Babylove Gemüse-Nudelauflauf

Wenn der Vater mit dem Sohne ....

Produkt:

Babylove Gemüse-Nudelauflauf

Datum: 06.09.08

Bewertung:

Vorteile: schmeckt

Nachteile: nur mir nicht

sang einst Heinz Rühmann. Es ist schon etwas Besonderes um die Dinge, die Väter und Söhne gemeinsam unternehmen. Die jüngste gemeinsame Unternehmung meiner beiden Männer dürfte aber doch etwas ungewöhnlich sein.

Mein Mann klagte seit Tagen bereits über Zahnschmerzen. Am Samstag redete ich bereits auf ihn ein, er solle montags zum Zahnarzt gehen - nein, er wollte Montags arbeiten und dabei Bescheid geben, dass er wohl demnächst einen Besuch beim Zahnklempner ins Auge fassen müsse. Sonntagabend allerdings war die Wange dick und nun sah er es endlich ein. Montags fuhr er also Jasmin zum Kindergarten und dann gleich zum Onkel Doktor. Zwei Stunden später war er wieder da - mit einer Krankmeldung für zwei Tage, einem Zahn im Taschentuch und der Anweisung, die nächsten Tage nichts Hartes und vor allem keine Rohmilchprodukte zu essen.

Nun habe ich immer jede Menge Quark und Joghurt im Haus, damit könnte man einen Zahnkranken ja füttern. Aber nicht, wenn ihm Rohmilch verboten ist. Außerdem brauchte Jasmin ein Rezept und unsere Kinderärztin war im Urlaub. Also auf zum weiteren Vertreter - der nähere hat mir beim letzten Mal schon nicht geglaubt, dass Jasmin die Tabletten wirklich braucht - und dann in die Einkaufspassage unter der Praxis. Als erstes fiel mir auf - Mensch, wir haben ja doch einen DM in vertretbarer Nähe. Aber woher soll ich das auch wissen, wenn die den unter der Erde verstecken? Jedenfalls hatte der neue Windeln für Falko und bei der Gelegenheit holte ich auch einige Breie ab 12/15 Monaten. Denn Falko liebt Gläschenbrei immer noch und manchmal ist das das einzige, was er sich füttern lässt. Außerdem dachte ich, dass so ein Brei vielleicht auch was Nahrhaftes für meinen armen Mann sein könne.


Babylove Gemüse Nudelauflauf

musste natürlich mit. Schließlich bekommt mein Mann Entzugserscheinungen, wenn es drei Tage hintereinander keine Nudeln gab .....

Am nächsten Tag ging ich seit langem mal alleine auf Tour. Falko spielte friedlich im Kinderzimmer und meinem Mann hatte ich ins Gästebett im Kinderzimmer umquartiert. Solange ein Erwachsener daneben steht oder liegt, kommt Falko prima alleine zurecht.

Bei der Rückkehr fand ich die beiden in der Küche. Das Gläschen war fast leer. Natürlich wollte ich wissen, wer da gefuttert hat. Immerhin hatte sich mein Mann heftig gegen die Vorstellung gewehrt, Babybrei zu essen.

Mein Mann meinte aber nur, sie hätten es sich brüderlich geteilt. Und es wäre prima zu essen gewesen, ging gut an der Wunde vorbei. Jetzt fand er die Idee doch gut, auf diese Art bekam er etwas Deftiges in den Magen, musste aber nicht großartig kauen.

Geschmeckt hatte es ihm zufolge auch Falko. Der zeterte bereits und verlangte den kümmerlichen Rest zu essen. Das Gläschen war kalt, ich wollte es neu wärmen (okay, soll man nicht, aber ein Erwachsener und ein Zweijähriger haben etwas robustere Mägen als ein Baby) und erfuhr, dass meine beiden Helden es kalt gefuttert hatten. Wohl zur Abhärtung - naja, Falko isst die Breie gerne kalt, aber dass mein Mann ... er, der sich im Gasthaus das Spezi anwärmen lässt, wenn es zu kalt ist ... sonderbar ....

Trotz Falkos Protest habe ich auch mal probiert. In dem Glas war eine orange Masse, mit dicken, weißen Nudelstücken durchsetzt. Schmecken tat´s nach Tomate und Zucchini, allerdings recht verhalten. Und die Nudeln waren wirklich sehr weich. Mein Eindruck war der von mehrmals aufgewärmten Essen, das man schließlich mit Wasser verrührt hat, um es dem Hund zu geben. Nicht schlecht, aber auch nicht so besonders. Halt ohne Gewürze, wie es bei Babys auch besser ist. Und das essen meine Männer auch noch kalt? Warm hätte es sicher noch gewonnen.

Aber schließlich bin nicht ich die Zielgruppe, sondern Falko. Und er hat auch den Rest noch ausgelöffelt. Am Hunger kann´s nicht gelegen haben, mein eigensinniger Sohn verhungert lieber, als etwas zu essen, was er nicht mag. Das Auslöffeln ging übrigens recht gut und ohne viel Kleckerei vonstatten, die einzige Schwierigkeit bot der viel zu große Löffel, den Papa zum Füttern benutzt hatte. Falkos Bemühungen sahen allerdings so goldig aus, dass ich vor Lachen vergaß, ihm einen geeigneteren Löffel zu holen.


Da drin

sind zu 47 % Gemüse, und zwar Tomatenpüree, Karotten, Zucchini, und Zwiebeln. Hm, die Karotten sind mir nicht aufgefallen. 20 % Nudeln aus Hartweizengrieß und Wasser (nicht mehr?) gegart (Kann man wohl sagen!), Wasser (wohl ein Schuss zuviel), Reis (gemahlen), Sonnenblumenöl, Magermilchpulver, Tapiokastärke, Parmesan, Liebstöckel.

202 kcal haben sich die beiden geteilt, aus 5,8 gr Eiweiß, 30 gr Kohlenhydrate und 6,5 gr Fett. Klar, mit Nudeln ist das hauptsächlich Kohlehydrate. Hat meinen Männern wenigstens Energie verschafft. Falko jedenfalls hatte dann genug Kraft, den Holzdeckel seiner Bauklotzkiste abzureißen. Muss er jetzt eben ohne Deckel leben, er hat das Holz regelrecht gesplittert, das bekomme ich mit meiner Klebepistole nicht mehr hin.


Liefern

tut es nur der DM, ist seine Hausmarke. Die Babylove Windeln und Pflegetücher kannten wir schon, dass er jetzt auch in Babygläschen macht, ist neu. Und günstig. Weiß es nicht mehr genau, aber es war unter 'nem Euro für die 250 gr., das gibt´s bei Hipp oder Alete nicht. Und ist auch Bio.


Empfehlen

kann ich das durchaus. Dem männlichen Teil der Familie hat es geschmeckt und Böses ist auch nicht drin. Von der Konsistenz her ein prima Kompromiss aus "zu groß für Babybrei" und "Zähnchen noch nicht stark genug für´s Familienessen". Vor allem kaufaule Kleine können hier gut üben. Was bei Falko ja der Fall ist, er begreift erst jetzt so langsam, dass die über 12 Monate währenden Zahnschmerzen vorbei sind. Deshalb kann dieser Brei durchaus wieder mal bei uns landen. Zwar isst Falko meistens bei uns mit, aber wenn er einmal in der Woche einen Gläschenbrei bekommt, wird der doch mit sichtlicher Erleichterung begrüßt. Erwachsen werden ist ein langer und harter Weg ....

Fazit: schmeckt, nur mir nicht

Name des Mitglieds: Miem!