Blow Up
Blas’ mir einen! - Blow Up Bar / Cafe / Kneipe national

Neuester Testbericht: ... enge Raum lässt nicht allzu viel Bewegungsspielraum zu. Bis 05.00 Uhr hat das Blow Up auf. Das Publikum ist bunt gemischt, teilweise hipp,... mehr

Blas’ mir einen!
Blow Up

Magistix

Name des Mitglieds: Magistix

Produkt:

Blow Up

Datum: 10.02.02, geändert am 10.02.02 (191 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Lage im Stadtkern, direkt im Zentrum

Nachteile: Stimmung, Ambiente, Bedienung, Auswahl

Ganz unter diesem Motto steht wohl jene Kneipe im (ehemaligen) Rotlichtviertel in Bonn, die auch noch heute den aussagekräftigen Namen „Blow Up“ behalten hat. Was waren das für Zeiten, als im „Blow Up“ noch Damen gegen entsprechende Entlohnung so freizügig wurden, dass das „Blow Up“ sowohl als Politiker-Puff berühmt wurde. Was waren das für Zeiten, als man der Opposition Koalitionen der besonderen Art nachzuweisen versuchte und die Orgien in jenem Etablissement mit der roten Leuchte vor der Tür zur Tagesordnung gehörten... __________________________________________________ ____

.:| Blow Up – die rote Adresse in Bonns Kneipenszene |:.


Doch wenden wir den nostalgischen Blick ins Hier und Heute. Das Blow Up ist längst kein Puff mehr, wanderten doch die engagierten Damen mit der Polit-Prominenz mit nach Berlin ab. Seitdem also findet sich dort eine Bar, eine Kneipe, eine Lokalität in der man Einen heben kann. Direkt hinter dem Alten Rathaus am Marktplatz findet sich das „Blow Up“, jene Kneipe in Bonn, die sich auch heute noch traut die rote Laterne Abend für Abend anzuwerfen und mit der anrüchigen Geschichte fast zu kokettieren...

Auch vom Äußern hat sich am „Blow Up“ seit jenen Zeiten nichts geändert. Die Tür nach den 3 Stufen die Treppe hoch ist verschlossen, zumindest nur angelehnt. Massives Holz und ein abschreckendes Gucktürchen versperren dem zweifelnden Besucher den Weg. Ein beherzter Griff an die Klinke und ein überzeugender Schritt in den Innenraum sind nötig, ehe man den Weg nach drinnen geschafft hat.

Lässt man die Augen schweifen, so wundert man sich abermals. Die rote Laterne außen, die berühmten Stangen für die erotischen Tänzerinnen innen. Auch hier alles in rötlichem Licht und – Achtung – rote Ledersofas. Alles, aber auch alles ist so belassen worden, wie zu jenen Zeiten. Ich staunte nicht schlecht. Immerhin war ich nie zuvor in einem
Puff, kannte Bilder wie diese allenfalls aus dem Fernsehen. Doch ich hielt durch, trotzte dem Gefühl, dass mich so schnell wieder nach draußen leiten wollte und nahm mit meinem 3 Freunden ein Bier.

Nach und nach gewöhnte man sich an das rot, schaute sich um und sah „Schwulenpärchen“. Wie wunderbar – ich befinde mich in einem ehemaligen Puff und neben mir schmusen Männer miteinander. Nichts gegen Homosexuelle, aber ich kann mich nicht daran gewöhnen diese aneinander und ineinander sich windend um mich herumzuhaben, während ich nur „einen Trinken gehen wollte“.

Doch bleiben wir sachlich: Die Bedienung im „Blow Up“ ließ ein wenig auf sich warten, war dann eher zurückhaltend reserviert, doch brachte sie umgehend unsere Getränke. Eine Karte ließ sich nicht finden, was es wie und wann zu trinken, an Cocktails oder Ähnlichem, gab, kann ich Euch also nicht berichten. Herumstehen sah ich eine große Auswahl an alkoholischen Getränken, Säfte gab es (auch auf Nachfrage) nicht. Also wahrscheinlich nicht die rechte Adresse für Cocktailtrinker und Shake-Liebhaber.

Die Preise vor dem Euro-Zeitalter waren doch „üblich“. Für ein 0.5-Glas Kölsch wurden uns immerhin 5 Dm abgeknöpft. Das Weizen war zum selben Preis erhältlich, der Jägermeister lag bei 4 Dm. Ich finde diese Preise angemessen, wenngleich keinesfalls preiswert. Nun denn, das Blow Up ist eine typische Nachtbar – wir kamen gegen 2 Uhr dorthin und nichts deutete darauf, dass in den nächsten Stunden hier irgendjemand an Sperrstunde oder Schließung dachte. Geöffnet ist es offiziell ab 19 Uhr jeden Abend und (offiziell) nur bis 23 Uhr werktags und 24 Uhr am Wochenende.
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.:| Fazit: Für freizügige Schwerenöter empfehlenswert?! |:.


Für mich persönlich ist kaltes Leder in rotem Licht wahrlich nichts. Die reserviert kühle Atmosphäre war keinesfalls einladend und
auch das Publikum zwischen Notgeilen, Lüsternen und offensichtlich paarungsbereiten Homosexuellen konnte mich nicht für das „Blow Up“ erwärmen. Das anschließend auch noch die Bedienung eher unfreundlich war und man sich immer fremd in dem kahlen roten Raum (cirka 40 Quadratmeter, quadratischer Raum mit 2 Tanzstangen und Tresen rechts) vorkam, machte die Sache nicht wirklich besser.

Für mich ist daher das „Blow Up“ keine Empfehlung. Kneipenfans empfehle ich unbedingt das „Billabong“ oder als neumodische Alternative das „Studio 45“. Der einzige Grund, der für das „Blow Up“ sprechen würde, wäre die erstklassige Lage direkt am Markt in der Innenstadt.

Fazit: