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Kurzbeschreibung: Genre: Biografien & Erinnerungen / Jahr: 2011 / Wie ich mit dem Ruderboot den unberechenbaren Indischen Ozean durchquerte
Sarah allein im Ozean
Produkt:
Allein im Ozean - Sarah Outen
Datum: 08.02.12
Bewertung:
Vorteile: siehe Text
Nachteile: siehe Text
Kevin war allein zu Haus und Sarah - sie ist allein im Ozean. Diese Frau durchquerte mit ihren Ruderboot allein den Indischen Ozean und schrieb darüber ein faszinierendes Buch.
Inhalt - Gliederung:
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Das Buch ist gegliedert: in Vorwort, Prolog, 34 Kapitel, Epilog sowie Danksagungen.
Es geht los bei den Vorbereitungen, die für eine solche waghalsige Expedition unbedingt notwendig sind, bis zum Leben nach dem Experiment, welches sicher nicht mehr gleich dem von davor ist.
Aber bevor die detaillierten Beschreibungen losgehen, kann der Leser erst einmal eine doppelseitige Karte des Indischen Ozeans betrachten mit der eingezeichneten Strecke, die Sarah Outen zurückgelegt hat. Vor jedem einzelnenKapitel ist der Ausspruch eines berühmten Menschen angeführt.
Es wird erzählt, wie die Autorin schon zu Jugendzeiten zum Rudern kam. Die Höhen und Tiefen dieses tollen Sports für die Autorin werden dargelegt und ihre ganz persönlichen Höhen und Tiefen beschrieben. Die Betitelung der Kapitel finde ich passend gewählt, der Leser weiß schon, was ungefähr ihn beim Lesen erwartet.
Es war der 1. April 2009 ' kein Aprilscherz ' als sich Sarah Outen, damals 23jährig, auf die Reise machte. Ihr Ruderboot nannte sie "Dipper". Ihr Vater war punerwartet verstorben, mit Trauer in der Seele machte sie sich auf die wohl größte Tour ihres noch so jungen Lebens. Aber nicht nur Trauer, sondern auch enorme Entschlossenheit, die in den Erzählungen und Erlebnissen sehr gut rüberkommt, ohne die man ein solches Unternehmen nicht zu Ende bringen könnte, waren mit an Bord.
Die See war wahrlich nicht immer ruhig, auch gegen Stürme musste sSarah ankämpfen, sie machte Bekanntschaft mit großen Walen, und musst sehr aufpassen, um nicht zu kentern. Sie schaffte es zu Ihrem Ziel nach ' Mauritius. Wahnsinnige20 kg Körpergewicht hatte sie verloren, aber sie hatte viel mehr gewonnen.
Sarah Outen, die erste und auch jüngste Frau, die den Indischen Ozean durchquerte, hat dieses Buch mit einer Fülle von Informationen geschrieben, sachlich einerseits, aber auch unheimlich gefühlvoll und faszinierend andererseits, dass man meint, man sei dabei gewesen. Sie schreibt detailliert, was sie während ihrer Tour erlebt hatte, was sie gefühlsmäßig durchgemacht hatte und welche Unwegsamkeiten zu bewältigen waren, aber natürlich auch den schönen und erhebenden Momente werden sehr viele Zeilen gewidmet.
Ein Buch welches nicht nur für Rudersportler begeisternd sein wird, sondern, so finde ich, jedem gut tun wird, der z. B. für sein Leben auch einiges Hilfreiche mitnehmen möchte. Die Quintessenz ist meiner Meinung nach, dass man seinen Weg gehen soll, um an sein ersehntes Ziel zu kommen, unbeirrt gehen muss, allen Gefahren strotzen sollte, mutig sein sollte, geradeaus gehen sollte und wissen muss, was man will.
Das Buch ist ebenso unterhaltsam und unerschrocken geschrieben, wie wohl auch der Charakter der Sportlerin und Autorin sein muss. Man spürt, dass sie geschrieben hat, was sie in ihrer tiefster Seele fühlt, dass es aus ihr heraussprudelte, was sie sagen wollte und was wir als Leser nun lesen dürfen. Es ist keinesfalls gekünstelt, sondernauthentisch, echt und real, was sie uns mitzuteilen hat. Es ist erfrischend geschrieben, bildhaft und auch detailliert.
Kurze Leseprobe zum Schluss:
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Aus Kapitel 22
ER WIRD DICH IN SEINEN FÄNGEN ZERMALMEN
'Nur vor der Angst selbst muss man sich fürchten.' F. D. Roosevelt
Am 49. Tag schlief ich tief und fest bis zum Morgengrauen. Ich hatte nichts Außergewöhnliches geträumt ' außer von Wettrennen und Vanille-Törtchen: Die See hat einen merkwürdigen Einfluss auf unsere Träume. Eine graue Dämmerung verwandelte sich allmählich in ein umwerfendes Farbenspiel in rot und orange; reihenweise Wolken bedeckten den Himmel, die alle in unterschiedliche Richtungen trieben. Es war zwar wunderschön, ließ aber absolut nichts Gutes ahnen. Es verhieß rasende winde und Monsterwellen. Nach einem schnellen Frühstück ruderte ich den ganzen Tag, bis die Dünung so angeschwollen war, dass ich keine sinnvollen Fortschritte in Richtung Westen mehr machen konnte '.
Kategorie: Unbedingt lesenswert !!!
Fazit: Leseempfehlung
Name des Mitglieds: HEIDIZ

