Mammut Kratzbilder
Malen nach Zahlen mal anders :) - Mammut Kratzbilder Basteln / Malen

Produkttyp: Mammut Produkte

Neuester Testbericht: ... die Qualität von Mammut finde ich das angemessen. Altersempfehlung: Empfohlen werden die Kratzbilder von Mammut für 8+. Grobmotorisc... mehr

Malen nach Zahlen mal anders :)
Mammut Kratzbilder

Caederseth

Name des Mitglieds: Caederseth

Produkt:

Mammut Kratzbilder

Datum: 28.04.09

Bewertung:

Vorteile: Qualitativ hochwertig und langlebig, Motive sehr detailreich vorgegeben,Technik schnell zu meistern

Nachteile: eingeschränkte Motivwahl

Da ich selbst gerade an einem solchen Bild sitze, möchte ich auch gerne anderen Leuten Kratzbilder näher bringen :)

Das Produkt:
Kratzbilder bestehen aus einer Pappe, die mehrfach beschichtet ist. Die unterste Schicht ist meist eine Silberfolie, möglich ist aber auch eine Bronze- oder Goldfolie. Darauf ist eine schwarze Beschichtung, die abgekratzt werden kann. Das Motiv, das hierbei frei gekratzt werden soll, ist durch graue Linien in der schwarzen Beschichtung vorgegeben.
Ausserdem ist meist noch der Kratzer enthalten, ein kleines, spachtelartiges, geschärftes Metallstück, das auf einem Halter aufgesetzt ist und mit dem sich die Linien kratzen lassen.
Mehr kann ich zum Material leider nicht sagen, auf der Verpackung steht zum Beispiel nicht, woraus die Beschichtung gemacht ist.

Wie man die Bilder macht:
Wer sich an seine Kindergartenzeit erinnert, dem ist das Prinzip ja bestens bekannt: Damals malte man ein Bild bunt, übermalte es mit einer dicken Schicht schwarzen Wachs und dann konnte ein Bild gekratzt werden, wie es einem gefiel. Kratzbilder funktionieren haargenau nach dem selben Prinzip, für künstlerisch nicht ganz so begabte wurde aber noch das "Malen nach Zahlen" - Prinzip kombiniert und das Motiv ist vorgegeben. Was man am Ende bekommt, ist ja auf der Verpackung abgebildet - filigrane Linien bilden meistens wunderschöne Tierszenen.
Nun frägt man sich als Neuling: Kommt das Bild am Ende auch wirklich so toll raus: Ich kann euch sagen, ja, das tut es, das Ergebnis sieht sogar noch schöner aus als auf dem Bild, da der Schimmer der Metallfolien auf der Abbildung der Verpackung gar nicht rüberkommt. Ich habe mein erstes Bild fertig gestellt und war extrem überrascht, wie gut das rauskommt.

Dazu muss man sagen, dass ich das Bild nicht freiwillig gemacht habe, vielmehr hat meine Mutter sich als Drachenfan ein Drachenmotiv gekauft - und am Ende bin ich diejenige, die kratzen durfte, schließlich gelte ich in meiner Familie als künstlerisch und kreativtechnisch am interessiertesten ;)

Wie genau es geht:
Die Linien sind, wie schon erwähnt, vorgegeben. Dabei ist es nicht so, dass man etwa über das ganze Bild kratzt und die Linien bleiben erhalten, sondern die Linien müssen nachgekratzt werden und dort löst sich dann die Beschichtung.
Das erfordert durchaus etwas Geschick, denn die Linien sind mehr als Orientierung gedacht, theoretisch lässt sich die komplette Beschichtung abkratzen...
Es gibt zwei Grundtechniken mit dem Kratze: Feine Linien mit der Spitze, breite Linien mit einer Seitenfläche der Spitze. Man kann durch Drehen und Verlagern der Spitze während dem Kratzen auch in der Linienbreite variieren, das ergibt sich dann während dem Arbeiten.
Die Beschichtung ist auf eine Art relativ empfindlich: Fingerabdrücke zeichnen sich sehr leicht darauf ab, daher wird empfohlen, mit dem Kratzen oben anzufangen und nach unten zu arbeiten und den unteren Teil des Bildes soll man dabei mit Papier abdecken, um Verschmutzung zu vermeiden.
Andereseits ist die Beschichtung aber auch sehr stabil: sie hält sehr gut auf der Pappe, das heißt, die Beschichtung blättert nicht etwas von alleine ab und lässt sich auch nicht mit zum Beispiel dem Fingernagel oder einem Holzstück abrubbeln. Man braucht zum Kratzen also wirklich die geschärfte Klinge.
Das macht das Bild am Ende dann auch sehr haltbar, das fertige Motiv kann nur sehr schwer aus Versehen ruiniert werden. ;)


Preis-Leistung:
Das Kratzbild, das ich habe, kostete knapp 10 Euro, dafür gab es den Kratzer, ein kleines Bild 12,8cm x 7,4 cm und ein großes Bild mit den Maßen 21,8cm x 33,5cm.
Das kleine Bild geht gut als Lesezeichen.
Bilder mit den Maßen 25,2cm x 20cm kosten etwa 7 Euro, es gibt aber auch welche für 6 Euro.
Für die Qualität von Mammut finde ich das angemessen.

Altersempfehlung:
Empfohlen werden die Kratzbilder von Mammut für 8+. Grobmotorische Kinder finden vielleicht nicht gerade ihre Freude daran, wie gesagt, man muss sich schon etwas einarbeiten , wofür aber nur ein kleines Übungsrechteck mitgeliefert wird, auf dem man Probe kratzen kann.
Die geschärfte Klinge ist natürlich auch ein Argument. Bei normaler Handhabung ist sie ungefährlich, wenn man allerdings schnell und fest über zum Beispiel die Fingerkuppe fährt, teilt sie die Haut - nicht sehr tief ( es blutet nicht mal), aber trotzdem nichts, was unbeaufsichtigt in die Hände jüngerer Kinder gehört.
Dafür kann ich aus eigener Erfahrung berichten, dass Kratzbilder auch für Erwachsene eine geradezu süchtig machende Beschäftigungstherapie sein können. Man verfällt während dem Herausarbeiten des Bildes geradezu in eine Art konzentrierte Meditation und nach jedem Stück Arbeit hat man das Gefühl, etwas geschafft zu haben. Vergleichbar mit Puzzeln, würde ich sogar behaupten.

Zeitaufwand:
Wie lange man braucht ist auf jeden Fall abhängig von der Größe, allerdings braucht man eher lange für ein Bild durch die sehr filigranen Flächen und Details. Auf eine Größe von 12,8 x 7,4 cm habe ich zum Beispiel 4 - 5 Stunden gebraucht. Die Bilder sind in der Regel deutlich größer

Persönliche Erfahrung
Naja, das wichtigste habe ich ja schon erwähnt. Kratzbilder sind mir lieber als Malen nach Zahlen, das ich schon immer gehasst habe und ich kann mir vorstellen, noch ein weiteres zu machen - einfach mal zum Abschalten zwischendurch, wenn die Konzentration nicht für ein Buch reicht.
Der einzige Haken für mich ist die beschränkte Motivauswahl: Katzen und Hunde gibt es viele Motive, dazu Delfine, Pferde, Tiger ... Die üblichen Motive eben, die auch bei zum Beispiel Malen nach Zahlen gerne genommen werden - die mir aber nicht wirklich liegen und auch nichts, was ich am Ende irgendwo haben wollte, wo man es sieht... Die Zielgruppe für diese Bilder sind eben doch eher Kinder.

Fazit: Überraschend angenehmer Zeitvertreib