Bauhaus
Ein Insider packt aus.....! - Bauhaus Baumarkt

Neuester Testbericht: ... gäbe es keine, da es sich um einen Bedienungsfehler handle, erklärte man mir im Bauhaus. Wahrscheinlich, so der Bauhaus-Mitarbeiter, hätte ... mehr

Ein Insider packt aus.....!
Bauhaus

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Autor-Name: "630048

Produkt:

Bauhaus

Datum: 22.08.02, geändert am 29.08.02 (7849 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Siehe Beschreibung

Nachteile: Siehe Beschreibung

Wer kennt es nicht?

Die große rote Schrift am Eingang, links davon sind 3 kleinere Häuser abgebildet, die darauf hindeuten das man hier alles bekommt was der "Häuslebauer" braucht. Aber nicht nur die, sondern auch alle Gartenfreaks sollen angesprochen werden und alle die die sich handwerklich betätigen und Ihren Spaß daran haben.

Zuerst will ich euch allen meinen lieben Leserinnen und Lesern etwas über den folgenden Bericht erzählen.
Dies wird keine normale Meinung wie ich Sie schon geschrieben habe und auch noch schreiben werde, nein, dies wird auch kein normaler Bericht wie andere Ihn über Bauhaus schreiben, nein.

Ja, und wie ist er dann?
Ich selbst habe 1/2 Jahre im Bauhaus gearbeitet!
Dann könnte man eigentlich von Insiderwissen reden, aber natürlich werde ich euch nicht irgendwelche pikanten Storys auftischen, nein, ich will wirklich mal darüber schreiben wie aus der Sich eines Kunden UND eines Mitarbeiters!

Es ist verständlich das sich jeder mal über das eine oder andere Argert und seinen Frust abläßt, aber genauso schwierig ist auch der Tag eines Mitarbeiters der dort seine Pflicht tut.

Morgens um halb neun kam ich immer durch den Hintereingang des Hauses rein und mußte dann mit einer Karte meine Ankunft registrieren lassen.
Ich war mehr so eine Art Aushilfskraft, aber davon kann man halt nach 1 1/2 Jahren auch nicht mehr reden.

Ich hatte immer die unterschiedlichsten Aufgaben zu bewältigen und ich hatte noch dazu die Aufgabe die Kunden zu betreuen die immer ein und aus gingen.

Wer jetzt glaubt beim Bauhaus sieht alles wohl geordnet aus der irrt! Die Artikel die nicht im Regal sind, sprich für den Kunden nicht sichtbar, sind kreuz und quer im ganzen Haus verteilt und zwar auf der Regaldächern. Dort wurde immer eine weiße 19mm Spannplatte reingehägt und alles reingestompft was nur irgendwie ging.

So kann es schonmal vorkommen das man die Schalterdosen bei den Rase
nmähern suchen muß und die Bohrmaschinen hinter den Hochdruckreinigern stehen.
Aber wer eine Fachraft gefunden hat, muß nicht lange auf seine Ware warten,... denkste!
Den die Fachkräfte, wie man sie so schön nennen will, wissen es meisten slber nicht mehr wo sie die Artikel haben stehen lassen.
So muß der Kunde auch schonmal eine halbe Stunde darauf warten bis er endlich das bekommt was er sich ausgesucht hat.
Das kann einer der Gründe sein warum es auch ab und zu vorkommen kann das man als Kunde längere Wartezeiten miteinrechnen sollte, wenn man den Bauhaus betritt.

Ich will mich jetzt mal absichern indem ich sage, das das was ich erlebt habe, mit Sicherheit nicht in allen Bauhaus Häusern Gang und gebe ist, aber das was manche Mitarbeiter mit den Kunden abziehen grenzte für mich an eine riesige Unverschämtheit.

Wer kennt sich schon so gut in einem Baumarkt aus wie die Mitarbeiter?
So bewegt man sich schonmal einsam und verlassen durch die einsamen Gänge und versucht einen Mitarbeiter zu finden der einem vielleicht weiterhelfen kann.
Und jetzt kommt ein kleiner Unverschämter Trick!
Der Kunde kommt und will etwas haben, wovon der Mitarbeiter selber nicht sicher ist wo es steht.
So sagt er dem Kunden einfach er solle Ihm doch folgen und lozt ihn durch die verzweigten Gänge, bis er immer an Tempo zulegt um dann einfach in irgendeinem Gang zu verschwinden!

Der Kunde der ihm folgen will und versucht mitzuhalten, geht um die Ecke und auf einmal ist der Mitarbeiter weg!

Als Kunde würde ich mich da ziemlich verarscht vorkommen.

Doch wo ist der nette Mitarbeiter ?

Wenn Ihr immer in den Baumärkten aufgepaßt habt, gibt es immer eine Türe irgendwo versteckt, wo privat draufsteht, und genau dahin verschwindet der Herr Mitarbeiter dann immer wenn er sich bedrängt fühlt.

Aha ! Ein weiteres Phänomen habe ich somit aufgeklärt!
(hinter der Türe "Privat" verbirgt sich meist de
r Aufenthaltsraum).

Aber sehen wir doch mal den armen geschundenen Mitarbeiter aus der Nähe an.
Ich sage mit Absicht "geschundener", denn ich weiß noch ganz genau was ich für Arbeit als Mitarbeiter zu verrichten hatte.
Ich will mal nur ein kleines Beispiel geben:

Wer kennt Sie nicht? Die Schönen großen Flaggen des Bauhaus wenn man sich dem Gebäude nähert ? Diese sind schon aus der Ferne her zu sehen und jeder weiß, da wo die Flaggen wehen, da will ich hin!
Ist ja auch kein wunder das man diese noch von weitem sieht denn sie ragen auch bis zu 7 Meter in die Höhe!
Nun was glaubt ihr wer diese Stangen mit den schönen Flaggen bestückt hat?
Richtig, das war nur eine meiner sehr sehr schweißtreibenden arbeiten die Ich zu verrichten hatte.
Dabei muß die Stange (und ihr könnt euch vorstellen was eine 7 Meter Lange Stange wiegt!!!!) aus einem Loch im Boden ziehen, sagen wir so ca. einen Meter.
Lustig wird die ganze Sache wenn Ihr dabei noch einen schönen Wind habt, denn könnt ihr, die Stange unten haltend, mit aller Kraft versuchen die Stange immer in eine Richtung zu schwenken, wo mal keine Autos geparkt sind, denn meistens sind die Flaggen auch da wo Parkplätze sind!

Wenn man alles endlich geschafft hat und die Flaggen beispielsweise ausgetauscht hat, geht das ganze wieder von vorne los, und die Stange muß wieder an ihren Platz gebracht werden.

Wenn dann natürlich während dieser ganzen Aktion auf einmal ein "lieber nette" Kunde kommt und einen fragt, ob er diese Glühbirne austauschen könnte, könnte das dem einem oder anderen schon manchmal den Kragen platzen lassen.

Natürlich gibt es auch Kunden die einem freundlicherweise ganz genau erklären was sie zuhause zu bauen gedenken und das in jedem einzelnen Detail! Da geht es dann loß mit den kleinen Kindern die ja ach so schnell erwachsen werden und das man einen Hochstuhl bauen mächte und was er dafür benötige.
Tja, da ich ja sov
iele Hochstuhle gebaut habe (das ist ironisch :-)) weiß ich natürlich ganz genau das der Kunde ein paar Schrauben auf jeden Fall mal brauchen kann, ja aber was für Schrauben nur? Aber der Kunde hört nicht auf zu reden! Er ist bereits mit seinen Gedanken in seiner Werkstatt und erzählt das das Fahrrad von seinem Kleinen doch einen Platten hätte und er diesen jetzt flicken wollte. Jetzt sollte man die Ruhe bewahren und es sich nicht anmerken lassen das einen die ganze Geschichte schon mal gewaltig an die Nervsubstanz gehen kann.
Man sollte dann immer versuchen das Gespräch fortzuführen, denn wenn man auch nur mal 2 Minuten im Regal sucht und kein Kommentar von sich gibt, kommt schon der nächste Kunde und stellt einem eine Frage obwohl man noch mit dem anderen Kunden beschäftigt ist. Das soll es aber dann noch nicht gewesen sein, denn die Kunden die etwas von einem wissen wollen haben sich schon in einer Schlange hinter einen aufgestellt und bombadieren einen mit Fragen, ohne auch nur einen Augenblick damit zu verbringen, darüber nachzudenken ob der nette Herr Mitarbeiter bereits denn anderen Kunden abgefertigt hat.

Es ist ja auch einer der Aufgaben von den Mitarbeitern den Kunden mit Rat und Tat zu Seite zu stehen und zu helfen wo man nur helfen kann, aber was viele nicht wissen wollen, ist, das der Mitarbeiter nicht nur das macht den ganzen Tag lang! Seine Aufgaben gehen über das Bestellen, Aufräumen, Etikettieren, Verpacken und vor allem Aushelfen wenn mal der eine Kollege nicht kann. Diese arbeiten bleiben dann natürlich liegen und am Ende eines arbeitsreichen Tagen kommt der Chef zu einem und fragt warum bloß die Farbe noch nicht bestellt sei, oder warum die Rasenmäher noch nicht an Ihrem Ort verstaut seien.

So wird hoffentlich jeder verstehen das man am Ende eines solchen Tages ganz schön fertig und ermüdet nach Hause geht um am liebsten gar nicht an den kommenden Tag denken möchte.

Solche Tage kommen ja Gott sei Dank nicht immer v
or, sagen jetzt vielleicht manche von euch; tja, diese muß ich leider enttäuschen, sicherlich kommen diese Tage nicht jeden Tag vor, aber mit Sicherheit mindesten 2 mal in der Woche und das genügt dann auch.

Aber jetzt will ich mal etwas von der Sicht des unbescholtenen Kunden erzählen, so wie ich jetzt einer bin und auch mit Sicherheit einer bleibe :-)

Ich bin mal in den Bauhaus in meiner nähe rein und wollte ein Telefonkabel kaufen.
Das ist nichts schlimmes, nur ein Kabelchen mit einem TAE Stecker auf der einen Seite und einem Western Stecker auf der anderen. So gehe ich in das Regal und da sind verschiedene Sorten, manche sind verpackt und mache liegen lose in einem Korb am Boden rum.
Obwohl es die selben Kabel sind, trennen die Preise Welten.
Warum aber so? Das habe ich mich dann auch gefragt und einfach das billigere Kabel genommen und mich auf den Weg nach Hause gemacht. Zuhause angekommen, packe ich das Kabel natürlich erst mal aus und entwickle es (die sind ja immer so toll zusammengewickelt, ich frage mich wie die das machen???).
Endlich wird das Telefon mit der Dose verbunden, nun sollte man telefonieren können.
Falsch gedacht, Leitung tot!
Ab das Kabel und zurück zum Bauhaus und der Dame an der Informationen untergeschoben und einen Gutschriftszettel bekommen.
Zwangsweise führt mich dann mein Weg wieder zurück an das Regal, wo ich mir dann eines der teureren Kabel schnappe.
Mit zufriedenem Gesicht mache ich mich dann auf nach Hause, denn ich wollte eigentlich jemanden anrufen.
Warum eigentlich?
Ja, kaum habe ich das Telefon mit Hilfe des Kabels an die Dose angeschlossen, war ich genauso weit wie vorher, Leitung tot!
Es war kurz vor Ladenschluß und ich machte mich schon wieder auf den Weg zum Bauhaus.
Die Dame an der Information erkannte mich auch schnell wieder und was noch erschreckender war, sie wunderte sich gar nicht darüber warum ich auch das zweite Kabel zurück gab?!?! Vermutlich hatt
e sie gedacht, ich hätte das falsche Kabel gekauft, naja, ich habe das Kabel dann wo anders gekauft und es hat gleich geklappt.

Dann will ich euch noch etwas erzählen was mir dort als Mitarbeiter widerfahren ist.
Diese Geschichte ist wirklich geschehen!
Da kommt ein Kunde zu mir und will das ich ihn beim Klebstoff berate. O.K. das hört sich nicht alzu schlimm an, dachte ich und folgte ihm zugleich.
Er wollte von mir das genaue Arbeitsgebiet des Klebstoffes wissen und wie man diesen Anwenden sollte. Da ich auf all seine Fragen so keine Antwort wußte, fragte ich ihn zunächst mal was er denn eigentlich kleben wollte. Eine ganz verständliche Frage, oder etwa nicht?
Da holt der Mann doch glatt ein Gebiss aus seiner Tasche hervor und hält es mir vor die Nase und erklärt mir das das Gebiß seiner Frau zerbrochen sei und er es wieder kleben wollte; deswegen bräuchte er etwas was bombensicher hält.
Dabei hielt er noch in der anderen Hand eine Tube Pattex Alleskleber und wollte mir veranschaulichen das er vor hatte, das Gebiß mit dem Alleskleber von Pattex zu fixieren.
Was kann man noch darauf sagen? Ich habe versucht den Mann davon zu überzeugen das er das lieber nicht machen solle, da das sehr gesundheitsgefährlich werden könnte, doch dieser war nur von dem Spruch auf der Packung "Alleskleber fasziniert und wollte nicht auf mich hören. Ich habe ihn darauf darum gebeten das er doch zum Zahnarzt gehen solle und den Alleskleber mir gibt, doch der wollte nicht und drängte mich zu Seite.
Das hat zum Glück dann der Hausdetektiv gesehen und hat dem Mann die Tube weggenommen, wer weiß was der sonst gemacht hätte.

Wieder als Kunde wollte ich mal mit einem Bekannten ein Fahrrad begutachten das ausgestellt war.
Ja, der Bauhaus hat auch Fahrräder, obwohl ich zwar nicht weiß, was das mit einem Baumarkt zu tun haben soll, aber sie hatten eins.
Wie immer standen wir vor dem Problem einen fachkundigen Mitarbeiter zu suchen der uns
das ganz Fahrrad erklären sollte, denn sowaß sollte man sich dann schon zeigen lassen.
Also gingen wir an die Information und ließen jemanden ausrufen. das war so ca. um 14.00.
Nachdem es zwischenzeitlich 14.10 Uhr war und noch immer niemand in Sicht, machten wir uns noch mal zur Information hin und ließen den selben Mann nochmals ausrufen.
Diese tat ganz überrascht das noch niemand gekommen sei, aber sie rief ihn dann noch mal aus.
Inzwischen war es dann 14.20 Uhr und immer noch kein Mitarbeiter in Sicht. Das waren wieder 20 verlorene Minuten in meinem Leben die ich im Bauhaus verbraucht habe, denn als ca. 25 Minuten rumstehen und warten hat es mir dann doch gestunken und wir sind dann gegangen.
Wer weiß, vielleicht hat er ja einen anderen Kunden geahbt oder er hat sich irgendwo rumgetrieben, ich weiß es nicht.

Aber wie schon oben beschrieben ist anfangs nicht immer alles so wie es scheint, und ich glaube die unter euch die schon mal mit einem Kunden direkt zu tun hatten werden sich in einer oder anderen Szene wiedergefunden haben.

Es ist für beide Parteien nicht einfach, also denkt dran wenn euch wieder mal was stinkt.

Danke fürs lesen ..............................

Met

Fazit: