Philips QC 5130
Der Barbier von Sevilla ... (Haarspaltereien Pt 3)
Philips QC 5130

Name des Mitglieds: Mr_Andrew
Produkt:
Philips QC 5130
Datum: 09.12.11, geändert am 21.04.12 (133 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Kabellos, Wartungsarm, Preiswert, Ausdauernder Akku
Nachteile: Mehr Haare werden es davon auch nicht. :o)
... könnte es auch nicht besser. So möchte ich meinen. Wobei es im vorliegenden Fall mein hauseigener Figaro (= Ehefrau) auch nicht sonderlich schwer hat, für alle Beteiligten zufriedenstellende Ergebnisse abzuliefern. Das liegt zum einen am pflegeleichten Haar-Patienten, nämlich mir, und zum anderen an der zuverlässigen technischen Ausrüstung für diese handwerkliche Tätigkeit, übrigens ein sehr altes Gewerbe, denn schon im 15. Jahrhundert gab es nachweislich Barbierzünfte.
Schon seit langem gebe ich mich keinerlei Illusionen mehr hin, eines Tages als Frisur-Modell ganz groß auftrumpfen zu können. Dafür hat sich der natürliche Haupthaarbestand im Laufe der Jahre regional doch etwas zurück gezogen. Böse Zungen vergleichen die Situation auf meinem Schädel mittlerweile sogar mit der ungebremsten Abholzung der Amazonas-Regenwälder, nur dass die Auswirkungen der Lichtungen auf meinem Schädel auf das Weltklima wesentlich geringer sind und deshalb der Raubbau an meiner Haarpracht in den Medien deutlich weniger erschrockene Resonanz findet.
Da ich aber mit meinem Erscheinungsbild bei weitem kein Einzelfall speziell der männlichen Spezies bin, wurde glücklicherweise noch zu meinen Lebzeiten der Kurzhaarschnitt gesellschaftsfähig und sicher nur wenig später der elektrische Haarschneider erfunden.
Und um einen - so viel darf ich vorwegnehmen - sehr gelungenen Vertreter dieser speziellen Hausgerätegattung geht es in diesem kurzen Erfahrungsbericht, nämlich den
>>> Philips QC5130/15 Haarschneider <<<
Selbiger ist bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 59,99 Euro derzeit verbreitet für um die 30 Euro (Amazon.de Stand Dez. 2011: 26,20 Euro) käuflich zu erwerben, was ihn zu einem der preiswerteren Geräte in dieser Kategorie macht.
Zur Firma Philips muss ich wohl kaum viele Worte verlieren, es handelt sich schlichtweg um einen der weltgrößten Elektronikkonzerne, hat seinen Hauptsitz in Amsterdam und stellt alles her, was es an Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräten so gibt. Mit anderen Worten, ich lasse meine Denkzentrale von einem Markenprodukt beschneiden.
Da an einem Haarschneider nicht allzu viele Knöpfe dran sind und sich der Funktionsumfang dementsprechend übersichtlich gestaltet, bin ich mit meiner Produktbeschreibung schnell durch:
Der Haarschneider verfügt über einen integrierten, verstellbaren Kamm, der mittels Schieberegler problemlos auf insgesamt 10 Haarlängen eingestellt werden kann. Beginnend bei 3 mm Stoppeln reicht der Einsatzbereich in Intervallen von 2 mm bis 21 mm. Das zweite (und bereits letzte) Bedienelement des Haarschneiders ist ein geriffelter und damit prima griffiger Schiebeschalter zum An- und Ausschalten des Gerätes.
Und das ist auch schon alles. So etwas kann nach meinem Dafürhalten auch ein Dreijähriger bedienen. Da ist es umso komischer, dass dem Karton ein ganzer Packen engbedruckter Bedienungsanleitungen in unzähligen Sprachen beiliegt. Ab damit in den Papierabfall, zumal ein Mann sowieso allergisch auf das Studieren von Handbüchern u.ä. reagiert.
Zum Lieferumfang gehört neben einer kleinen Reinigungsbürste noch ein Ladekabel. Und damit bin ich auch gleich beim Punkt, der mir speziell diesen Haarschneider so "sexy" erschienen ließ, nämlich seine Kabellosigkeit im Betrieb. Vorbei die Zeiten, wo latent die Gefahr bestand, beim Haareschneiden vom Stromkabel stranguliert zu werden. Laut Hersteller reicht eine Ladung für etwa 35 Minuten kabelloses Hantieren, nach meinem Gefühl ist das eine eher konservative Angabe, denn das Ding muss quasi nie aufgeladen werden. Wenn es dann doch irgendwann mal so weit ist, sind immerhin 10 Stunden Ladezeit fällig. Wer keine Geduld hat und befürchtet noch vor Ablauf dieser Frist endgültig zu zuwuchern, kann auch mit gestecktem Kabel im Netzbetrieb bearbeitet werden.
Zur Bedienung des Haarschneiders kann ich nur wenig ausführen, da ich ja überwiegend den Part des Kunden in unserem heimischen Friseursalon innehabe und nur selten Hand an mich lege. Immerhin kann ich guten Gewissens verkünden, dass der Haarschneider gut in der Hand liegt und mit seiner Schnittbreite von 40 mm einerseits ein zügiges Arbeiten erlaubt, aber andererseits gleichzeitig schmal genug ist, um auch etwas unzugänglichere Bereiche (z.B. um den Ohren) präzise zu bearbeiten.
Präzise! Das ist überhaupt DAS Stichwort, mit dem die Bewertung eines Haarschneiders steht und fällt. Und hier verdient sich mein Philips wirklich Bestnoten. Zumindest in den eher geringeren Schnittlängen (5 oder 7 mm), die ich so bevorzuge, fabriziert er auf meinem Haupte einen nahezu perfekten englischen Rasen. Wenn nur nicht diese schwach bis gar nicht bewachsenen Bereiche wären, aber die kann ich nun wirklich nicht dem Gerät ankreiden. *lol*
Da der Kammaufsatz aus einem wenig stabil erscheinenden Kunststoff besteht, möchte ich nicht meine Hand ins Feuer dafür legen, dass diese Präzision bis ans Ende der Fahnenstange (21 mm) garantiert ist, denn möglicherweise gibt der Aufsatz bei stärkerem Andruck etwas nach. Aber mit etwas Feingefühl bei der Handhabung sollte das kein relevantes Problem sein.
Bis auf das denkbar einfache Säubern (Haare wegpusten bzw. mit dieser kleine Bürste wegfegen) nach der Schur ist das Gerät praktisch wartungsfrei. Nun gut, man muss es gelegentlich aufladen, aber das war es auch schon. Laut Herstellerangabe bleiben die Klingen dauerhaft scharf und müssen nicht geölt werden. Um das richtig einschätzen zu können, besitze ich das gute Stück noch nicht lange genug. Im Istzustand ist es jedenfalls so, dass der Haarschneider ohne Ziepen oder Einhaken mir nur so über den Schädel gezogen wird. Es ist regelrecht angenehm, zumal die ganze Prozedur bei mir in weniger als 5 Minuten erledigt ist.
Bei so einem Preis-Leistungs-Wunder spielt die Optik für mich eine eher untergeordnete Rolle. Dabei sieht das Teil eigentlich wirklich wertig aus, wobei die verwendeten Materialien (silbriges Kunststoffgehäuse) schon einen Rückschluss auf die Preiskategorie zulassen. Aber das ist mir ehrlich gesagt völlig Banane, solange das Schneideergebnis stimmt. Und das tut es ganz überzeugend, so dass auch die fehlende Schutztasche für mich keinen Stern Abzug in der Gesamtbewertung zur Folge hat.
Wer sich überzeugen möchte, wie toll sich ein mit so einem 5-Sterne-Gerät produzierter Haarschnitt anfühlt, darf mir gerne mal über den Kopf streicheln (vorherige Anmeldung erwünscht).
LG Euer Kurzhaarträger
Mr. Andrew
PS:
Ich bitte die fehlenden Zwischenüberschriften zu entschuldigen, meine Kreativität ist derzeit jahres(end)zeitlich bedingt anderweitig gebunden (Geschenke ausdenken usw.). :o)
Schon seit langem gebe ich mich keinerlei Illusionen mehr hin, eines Tages als Frisur-Modell ganz groß auftrumpfen zu können. Dafür hat sich der natürliche Haupthaarbestand im Laufe der Jahre regional doch etwas zurück gezogen. Böse Zungen vergleichen die Situation auf meinem Schädel mittlerweile sogar mit der ungebremsten Abholzung der Amazonas-Regenwälder, nur dass die Auswirkungen der Lichtungen auf meinem Schädel auf das Weltklima wesentlich geringer sind und deshalb der Raubbau an meiner Haarpracht in den Medien deutlich weniger erschrockene Resonanz findet.
Da ich aber mit meinem Erscheinungsbild bei weitem kein Einzelfall speziell der männlichen Spezies bin, wurde glücklicherweise noch zu meinen Lebzeiten der Kurzhaarschnitt gesellschaftsfähig und sicher nur wenig später der elektrische Haarschneider erfunden.
Und um einen - so viel darf ich vorwegnehmen - sehr gelungenen Vertreter dieser speziellen Hausgerätegattung geht es in diesem kurzen Erfahrungsbericht, nämlich den
>>> Philips QC5130/15 Haarschneider <<<
Selbiger ist bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 59,99 Euro derzeit verbreitet für um die 30 Euro (Amazon.de Stand Dez. 2011: 26,20 Euro) käuflich zu erwerben, was ihn zu einem der preiswerteren Geräte in dieser Kategorie macht.
Zur Firma Philips muss ich wohl kaum viele Worte verlieren, es handelt sich schlichtweg um einen der weltgrößten Elektronikkonzerne, hat seinen Hauptsitz in Amsterdam und stellt alles her, was es an Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräten so gibt. Mit anderen Worten, ich lasse meine Denkzentrale von einem Markenprodukt beschneiden.
Da an einem Haarschneider nicht allzu viele Knöpfe dran sind und sich der Funktionsumfang dementsprechend übersichtlich gestaltet, bin ich mit meiner Produktbeschreibung schnell durch:
Der Haarschneider verfügt über einen integrierten, verstellbaren Kamm, der mittels Schieberegler problemlos auf insgesamt 10 Haarlängen eingestellt werden kann. Beginnend bei 3 mm Stoppeln reicht der Einsatzbereich in Intervallen von 2 mm bis 21 mm. Das zweite (und bereits letzte) Bedienelement des Haarschneiders ist ein geriffelter und damit prima griffiger Schiebeschalter zum An- und Ausschalten des Gerätes.
Und das ist auch schon alles. So etwas kann nach meinem Dafürhalten auch ein Dreijähriger bedienen. Da ist es umso komischer, dass dem Karton ein ganzer Packen engbedruckter Bedienungsanleitungen in unzähligen Sprachen beiliegt. Ab damit in den Papierabfall, zumal ein Mann sowieso allergisch auf das Studieren von Handbüchern u.ä. reagiert.
Zum Lieferumfang gehört neben einer kleinen Reinigungsbürste noch ein Ladekabel. Und damit bin ich auch gleich beim Punkt, der mir speziell diesen Haarschneider so "sexy" erschienen ließ, nämlich seine Kabellosigkeit im Betrieb. Vorbei die Zeiten, wo latent die Gefahr bestand, beim Haareschneiden vom Stromkabel stranguliert zu werden. Laut Hersteller reicht eine Ladung für etwa 35 Minuten kabelloses Hantieren, nach meinem Gefühl ist das eine eher konservative Angabe, denn das Ding muss quasi nie aufgeladen werden. Wenn es dann doch irgendwann mal so weit ist, sind immerhin 10 Stunden Ladezeit fällig. Wer keine Geduld hat und befürchtet noch vor Ablauf dieser Frist endgültig zu zuwuchern, kann auch mit gestecktem Kabel im Netzbetrieb bearbeitet werden.
Zur Bedienung des Haarschneiders kann ich nur wenig ausführen, da ich ja überwiegend den Part des Kunden in unserem heimischen Friseursalon innehabe und nur selten Hand an mich lege. Immerhin kann ich guten Gewissens verkünden, dass der Haarschneider gut in der Hand liegt und mit seiner Schnittbreite von 40 mm einerseits ein zügiges Arbeiten erlaubt, aber andererseits gleichzeitig schmal genug ist, um auch etwas unzugänglichere Bereiche (z.B. um den Ohren) präzise zu bearbeiten.
Präzise! Das ist überhaupt DAS Stichwort, mit dem die Bewertung eines Haarschneiders steht und fällt. Und hier verdient sich mein Philips wirklich Bestnoten. Zumindest in den eher geringeren Schnittlängen (5 oder 7 mm), die ich so bevorzuge, fabriziert er auf meinem Haupte einen nahezu perfekten englischen Rasen. Wenn nur nicht diese schwach bis gar nicht bewachsenen Bereiche wären, aber die kann ich nun wirklich nicht dem Gerät ankreiden. *lol*
Da der Kammaufsatz aus einem wenig stabil erscheinenden Kunststoff besteht, möchte ich nicht meine Hand ins Feuer dafür legen, dass diese Präzision bis ans Ende der Fahnenstange (21 mm) garantiert ist, denn möglicherweise gibt der Aufsatz bei stärkerem Andruck etwas nach. Aber mit etwas Feingefühl bei der Handhabung sollte das kein relevantes Problem sein.
Bis auf das denkbar einfache Säubern (Haare wegpusten bzw. mit dieser kleine Bürste wegfegen) nach der Schur ist das Gerät praktisch wartungsfrei. Nun gut, man muss es gelegentlich aufladen, aber das war es auch schon. Laut Herstellerangabe bleiben die Klingen dauerhaft scharf und müssen nicht geölt werden. Um das richtig einschätzen zu können, besitze ich das gute Stück noch nicht lange genug. Im Istzustand ist es jedenfalls so, dass der Haarschneider ohne Ziepen oder Einhaken mir nur so über den Schädel gezogen wird. Es ist regelrecht angenehm, zumal die ganze Prozedur bei mir in weniger als 5 Minuten erledigt ist.
Bei so einem Preis-Leistungs-Wunder spielt die Optik für mich eine eher untergeordnete Rolle. Dabei sieht das Teil eigentlich wirklich wertig aus, wobei die verwendeten Materialien (silbriges Kunststoffgehäuse) schon einen Rückschluss auf die Preiskategorie zulassen. Aber das ist mir ehrlich gesagt völlig Banane, solange das Schneideergebnis stimmt. Und das tut es ganz überzeugend, so dass auch die fehlende Schutztasche für mich keinen Stern Abzug in der Gesamtbewertung zur Folge hat.
Wer sich überzeugen möchte, wie toll sich ein mit so einem 5-Sterne-Gerät produzierter Haarschnitt anfühlt, darf mir gerne mal über den Kopf streicheln (vorherige Anmeldung erwünscht).
LG Euer Kurzhaarträger
Mr. Andrew
PS:
Ich bitte die fehlenden Zwischenüberschriften zu entschuldigen, meine Kreativität ist derzeit jahres(end)zeitlich bedingt anderweitig gebunden (Geschenke ausdenken usw.). :o)
Fazit: Je weniger Haare man hat, desto mehr Gesicht muss man waschen.


