
Neuester Testbericht: ... noch einen Sitzplatz mit Tisch zu ergattern, schwindet ein wenig. Doch das Glück ist uns hold, genau ein Vierertisch ist noch frei. ... mehr
Mittwoch, 13. Dezember 2000, die Erste!
El Rincon de Goya

Name des Mitglieds: sverimalin
Produkt:
El Rincon de Goya
Datum: 27.12.00, geändert am 27.12.00 (64 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: mitten in der Stadt, günstige Preise
Nachteile: der Service könnte etwas schneller sein
Wer in Madrid abends ausgeht, bleibt selten an einem Ort. Man trinkt hier ein Bier, ißt dazu ein paar Häppchen und dann geht die nächtliche Tapareise weiter. So auch an meinem letzten Abend in Madrid.
Begonnen haben wir in geselliger Runde im El Rincón de Goya in der Calle Lagasca, 46. Die Lagasca ist die dritte Parallelstraße zum Paseo de Recoletos bzw. dem Paseo de la Castellana im Stadtteil Salamanca. Die nächstgelegene Metro-Station ist "Serrano". Von dort sind es nur ein paar Schritte und der gemütliche Kneipenabend kann beginnen.
Das El Rincón de Goya ist so halb im Keller versteckt und wer auf die Straße sieht, läuft auch direkt daran vorbei. Es ist brechend voll und unsere Hoffnung, im hinteren Teil des Lokals noch einen Sitzplatz mit Tisch zu ergattern, schwindet ein wenig. Doch das Glück ist uns hold, genau ein Vierertisch ist noch frei.
Schnell die Stühle und den Tisch beschlagnahmt und schon steht der Ober parat und die erste Runde "cervesa" ist bestellt. Das Studium der Speisekarte beginnt und da wir wissen, daß wir noch ein bißchen um die Häuserblöcke ziehen wollen, sollen es wirklich nur ein paar Häppchen werden, die auch schnell gefunden sind.
Wir entscheiden uns für eine gemischte Tapa-Platte und die Leckereien werden auch umgehend auf einer silbernen Etagere zu uns gebracht. Gott sah das alles gut aus!! Getoastete Baguettescheiben waren mit Knoblauchgarnelen, gebackenem "Mäh"-Käse (konnten nicht identifizieren, ob es sich um Schaf oder Ziege handelte), gebratene Fleischscheiben, so einem Art Geschnetzeltem mit Paprika und noch ein paar Leckereien belegt. Es heißt schnell zugreifen, den sonst essen einem die anderen alles weg.
Dazwischen aber auch was Neues probiert. Auf zwei Extratellern haben wir pro Nase je zwei Kartoffelkroketten bekommen. Gelesen hatte ich diese schön öfters auf einer Speisekarte, aber so "nackte" Kroketten?!? Doch diese hier sind nicht nur aus
Kartoffeln, sondern noch mit Schinken bzw. Garnelen vermischt. Hört sich gut an. Es scheint aber in diesem Lokal keine Spezialität zu sein, denn in der Garnelenkrokette finde ich zwar ein Stück gekochtes Ei, aber keine Garnele. Es schmeckt nicht mal annähernd nach Fisch oder Schalentier. Auch in der Schinkenkrokette kein kleinstes Bröckchen Schinken, doch zumindest erahne ich einen dezenten Schinkengeschmack. Außerdem fühlen sie sich in der Mitte etwas matschig an. Nun ja. Ich gehe mal davon aus, daß es woanders etwas genußvoller zubereitet wird.
Die zweite Runde Bier läßt etwas auf sich warten. Die Ober sausen hin und her. Die Gäste kommen und gehen. Sitzplätze werde auf keinem Fall kalt. Und der Vorraum hat sich auch noch nicht geleert.
Die Einrichtung ist irgendwie typisch Spanisch. Derbe Holztische und Stühle. Ein paar bunte Kacheln und Bilder an der Wand. Aber vom Hocker reißt es uns irgendwie nicht. Man sitzt zwar recht gemütlich, das Bier ist süffig, die Tapas lecker und günstig, aber ein Muß?! Nö.
So sparen wir uns eine dritte Runde Getränk (die Bestellung haben wir zwar aufgegeben, aber gekommen ist nichts), die Tapas sind sowieso schon alle verschnabuliert und wir wechseln den Ort des Geschehens.
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Bar / Cafe international

