Dr. Oetker Kirschli Kuchen

Ganz lecker für Möchtegernbäcker

Produkt:

Dr. Oetker Kirschli Kuchen

Datum: 01.07.03, geändert am 29.04.04 (214 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Einfach und schnell in der Zubereitung, lecker, variabel

Nachteile: nicht billig, kleine Kalorienbombe

?Backen ist Liebe? - Fast jeder kennt inzwischen den durch die Sanella-Werbung bekannt gewordenen Spruch. Manchmal wirkt die Werbung wirklich so gut, dass man daran selbst glaubt. Also wollten wir uns gelegentlich mit meinem Herzblatt gegenseitig mit einem selbst gemachten Kuchen beglücken. An Ideen und Rezepten ist uns nie gemangelt, Aber aus den besten Absichten wird in der Praxis oft nichts, wenn mal die Hardware verrückt spielt oder der Kuchen schlichtweg nicht gelingen möchte.

Ok, von unseren Backversuchen ging bis zu 50% schief, das aber geht überwiegend auf das Konto des blöden DDR-Gasofens, der weder über einen Thermostat verfügt, noch über eine Temperaturanzeige und obendrein im Inneren stärker Wärmt als vorn. Der Rest war dann entweder eigenes Missgeschick oder das regelwidrige Verhalten einiger Zutaten. Von solchen Erfahrungen reichlich gefrustet haben wir uns darauf geeinigt, zumindest dann, wenn es darauf ankommt, auf die Fertigbackmischungen auszuweichen. Dass ist zwar nicht immer billiger als selbst gemacht, aber man spart etwas Zeit, man spart etwas Arbeit und? das Backergebnis wird vorhersehbarer. Inzwischen haben wir mehrere Backmischungen ausprobiert, aber heute möchte ich mich zum Kirschli-Kuchen von Dr. Oetker äußern.

Eigentlich wollte ich diesen Kuchen meiner Freundin zum Geburtstag backen, aber sie wollte partout einen Zitronengugelhupf. Da war nichts zu Machen, wenn das doch der Geburtstagswunsch ist. Aber neulich habe ich mich doch getraut, nach dieser Backmischung von Dr. Oetker im Supermarktregal zu greifen, die fehlenden Zutaten ebenfalls zu besorgen und sich ans Werk zu machen, solange mein Herzblatt nicht da war. Aus unerfindlichen Gründen wollte sie diesen Kuchen erklärtermaßen nicht haben uns später auch nicht probieren? bis es fast zu spät war. Am Sonntag nämlich habe ich unsere sonstigen WGler zum Kuchenessen eingeladen und dann konnte Sie doch nicht widerstehen und fand sogar an dem Kuchen großen gefallen. Allerdi
ngs... Nachschlag war nicht mehr drin, denn es blieb ja nichts mehr übrig.



Nun aber von vorn:

Man nehme die Packung Backmischung aus dem Regal und prüft, ob man alle Zutaten sowie Utensilien daheim vorrätig hat. Denn die Packung enthält beileibe nicht alles, sondern nuch die Backmischung für den Teig (335g) sowie 100g Schokoflocken. Ansonsten braucht man noch 3 Eier, 175g weiche Margarine oder Butter, 50 ml Milch und ca. 370g entsteinte Kirschen bzw. Sauerkirschen.



Vorbereitung:
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Bis auf das Obst hatte ich bereits ohnehin alles da. Klugerweise fand ich in meinem Supermarkt die laut Rezept erforderlichen ?Kirschen ohne Stein? gleich im selben Regal, nur eine Ablage tiefer. Ein Glas für 99 Cent. Zwar wird dem Möchtegernbäcker noch suggeriert, den Kuchen Aufzuschneiden und mit Eierlikör-Schlagahne zu füllen, allerdings fand ich das doch eigentlich zuviel des Guten, zumal man auch ein wenig auf die Linie achten muss.



Zubereitung:
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Daheim angekommen hatte ich den Teig im Nu fertig. Mit dem Rührbesen verrührte ich und schlug fast schaumig die Backmischung zusammen mit 3 Eiern, 170g Sanella sowie 50 ml Milch. Danach die Schokoflocken aus der anderen Tüte unterrühren. Das ganze in eine runde eingefettete Springform (26 cm) füllen. Nachdem ich die Kirschen aus dem Glas geholt und vorzeitig auf dem Sieb abgetropft hatte, konnte ich sie nun gleichmäßig auf dem noch ungebackenen Kuchen verteilen.

Damit war der große Aufwand schon vorbei. Nun lese ich mit einigem Erstaunen, dass der kleine Kuchen für ca. 60 Minuten bei 170°C (150°C bei Heißluft) in den Backofen will. Der Ofen sollte nicht vorgeheizt sein. In meinem Falle wäre das entsprechend Gasstufe 2 bis 3. Alles flugs gemacht und da war ich schon bei der Glotze mit Füße hoch und einer Tasse Tee. Allerdings weiß ich von meinem Ofen, dass er ungleichmäßig wärmt, also Viertelstunde später ging ich wieder hin, u
m den Kuchen um 180° umzudrehen. Er hatte schon auf einer Seite schon Farbe genommen, während die andere Hälfte noch blass war. Paar Minuten Später vernahm ich den durchaus angenehmen Geruch beim Fernsehen ? erfahrungsgemäß ein unverkennbares Zeichen dafür, dass der Kuchen fast soweit ist. Tatsächlich. Oben zwar noch nicht so schon hell braun wie auf dem Bild, aber was tun, wenn er von unten wohl schon anbrennt? Dabei war gerade mal die halbe Backzeit um!!! Dummerweise ließ sich das Gas nicht weiter Reduzieren! Etwas klemmt? Also habe ich den Ofen ganz ausgemacht und noch 5 Minuten bei geschlossener Ofentür nachbacken lassen. Später den Ofen aufgemacht, Kuchen aus der Form befreit und schön auskühlen lassen.

Eigentlich ist der Kuchen gut gelungen, nur von unten hatte er doch ein wenig zuviel Wärme abgekriegt. Auf den Puderzucker habe ich verzichtet und eigentlich hat?s niemand vermisst. Aber nicht weiter tragisch. Und wie er angekommen ist, habe ich schon im Vorhinein verraten.



Was ist drin?
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Die Backmischung für den Teig enthält laut Aufdruck folgendes: Weizenmehl, Zucker, Schokoladeflocken (22%), Weizenstärke, Backpulver (Backtriebmittel Diphosphat und Natriumhydrogencarbonat), Emulgator (Milchsäureester von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren, Glukosesirup, Magermilchpulver, Aroma, Verdickungsmittel (E 466), Kochsalz

Obwohl ich vermute, dass die in einer Extra-Tüte beigepackten Schokoflocken nicht identisch mit der handelsüblichen Milchschokolade sind, verschweigt sich Dr. Oetker zu den weitern Details, wo es doch verwunderlich ist, das diese Schokolade auch im Backofen nicht schmilzt,

Und warum gelingt so eine Backmischung eher als die hauseigene Teigmischung?


Fazit:
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Billig ist diese Backmischung nicht unbedingt. Aber sie ist gut gelungen und zu meiner Überraschung brauchte ich für die gesamte Zubereitung inklusive Backen weniger Zeit, als vom Hersteller als B
ackzeit vorgesehen. Der Kuchen ist von der Konsistenz und auch vom Geschmack her gut, wobei man die Obstsorten und somit auch den Geschmack durchaus variieren kann. Dieser Kuchen duftet schon lecker und hält später, was das Bild auf der Verpackung verspricht. Somit kann ich diese Backmischung auch für Möchtegernbäcker mit zwei linken Händen empfehlen.


Fazit:

Name des Mitglieds: AnDrahs