein Fazit :
Diese Krimireihe um Markby und Mitchell ist sehr empfehlenswert.
In typisch englischer Manier werden die schrecklichsten Greueltaten nicht zu brutal beschrieben, aber sehr spannend dargestellt.
Ein friedliches Dorf, eine oberflächlich gesehen eingeschworene Dorfgemeinschaft und eine traumhaft malerisch ländliche Landschaft.
Dies gepaart mit einem findigen Ermittlerpaar, das macht den britischen Superkrimi aus.
Einordnen würde ich diese Autorin zwischen Agatha Christie und Caroline Graham.
Die ersten 5 Bände gibt es schon als
Taschenbuch bei Lübbe zu 14,90 DM :
<br>Mord ist aller Laster Anfang
Fuchs, Du hast die Gans gestohlen
Warte, bald ruhst auch Du
Messer, Gabel, Schere, Mord
Wer andern eine Grube gräbt
Für die, des Englischen mächtigen, empfehle ich unbedingt die Originalausgabe.
Der sogenannte englische Witz und manchmal schwarz Humor kommen einfach besser rüber als in der Übersetzung.
Unbedingt zulegen oder ausleihen !
Fazit:
Name des Mitglieds: Zeusi
Weitere Testberichte: im Bereich Belletristik


30.06.01
Oh weh, ich bin ja schon an den englischen Katzenkrimis von Lilian Jackson Braun gescheitert... LiebeNgruß, Lea