Opernpalais Operncafe
Frühstücken im Rokoko Ambiente - Opernpalais Operncafe Bar / Cafe / Kneipe national

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Frühstücken im Rokoko Ambiente
Opernpalais Operncafe

Bouncer

Name des Mitglieds: Bouncer

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Opernpalais Operncafe

Datum: 09.05.00, geändert am 19.02.02 (923 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: schönes Ambiente, hinterher kann man "Unter den Linden" bummeln, ausreichend und lecker

Nachteile: leider recht teuer geworden

Das Opernpalais befindet sich ganz zentral in Berlin am Anfang der Straße "Unter den Linden" gegenüber der "Neuen Wache". Wie man der kleinen Historie der Website entnehmen kann, wurden 1730 zwei Gebäude erbaut, die schon 1733 mit einer Rokokofassade verbunden wurden und 1811 mit einem klassizistischen Anbau erweitert wurden. Nachdem das Gebäude während des Krieges völlig zerstört wurde, baute man es 1963 neu auf und integrierte dabei noch ein barockes Geländer. Das ist ja ein herrlicher Stilmix.

Das "Operncafé" – um das es im folgenden gehen soll – ist nur eins der zahlreichen Lokalitäten des Opernpalais. Dieses wurde schon zu Ostzeiten sehr intensiv als Gastronomie- und Erlebniseinrichtung genutzt. Nach der Wende nutzte man dann natürlich die exzellente Lage und die damit verbundenen Potentiale, um das Innere sanft, elegant und angenehm in historischem Rokoko Ambiente aufleben zu lassen. Von diesem Prozess und der Entwicklung des Opernpalais zeugen auch die zahlreichen Fotos in der kleinen Lobby.
Von hier aus erreicht man die einzelnen Bereiche des Opernpalais: rechts zum Café, nach oben zu den Tagungssälen, nach unten in das Restaurant Fridericus und links in die Cocktailbar. Die aufwendig restaurierte Lobby besticht durch einen schönen Kronleuchter, warme Farben, Blattgold und eine hübsche und elegante Präsentationstreppe.
Als Gast des Opernpalais kann man an dem kleinen Informationscounter auch kostenlos seine Garderobe abgegeben.

Nun zurück zum Operncafé. Der große Saal wurde – wie man ja der kleinen Fotogeschichte entnehmen kann – nach dem Mauerfall in Anlehnung an das Original restauriert. Dadurch hat man einen hübschen und stilvollen Raum geschaffen. Es dominieren diverse helle und dunklere Brauntöne in Verbindung mit Stoffen in Grüntönen. Zwei große Pfeiler beherrschen den Raum. So dass eine Mittelinsel mit Tischen, Stühlen und Sofaplätzen entstand. Die Sitzgruppen sind in der
Regel recht groß, aber auch recht eng gestellt. Daher werden sie gerne für größere Gruppen wie Geburtstage reserviert.
Zum Gang hin – der einmal um diese Mittelinsel führt – sind Raumteiler aus Holz und Rauchglas aufgestellt worden. Hier sind die "Katzentische" – 2er Tische.
An den Wänden sind fast durchgehend 4er Tische. Auf der einen Seite sind die Türen zur Terrasse, die bei Sonne auch an kälteren Tagen immer stark frequentiert ist. Der Ausblick ist an diesen Plätzen natürlich sehr schön.
Die Wände sind mit Stoff bespannt. Es wurden kleine Lämpchen und auf alt getrimmt Spiegel angebracht. An der Stirnseite blickt man auf ein Wandgemälde mit Szenen aus dem 19. Jahrhundert rund um "Unter den Linden". Wie man sieht, ist das Ambiente des Operncafé sehr angenehm und stilvoll.

An allen Tagen der Woche wird ein Frühstücksbüffet für mittlerweile 9,90 EUR angeboten. Lediglich die heißen Getränke müssen extra bezahlt werden.
Das Büffet befindet sich in einer langgestreckten Vitrine am Eingang des Café und ist sehr geschmackvoll und ansprechend hergerichtet.
Bei den warmen Speisen gibt es in der Regel Rühreier, gekochte Eier, Würstchen, Speck und manchmal kleine Hühnchenfiletteile (meine Leibspeise).
Das Angebot an Zehrealien ist übersichtlich, aber nach dem, was ich gesehen habe, durchaus ausreichend. Dazu wird gekühlte Milch und Fruchtjoghurt angeboten.
Im weiteren Verlauf findet man in der Vitrine eine große Auswahl an Salaten, eine Fisch- und eine Käseplatte sowie diverse Wurst- und Schinkenspezialitäten.
Diese generell gereichten Sachen werden dauernd und zügig wieder aufgefüllt. Daneben werden oft auch Sachen wie Schokocroissants, Kuchen und Hörnchen angeboten. Hier muss man aber sofort zugreifen, da sie nicht wieder aufgefüllt werden.
Als Beilage bekommt man Brot und etliche Brötchensorten sowie Margarine, Butter, Marmelade und Honig.
Eine kleine Abteilung ist schließlich g
anz den Leckermäulchen vorbehalten. Hier werden Quark, Früchte, Eis, Pudding, Grütze, Obstsalat und Vanillesauce angeboten.
Saft ist in den Geschmacksrichtungen Orange und Multivitamin inklusive. Letzterer schmeckt allerdings sehr wässrig. Und in die bereit stehenden Minigläsern passen nur ca. 10cl.
Ich muss sagen, dass das Büffet sehr ansprechend und lecker ist, sich aber auch eher im konservativen Bereich befindet. Innovationen wie Sushi oder Kartoffelpuffer (wie im Albert's üblich) findet man hier nicht. Trotzdem dürfte für jeden etwas bei sein und man kann sich richtig schön satt essen.

Das Personal wurde mittlerweile aufgestockt. Dadurch klappt die Bedienung zügig und ziemlich freundlich. Etwas problematisch sind die kleinen Tische. Man hat trotz der wirklich kleinen Teller kaum Platz zu viert und muss dann gebrauchte Teller irgendwo stapeln. Aber auch die zügige Abholung der Teller durch die Kellnerin hat sich deutlich verbessert.

Für die schönen Tage im Jahr gibt es eine große Terrasse, wo man es sich unter großen Schirmen und mit Blick auf eine schöne Grünanlage gut gehen lassen kann. Aber die Teller sollte man nicht alleine lassen. Die Spatzen sind schon sehr frech und picken einem die frisch geholten Spezialitäten vom Teller :-))

Ich habe schon mal meine Geburtstagsgäste zum Frühstück ins Operncafé eingeladen. Das ist sehr gut angekommen. Und wie ich bei unseren vielen Besuchen gesehen habe, wird die Idee von vielen Gästen gerne wahrgenommen.

Frühstück gibt es von 9-12 Uhr und eine telefonische Reservierung ist insbesondere am Wochenende zu empfehlen.

Preise:
Frühstück 9,90 EUR
Kännchen Kaffe oder Tee 4,00 EUR (Tee ist aber ergiebiger)
Tasse Schokolade 2,50 EUR
Cola 0,3l 2,80 EUR

Internet: www.opernpalais.de (leider nicht gepflegt)

Fazit: