Santander Consumer Bank
Dringende Warnung - Santander Consumer Bank Bank

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Dringende Warnung
Santander Consumer Bank

Hartmann%2C+Frank

Autor-Name: Hartmann, Frank

Produkt:

Santander Consumer Bank

Datum: 11.01.08

Bewertung:

Vorteile: man bekommt relativ einfach einen Kredit, den andere vielleicht nicht geben würden

Nachteile: Versteckte Kosten. Will man weg, ähneln die Methoden unseriösen Kredithaien

Ich kann nur dringend vor dieser Bank warnen.

In einer Notlage benötigte ich 25000 Euro. Die habe ich bekommen mit der Bedingung, mein Gehaltskonto dort zu eröffnen. Zur Absicherung sollte ich eine Versicherung abschließen, die mir als Restschuldversicherung verkauft wurde. Ok, ich hätte die 26 Seiten, davon 12 Seiten Kleingedrucktes ausführlich lesen können und mir die schwierigen Passagen von einem Anwalt übersetzen lassen können, während ich am Schreibtisch des Sachbearbeiters saß und sich hinter mir die Leute stapelten. Hab ich nicht gemacht, dafür aber jetzt eine 42 Euro im Monat teure Unfallversicherung bei der Rheinland Versicherung, zusätzlich zu der Unfallversicherung, die ich sowieso schon habe. Übrigens auch bei der Rheinland, aber nur 22 Euro teuer. Eine Restschuldversicherung, wie ich jetzt weiß eine völlig überteuerte, war aber auch noch dabei.
Der Kredit belief sich im Endeffekt auf 48000 Euro, für 25000, die ich brauchte, plus die nutzlose Unfallversicherung, die mir mit "ist da ja mit drin" verkauft wurde. Mir blieb damals nichts anderes übrig.

Das Giro hatte einen Dispo von 3000 Euro. Ich habe mehrfach darum gebeten, den auf 0 zu setzen, weil ich ja weiß, wie das ist. Haben sie einfach nicht gemacht. Irgendwann hatte ich es wenigstens geschafft, den auf 2000 zu drücken. Fand ich schon reichlich seltsam, dass der Kundenwunsch schlicht ignoriert wird. Aber das hat bei der Bank Methode!

Ein Jahr später, im September 2007, waren die Vorraussetzungen dann erfüllt, dass unsere Hausbank den Kredit übernehmen konnte. Die örtliche Volksbank hat recht strenge Grundsätze zur Kreditvergabe. Erst nachdem unser Auto komplett abgezahlt war, konnte sie den Kredit bei der Santander ablösen. Das hat sie dann auch getan und dabei recht großzügig gerechnet. Es sollte vorsichtshalber noch etwas übrig bleiben, um das Girokonto bei der Santander glatt zu kriegen und ebenfalls kündigen zu können. Die Restschuldversicherung verringerte sich natürlich dramatisch, denn die Laufzeit verkürzte sich ja von 6 Jahren auf 1. Die Versicherung hat die Santander auch schon mehrfach angeschrieben, um die Restsumme, über 6000 Euro, zu übertragen. Die Santander reagiert aber nicht. Weder ich noch die Volksbank hat trotz mehrfacher Aufforderung bis heute keinen Auszug oder irgendeine andere Mitteilung erhalten. Der einzige Hinweis auf den Erfolg der Transaktion war, dass keine Raten mehr von meinem Konto abgebucht wurden. Bis zum Dezember 2007. Ich erhielt einen Brief, dass ein Dauerauftrag mangels Deckung nicht ausgeführt werden konnte. War nichts Wichtiges, "nur" der Unterhalt für meine Kinder aus erster Ehe. Ein Blick auf den Onlineauszug ließ meine Kinnlade runter fallen. Die Santander hatte ausgerechnet im teuersten Monat des Jahres mal eben lockere 511,27 Euro abgebucht, mehr, als ich bisher an Raten gezahlt hatte für den Kredit, von dem ich glaubte, er sei abgelöst. Nach etlichen Telefonaten wurde mir dann gesagt, dass noch 6000 Euro offen seien und weil sich niemand gemeldet habe, würde jetzt weiter abgebucht. Das Geld zurück buchen könne man nicht mehr. Man würde aber mich und die Volksbank noch mal anschreiben. Angeblich war dies bereits im Oktober geschehen, aber weder ich noch die Volksbank, noch die Restschuldversicherung hat bisher überhaupt irgendetwas von der Santander gehört.

Vorsichtshalber habe ich der Santander schriftlich die Einzugsermächtigung entzogen. Das hat die Bank aber nicht interessiert und die Rate für Januar 2008 trotzdem eingezogen. Am 4. Januar habe ich dann dort angerufen, dass wir immer noch nicht wüssten, warum der Kredit nicht vollständig abgelöst sei und dass man bitte unverzüglich die 511 Euro wieder zurück buchen möge. Das wolle man sofort erledigen und auch die Schreiben erneut raus schicken. Bis heute, 11. Januar 2007, ist weder das Geld zurück gebucht noch ein Kontoauszug eingetroffen. Auch die Restschuldversicherung hat es bisher nicht geschafft, ihr Geld los zu werden. Natürlich bucht die Santander enorme Zinsen ab. Daueraufträge und Überweisungen werden nicht ausgeführt, aber für die Rate kann mein Konto ruhig über den Dispo hinaus überzogen werden. Und Strafzinsen kassiert werden.

Die Bank verhält sich gerade wie ein kleines, trotziges Kind. Schreiben werden schlicht ignoriert. Mein Datensatz wird irgendeinen Vermerk haben, der den jeweiligen Sachbearbeiter (warum heißen die eigentlich alle Schmidt oder Müller?) anweist, schön freundlich zu sein und zu allem Ja und Amen zu sagen, was ich verlange. Anschließend passiert dann allerdings gar nichts. Ist ja klar, die haben mich ja nicht mehr in der Hand, wenn ich alles ablöse. So können sie mich mürbe machen und werden im Ernstfall wahrscheinlich mit einem netten Schufa-Eintrag drohen. Wie ich mich gegen eine Bank wehren soll, weiß ich nicht, und das wissen die auch. Da kann man ja ruhig mal gegen das Gesetz verstoßen und z.B. ohne Einzugsermächtigung abbuchen. Bis ich mit einem guten Anwalt vor Gericht stehe und möglicherweise sogar gewinne, werden Monate vergehen. Monate, die ich den Anwalt erst mal zahlen muss usw.

Ich werde mir jetzt trotzdem Rechtsbeistand holen. Die Volksbank kennt den Vorfall und steht auf meiner Seite. Mein Gehalt wird nun wieder dort hin gehen und ich werde mich nun genauso verhalten, wie die Santander. Klar, es werden irgendwann Mahnbescheide kommen und ein Schufaeintrag usw, aber was soll's. Die Bank hat alles, was sie braucht, um die Sache abzuschließen. Die wollen ja Geld, von mir kriegen sie keins mehr, dann werden sie sich ja irgendwann melden. Die Überzugszinsen werden sie einklagen müssen, wobei mir nicht ganz klar ist, welche Begründung sie vor Gericht angeben wollen, warum sie 4 Monate trotz mehrfacher Aufforderung von mit, meiner Bank und der Versicherung, Stillschweigen durchziehen und ohne Einzugsermächtigung abbuchen.

Wer einen Kredit benötigt, sollte sich die Angebote GENAU anschauen. Mag sein, dass der Zinssatz niedrig ist. Wenn man aber eine überteure Restschuldversicherung aufgedrückt bekommt und zusätzlich noch eine nicht erforderliche Versicherung nehmen muss, erhöht sich der günstige Zinssatz nicht unerheblich. Die Mitarbeiter sind geschickt in der Darstellung. Wie gesagt: Mir ist nicht aufgefallen, dass ich eine Unfallversicherung abschließe, die ich nicht brauche, aber der Bank eine fette Provision garantiert. Will man die Vertragsunterlagen zur Prüfung mitnehmen oder wenigstens zuhause in Ruhe durchlesen, bekommt man den Eindruck vermittelt, als könne es sein, dass es dann ein Problem mit dem Angebot geben könnte, es dann teurer würde oder gar ganz abgelehnt werden könnte. Vor Ort ist das Studium der Pamphlete kaum möglich.

Fazit: Nicht empfehlenswert, auch nicht als letzter Ausweg.

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