
WIR Bank sucht ihre Position im Heute
WIR Bank

Name des Mitglieds: Norfolk7
Produkt:
WIR Bank
Datum: 05.06.08, geändert am 07.06.08 (460 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Zinsen
Nachteile: konkurrenzlos
16 Idealisten gründeten 1934 den Wirtschaftsring, um die tief greifenden Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise abzumildern. Geschaffen wurde die Komplementärwährung (frz. complément = Ergänzung) WIR, die auf der Idee der Freigeld-Theorie von Silvio Gesell (1862 - 1930) basiert.
Die WIR-Währung beruht auf der Vereinbarung innerhalb einer Gemeinschaft, etwas zusätzlich neben dem offiziellen CHF-Geld als Tauschmittel zu akzeptieren. Herausgegeben wurde das neu geschaffene Geld in Form von zinsgünstigen Buchgeldkrediten an die Teilnehmer des Wirtschaftsrings.
Anfangs erlebte der Wirtschaftsring einen unerwarteten Aufschwung und mit unglaublicher Geschwindigkeit verbreitete sich dieses "ungeliebte" in der Schweiz. Seitdem sich das Wirtschaftsleben wieder normalisierte, wurde auf die Herausgabe von Währungsscheinen verzichtet und nur noch Buchgeld als Zahlungsmittel verwendet. Ungeliebt ist es heute noch.
1936 erhielt der Wirtschaftsring den Bank-Status. Aber erst 1995 entdeckte der Wirtschaftsring die Vorteile und firmierte nun auch ganz offiziell zur WIR-Bank um.
Warum kann die WIR-Bank 2 Prozent mehr Zins bieten als manche Grossbank? Der erste und wichtigste Grund ist, dass sie als Genossenschaft den Gewinn nicht maximieren muss. Und was für die Produkte gilt, setzt sich bestimmt auch in der gesamten Organisation fort. 2005 wurde ein neuer Direktor eingeführt. Sein Vorgänger sitzt nun im Verwaltungsrat herum.
Kunden gewinnen mit «Terzo» - deren Konto für die Säule 3a. Innerhalb von 2 Jahre nach ihrem Bestehen wurde der Zins schon zweimal gesenkt. Mit einem Zins von 3 Prozent begann alles einmal. Auf den 1. Januar 2008 wurde der Zins nun wieder um ein halbes Prozent auf 2,75% erhöht. Bitte bedenkt, dass Zinsen über 2 Prozent für eine Bank nicht lukrativ sind. Hier werden die Mehrerträge von saftigen Gebühren gleich wieder aufgefressen, die direkt dem Kontoguthaben belastet werden.
Gemäss einer saldo-Stichprobe von 2005 verlangen nur die Wir-Bank und die Zürcher Kantonalbank (ZKB) von ihren Kunden Gebühren beim Vorbezug von 3.-Säule-Geldern.
Durch eine Überweisung der Vorsorgegelder auf das Konto einer anderen, kundenfreundlicheren Bank kannst du die Vorbezugsspesen jedoch leicht vermeiden.
Der Produktmanager der Wir-Bank erklärte im Artikel von saldo 14/2005, dass die happigen Spesen mit dem "erheblichen administrativen Aufwand mit dem Vorbezug" zusammen hängen würden. Der Direktor sieht in den schlanken Strukturen seiner Bank einen wichtigen Vorteil.
Stammanteile der WIR-Bank sind ähnlich riskant wie Aktien. Diese WIR-Anteile haben in der Vergangenheit bis 2005 und über lange Zeiträume hinweg eine tiefere Rendite abgeworfen als der Schweizer Aktienmarkt. Sie werden nur selten gehandelt und es gibt nur beschränkte Informationen über den Geschäftsverlauf dieser Bank. Deshalb ist das Risiko, das man mit diesen Papieren eingeht, schwer einzuschätzen. Stammanteile an deren internen Börse werden nur am 1. und 3. Freitag jedes Monats gehandelt. Seit Ende November 2007 werden die Stammanteile nun auch noch auf der OTC-Handelsplattform der BEKB BCBE angeboten.
Ist die WIR-Bank sicher?
Die Bankiervereinigung zahlt im Konkursfall maximal 30.000 Franken pro WIR-Bank-Kunde rasch aus. Im Gegensatz dazu sind die Kunden von Kantonalbanken in einer komfortableren Lage. Denn diese haben eine Staatsgarantie.
Parken? Am Hauptsitz direkt vor der Tür kaum möglich, da es keine eigenen Parkplätze gibt.
Fazit: Nicht zu empfehlen!
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