
Produkttyp: Iomega Bandlaufwerke
Neuester Testbericht: ... Laufwerk mehr Daten untergebracht werden können, als auf andere Datenspeicher. --- Geräuschentwicklung --- Das Laufwerk von Iomega hat... mehr
früher war alles anders
Iomega Zip 100 parallel

Name des Mitglieds: wewels1
Produkt:
Iomega Zip 100 parallel
Datum: 17.10.09
Bewertung:
Vorteile: damals war es "in"
Nachteile: zu langsam, keine hohe Speicherkapazität
Beim letzten Aufräumen ist mir mal wieder ein altes Gerät in die Hände geraten, das mir viele Jahre gute Dienste geleistet hat. Aus der heutigen Sicht ist die Daten-Speicherung aber kaum noch zu gebrauchen, da die Kapazit auf den Datenträgern auf 100 MB beschränkt ist. Da haben heutige USB-Sticks schon deutlich mehr.
Das Laufwerk von Iomega gab es im Übrigen in mehreren Versionen. Man konnte es über die parallele Schnittstelle, per SCSI oder auch als internes Laufwerk mit der IDE-Schnittstelle bekommen. Mein Laufwerk hatte allerdings nur die parallele Schnittstelle.
--- Das Laufwerk ---
Das sogenannte ZIP-Laufwerk von Iomega ist komplett in blau gehalten und vorne gibt es einen kleinen Schlitz, wo der Datenträger hereinkommt. Bei den Datenträgern konnte man nur 100-MB-Datenträger benutzen. Rechts neben dem Schlitz gibt es schließlich die Auswurftaste, damit man seine Datenträger auch wieder raus bekommt.
Auf der hinteren Seite gibt es neben dem Stromanschluß zwei parallele Anschlüsse. Der zweite war insbesondere dann sinnvoll, wenn man noch einen Drucker betreiben wollte. Da es damals die Drucker fast nur mit paralleler Schnittstelle bekam, hatte man beim Betrieb des Iomega-Laufwerkes auf einmal eine Schnittstelle zu wenig, aber auch hier haben die Entwickler mitgedacht, denn die parallele Schnittstelle wurde durchgeschleift und man konnte den Drucker zusätzlich noch am Iomega-Laufwerk anschließen. Dies hatte natürlich den Nachteil, dass man das Laufwerk immer einschalten musste, wenn man nur kurz etwas ausdrucken wollte.
--- Die Datenträger ---
Die Datenträger für das ZIP-Laufwerk durften bei diesem Modell nur 100 MB betragen. Das Nachfolgemodell konnte zwar schon 250 MB Datenträger nutzen, aber dies beherrschte das ältere Gerät natürlich noch nicht.
Bevor man einen Datenträger nutzen konnte, musste er natürlich erst formatiert werden. Und dies dauerte bei 100 MB natürlich schon recht lange.
--- Der Datendurchsatz ---
Die Idee zu diesem Laufwerk war an sich ja recht gut, aber es hatte einen entscheidenden Nachteil: Über die parallele Schnittstelle konnten in kurzer Zeit einfach nicht viele Daten übertragen werden. So konnte es schon einige Minuten dauern, bis eine einige MB große Datei kopiert war. Und von USB war damals noch nicht die Rede.
--- Die Installation ---
Die letzte Installation ist bei aber schon einige Jährchen her, aber so weit ich mich hier erinnern kann, gab es für das Laufwerk nur DOS-Treiber. Solange man nur Windows 95 oder 98 einsetzte konnte man die DOS-Treiber noch weiter verwenden, denn vor dem Laden der Windows-Treiber wurden die DOS-Treiber geladen. Aber mit dem Beginn von Windows XP gab es mit diesem externen Laufwerk vermehrt Probleme und das Laufwerk wurde häufig nicht richtig erkannt. Und was soll man mit einem Laufwerk, das nicht mehr richtig erkannt wird. Mit Windows 95 hatte ich allerdings nie Probleme gehabt.
Zum Laufwerk gehörte eine Diskette, mit deren Hilfe man das Laufwerk installieren konnte. Beim Starten wird dann ein entsprechender Treiber geladen, um auf das Laufwerk zugreifen zu können. Für das Laufwerk hat man jetzt einen zusätzlichen Laufwerksbuchstaben bekommen.
--- Das ZIP-Verfahren ---
Mit dem Kompressionsverfahren ZIP, das man auch heute noch kennt, hatte das Laufwerk an sich wenig zu tun. Mit der Bezeichnung ZIP wollte der Hersteller wohl nur zum Ausdruck bringen, dass auf diesem externen Laufwerk mehr Daten untergebracht werden können, als auf andere Datenspeicher.
--- Geräuschentwicklung ---
Das Laufwerk von Iomega hatte auch einen entscheidenden Nachteil: Es war verhältnismässig recht laut und es war meist lauter als eine herkömmliche Diskette. Ich hatte hier den Eindruck, dass das Lesen und Schreiben umso lauter wurde, je länger ein Lese- oder Schreibvorgang dauerte.
--- Der Preis ---
Für das Laufwerk hatte ich damals inklusive drei Datenträger stolze 250 DM ausgegeben. Den gleichen Betrag habe ich noch einmal investiert, um mir zehn weitere 100 MB-Datenträger zu kaufen. Diese habe ich heute noch, aber einen wirklichen Einsatz habe ich für diese Datenträger nicht mehr. Der Speicherplatz ist einfach viel zu niedrig und das Kopieren und Speichern dauert einfach viel zu lange. Da haben USB-Sticks schon deutlich mehr Vorteile.
--- Die Nachfolger ---
Externe Speichermedien gab es schon immer. Angefangen hat es früher mit 5,25-Zoll- oder 3,5-Zoll-Disketten. Da die Speicherkapazität hier aber kaum zu gebrauchen war, mussten andere Lösungen her. Das Zip-Laufwerk von Iomega war damals sehr innovativ und fast jeder aus meinem Freundeskreis hatte sich dieses Gerät zugelegt und es gab nicht allzu viele Alternativen. Nachdem sich allerdings die USB-Schnittstelle immer mehr durchsetzte, gab es vermehrt auch Speichermedien über diese Schnittstelle. Angefangen hat es mit USB-Sticks und externe Festplatten. Und heutzutage sind externe Festplatten von 1 TB keine Seltenheit mehr. Und diese Speicherkapazität ist schon 10.000-mal grösser als die ZIP-Laufwerke von Iomega. Daran kann man schon sehen, was sich hier in den letzten Jahren getan hat.
--- Meine Meinung ---
Ich weiß gar nicht mehr, wann ich dieses Laufwerk zuletzt in Gebrauch hatte, aber es müssen jetzt bestimmt schon acht Jahre sein. Seitdem ich auf Windows 2000 und später auf XP umgestiegen bin, hat das Laufwerk nicht mehr allzu stabil gelaufen und ich habe auf andere Datenträger gesetzt. Selbst eine wiederbeschreibbare CD hatte bessere Eigenschaften als dieses ZIP-Laufwerk.
In Gebrauch hatte ich dieses Gerät nur wirklich drei bis fünf Jahre. Aber mit der parallelen Schnittstelle stieß man auf lange Zeit auf zu lange Wartezeiten. Iomega hat es hier leider versäumt, neuere Laufwerke zu entwickeln, die mit anderen Datenstandards mithalten konnten. Selbst die Nachfolgemodelle mit 250 MB oder auch 750 MB können heute kaum noch einen Anwender hervorlocken. Da ist man mit einer CD-RW bzw. DVD-RW schon viel besser beraten. Und selbst USB-Sticks oder auch SD-Karten sind inzwischen viel komfortabler zu bedienen.
Daher werde ich wohl meine antikes ZIP-Laufwerk von Iomega bald entsorgen.
Fazit: aus guten alten DOS-Zeiten
| Verarbeitung: | ||
| Zuverlässigkeit: | ||
| Installation: | ||
| Laufgeräusche: | ||
| Geschwindigkeit: |
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