Für das Homecinema reichts...
Epson EMP 30

Name des Mitglieds: bvdl
Produkt:
Epson EMP 30
Datum: 21.05.03, geändert am 21.05.03 (990 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: leicht , leise, billig
Nachteile: nur für Zuhause
Ich habe den Emp-30 noch für sündhafte 1600 Euro erstanden - inzwischen liegen die Preise bei ca. 1200 Euro, was angemessener erscheint.
Die Bedienung dieses Beamers ist sehr einfach, die Anschluesse sind exzellent beschriftet und auch die Tasten auf der Oberseite geben keine Rätsel auf. Im Betrieb lässt sich ein on-Screen Menu aufrufen was diverse Einstellungen erlaubt. Videorecorder, DVD Player und Computer sind ohne Probleme anschliessbar. Bis hierhin ist alles Standard, ich spare mir weitere nutzlose technische Ausführungen, kann man alles nachlesen.
Zur Praxistauglichkeit:
Der Beamer ist recht kompakt und leicht. Kein Vergleich zu den riesengrossen Kisten vergangener Tage. Auch die Lautstärke ist ertraeglich, während eines Action-DVD-Films sehr leicht zu ueberhoeren. In leisen Passagen aber nach wie vor hörbar.
Die Verarbeitung bzw. Qualität ist so la la..., als hochwertig kann man die verwendeten Teile sicher nicht bezeichnen. Es fällt aber auch nichts auseinander. Der Beamer wird mit einer praktischen Tragetasche geliefert.
Fuer den Homecineasten ist folgendes zu beachten: Fuer helle Räume ist die Lichtstärke zu gering. Wer z.B. am Nachmittag eine Serie wie Akte-x schauen moechte ohne den Raum zu verdunkeln, wird buchstaeblich "nichts" sehen. Professionelle Beamer leisten hier natürlich bessere Dienste. Wer am Abend oder in leicht abgedunkelten Räumen das Gerät einsetzt, wird zufrieden sein, die Lichtstärke ist hier vollends ausreichend.
Auch die Auflösung mit 800x600 ist fuer das Homecinema absolut ausreichend. Bis zu einer Projektionsfläche von 2,5m bis 3m Breite bleibt das Bild recht ansehnlich und hell. Darüber hinaus wird es deutlich zu grob. Leider verfügt der Beamer nicht über einen optischen Zoom, d.h. der Zoom kann nicht mittels einer Linse verstellt werden. Der eingebaute digitale Zoom kann den optischen Zoom leider nicht ersetzen. Die Folge ist, dass ich die Bildgrösse ausschliesslich
über den Abstand zur Projektionsfläche reguliere.
Für Computerspiele ist der Beamer bestens geeignet. Hier stört die Auflösung überhaupt nicht. Auch die Bildqualität ist top. Wer einen Abend lang den Emp-30 "bespielen" durfte (in vernindung mit Sound aus der Anlage) wird es sehr schwer haben, sich wieder vor einen Bildschirm zu setzen.
Wer eine Digitalkmamera besitzt wird sich auch Fragen, warum man jemals Diaprojektoren eingesetzt hat. Denn auch hier ist der Beamer top.
Eine Ersatzlampe kostet um die 400 Euro. Nur werde ich sicher nicht in die Verlegenheit geraten, mir eine Ersatzlampe kaufen zu müssen, da die ca. 1500 Stunden Lampenhaltbarkeit für mich ca. 2 - 2 1/2 Jahre reichen duerften. Die Beamergeneration im Jahr 2005 wird sicher um einiges billiger und hochwertiger sein, so dass ein Lampentausch dann sicher unsinnig ist.
Fazit: Trotz der insgesamt noch verbesserungsfähigen Technik (Lichtstärke, Auflösung usw,) frage ich mich, wie sich Menschen heute allen Ernstes sündhaft teuer Breitbildschirme zulegen können. Schon ein low-level Beamer wie der emp-30 macht richtig Spass, vermittelt echtes Kino-feeling - mal ganz abgesehen von der Möglichkeit Computerspiele zu spielen und ihn als "Diaprojektor" zu verwenden. Es spricht eigentlich nichts mehr für richtige Bildschirme.
Sofern der Beamer sich der 1000 Euro Grenze nähert kann ich nur sagen: selbst Schuld, wer sich dann noch einen großen Fernseher kauft!
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Beamer / Projektor




