El Olivar de Ayala
Dort lassen sie keinen verhungern und verdursten - El Olivar de Ayala Bar / Cafe international

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Dort lassen sie keinen verhungern und verdursten
El Olivar de Ayala

sverimalin

Name des Mitglieds: sverimalin

Produkt:

El Olivar de Ayala

Datum: 03.01.01, geändert am 03.01.01 (37 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: freundlicher Service, gemütliche Atmosphäre

Nachteile: bin zu spät gekommen oder war ich zu früh?

Streifzüge durch Madrid sind erlebnisreich, anstrengend, kreditkartenschädlich und doch führen sie einen an heimelige Orte der Genüsse. Eigentlich wollte ich ein paar Mitbringsel besorgen. Am Abend zuvor hatte ich einen netten Pralinenladen entdeckt und wollte diesen nun überfallen. Doch oh Schreck! Siestazeit. Nun gut. Schaue ich halt mal so um den Häuserblock, was es noch so alles zum Kaufen gäbe.

Ich überquere die Calle de Goya, marschiere die Calle de weiß nicht mehr wie sie heißt hinauf und lande in der Calle Ayala. Nette kleine Läden, ein paar Kirchen, ein paar Lokale, ach guck, das sieht ja gemütlich aus und biege in die Calle del Príncipe de Vergara, um schließlich wieder auf der Calle de Goya zu landen. Ich flitze um die Ecke zum Pralinenladen (übrigens in der Calle del Príncipe de Vergara, 16 unter dem Namen Bombones Puebla zu finden, haben gaaaanz leckere Sachen), doch die Pralinenmenschen haben immer noch Siesta! Mh!

Nun gut, mache ich auch Siestazeit. Schließlich sagt mein deutscher Magen, ob ich nicht mal wieder ein paar spanische Tapas einwerfen möchte! Und wo war jetzt gleich wieder dieses von außen nett aussehende Lokal?

Ich also wieder .... überquere die Calle de Goya .... marschiere die Calle de weiß nicht mehr wie sie heißt hinauf und lande in der Calle Ayala ... Stop! Hausnummer 84, da war es.

Ein paar Damen schlürfen noch ihren Kaffee, ein paar ältere Herrschaften sitzen noch in der Ecke am Tisch, ich studiere die Speisekarte auf der Schiefertafel an der Wand, gegenüberliegend eine laaaaaaaaaaaaaaange Bar, stelle mich brav hin und sage !Hola!

Flugs eilt auch die Bedienung heran, hält mir die Speisekarte in Papierform unter die Nase und beginnt im wunderschönsten Spanisch mich mit Worten zu überschütten. Ich nicke, schüttle den Kopf, folge ihrem Finger auf der Speisekarte und auf ihre Armbanduhr. Was will sie mir sagen? Ach ja, eigentlich machen sie jetzt zu, aber von hier bis da könnte ich noch was b
ekommen. Ok. Ich wollte ja sowieso nicht viel.

Sie tippt in der Speisekarte auf drei Sachen, die ich als Schinken, Paprikasalami und Käse übersetze, nicke zustimmend, bestelle noch schnell ein Bier und weiß eigentlich gar nicht, was ich nun bekomme. Nun gut. Sehe mich derweilen im Lokal um.

Im Gegensatz zu anderen Tapa-Bars gibt es hier richtig viel Platz. Es ist freundlich und hell mit spanischen Accessoires eingerichtet. Während meine unbekannte Mahlzeit zubereitet wird, werfe ich einen Blick in das stille Örtchen. Sehr sauber (überhaupt waren alle "servicios" Tiptop!) und liebevoll eingerichtet.

Auf meinem Rückweg zur Bar entdecke ich, daß es hier sogar ein richtiges Restaurant gibt. Gemütlich sind Tischgruppen angerichtet, etwas Blumenschmuck steht präsent und Kerzen versprechen einen heimeligen Abend. Doch so spät ist es ja noch nicht.

Am langen Tresen finde ich nun neben meinem Bierchen drei Minibaguette mit - wie ich richtig vermutete - Schinken, Paprikasalami und Käse. Die Baguette krachen so richtig schön, wenn ich reinbeiße und sowohl der Schinken, als auch die Paprikasalami und der Käse munden köstlichst, haben eine hervorragende Qualität. Wirklich schade, daß ich wohl ein bißchen zu spät gekommen bin, wie gut müssen erst die anderen angepriesenen verlockenden Köstlichkeiten schmecken?!

Doch die Zeit eilt. Das Rollo vor dem großen Fenster und der Tür wird bereits ein wenig herabgelassen, ein vorbeieilender hungriger dürstender Mensch wird der Tür verwiesen (irgendwann ist halt doch mal Schluß). Während ich zahle, drückt mir die freundliche Bedienung mit einem weiteren spanischen Wortschwall die Visitenkarte des Hauses in die Hand. Deutet Richtung Restaurant, zeigt auf die Telefonnummer und ich entnehme dem Ganzen, wenn ich Abends mal richtig essen kommen möchte, dann sollte ich wohl vorher einen Tisch reservieren. Fein!

Ich speichere diese Adresse in meinem Gehirn, die Visitenkarte verstaue
ich sorgfältig und weiß mit Sicherheit, bei nächster Gelegenheit wird die Küche des El Olivar de Ayala aber richtig erforscht!

Fazit: