Cornflake-Brei
Produkt:
Alete Feiner Milchbrei Honig & Flakes
Datum: 27.09.07
Bewertung:
Vorteile: schmeckt
Nachteile: zu früh für 8 Monate, glutenhaltig, Zucker, Biotin überdosiert
Bei der Hitze im Sommer 2006 konnten Jasmin und ich mittags meist nichts "Vernünftiges", sprich großes Mittagessen mit Fleisch und Kartoffeln herunterbringen. Also machten wir aus der Not eine Tugend und probierten schon mal Babybreie aus. Schließlich mussten wir wissen, was wir dem Baby dann später vorsetzen *g
Alete Feiner Milchbrei mit Honig und Flakes
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hatte es Jasmin wegen dem blauen Bären angetan. Und weil Babybrei was feines ist und sie genau weiß, dass sie eigentlich zu alt ist dafür *g. Der Brei ist für Babys ab 8 Monaten gedacht, die gerade lernen, ihr Essen zu kauen.
Mir scheint der Brei eine Hinführung zu dem späteren Cornflakes zu sein. Baby kann sich dann schon mal an das süße Zeug gewöhnen. Ist Alete mit einer Cornflakes-Firma verbandelt?
In der Tüte
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ist kein Pulver, sondern ganz zarte Flocken. Typisch für Babybrei zum Anrühren. Diese Flocken hier sind hellgelb, mit größeren, orangenen Stücken, das sind wohl die Flakes.
Der Geruch ist auch typisch Babybrei - sorry, aber genauer kann ich das nicht beschreiben, denn außer diesen Anrührbreien habe ich noch nichts gerochen, was so ähnlich riecht. Honig oder Cornflakes kann ich da nicht herausriechen.
Zubereitung
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Für´s Baby würde ich natürlich genau nach Anweisung vorgehen: 130 ml Wasser abmessen mit meinem kleinen Messlöffel. Alete scheint zu glauben, dass handelsübliche Messbecher eine so feine Einteilung haben. Das Wasser muß abgekocht werden und auf 50° heruntergekühlt. Versucht das mal mit einem vor Hunger schreienden Baby .... Als Jasmin in der Zufütterphase war, haben wir morgens Wasser abgekocht und in die Thermoskanne gefüllt, sonst dauert das ganze zu lange.
Das Breipulver soll dann mit einem Eßlöffel abgemessen werden. 5 Löffel sollen 50 gr. entsprechen. Für´s Baby würde ich die Briefwaage nehmen, denn allein in meiner Schublade tummeln sich Esslöffel, deren Kapazität sicher um 5 gr. schwankt. Und ein bißchen mehr oder weniger kann bei einem Baby schon den Unterschied zwischen Verstopfung und gut vertragen ausmachen.
Für Jasmin und mich habe ich allerdings einfach heißes Leitungswasser abgemessen, ein Schluck über der 125 ml-Marke und fünf Esslöffel Pulver darübergegeben. Auch wenn Jasmin noch ein Kleinkind von 2 3/4 Jahren war und ich hochschwanger und im Moment sehr auf das Essen achtgeben mußte, sooo empfindlich wie ein Baby waren wir denn nun doch nicht.
Umgerührt hab ich mit dem Löffel und da löst sich dieser Brei auch ganz gut. Manche Breie erfordern ja einen Schneebesen, hier geht´s auch so.
Essen
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Jasmin hat natürlich gleich drauflosgefuttert und die erste Portion über die Hose gekleckert. Der sogenannte Brei ist eher ein Schleim, zum Selberessen absolut nicht geeignet. Ja, ich weiß auch, dass es Lätzchen gibt, aber wenn 3/4 des Breis auf dem Lätzchen landen, nützt mir das auch nichts mehr.
Der Brei schmeckt recht gut, ziemlich süß allerdings und Honig schmecke ich immer noch nicht. Die Süße scheint mehr vom Zucker zu kommen.
Die Cornflakes sind ziemlich fest und etwas zäh. Sie müssen unbedingt gekaut werden. Ein Brei, der Baby zum Kauen animiert, ist das ganz sicher nicht. Baby muß schon kauen können, wenn es diesen Brei bekommen will.
Ich probiere natürlich, einen Mundvoll ungekaut hinunterzuschlucken. Selbst mich kratzt es dabei etwas im Hals, ein Baby bekäme hier einen Hustenanfall.Somit korrigiere ich im Geiste die Altersangabe von 8 auf mindestens 10 Monate.
Auch nach längerem Stehenlassen (sollte man für´s Baby natürlich nicht machen, sondern Reste selberessen oder wegwerfen), sind die Flakes zwar weicher und kratzen nicht, aber sie sind immer noch zäh und schwer zu kauen, wenn man keine Mahlzähne hat. Ein 8 Monate altes Kind hat im Normalfall gerade mal die ersten Schneidezähnchen, aber noch keine Mahlzähne.
Jasmin hat keine Probleme mit dem Brei, aber sie zählt ebensowenig wie ich zur eigentlichen Zielgruppe. Ihr schmeckt´s jedenfalls, obwohl sie sich zu alt fühlt zum Fütternlassen, läßt sie´s jetzt geschehen. Sonst kann sie ja auch gut alleine essen, aber dieser Brei ist zu schleimig dafür.
Ist er denn auch gut für´s Baby?
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Zutaten:
Folgemilch (entrahmte Milch, Öle, Zucker, Vitamine C, Niacin, E, B1, Calcium-Pantothenat, A, B6, Biotin, Folsäure, D, B2, Eisenfumarat, Zinksulfat, Kaliumjodid)
Weizenmehl, Cornflakes, Magermilchpulver, Honig, Zucker, Calciumcarbonat, Vanillin
Ziemlich viel Zucker für einen Babybrei.
Niacin ist Nikotinsäure, klingt schimm, ist aber ein lebenswichtiges Vitamin aus der B-Gruppe. Obwohl es wasserlöslich ist, kann es überdosiert werden. Hier sind 26 % des Tagesbedarfs enthalten, also würde ich dem Baby höchstens zwei Portionen am Tag geben, denn andere Nahrungsmittel enthalten ja auch Niacin.
Biotin ist hier laut Alete überdosiert (130 % des Tagesbedarfs) und das führt zu einem erhöhtem Blutzuckerspiegel und erhöhtem Vitamin C und B6-Bedarf. Ich ändere meine Empfehlung, allerhöchstens eine Portion am Tag (und nicht jeden Tag) und dann bitte extra Obst dazu, um Vitamin C nachzufüllen. Eine kurzzeitige Überdosierung ist nicht so schlimm, aber längerfristig zieht man sich so nur Diabetiker heran. Schließlich verringert Biotin die Insulin-Ausschüttung und dann ist auch noch kräftig Zucker in diesem Brei, der ja dann nicht verabeitet wird!
Der Farbstoff Calciumcarbonat ist schlicht gesagt Kreide und unschädlich laut grüner Faden. Also ist es nicht so schlimm, wenn Jasmin ihre Tafelkreide in den Mund steckt *g
Vanillin ist ein Aroma, das künstlich hergestellt werden kann, aber auch auf natürlichem Weg direkt aus der Vanille-Pflanze gewonnen wird. Welchen Weg Alete gewählt hat, kann ich leider nicht feststellen.
Cornflakes pflückt Alete offenbar vom Baum. Hier wird nämlich nicht angegeben, woraus denn bitte die Cornflakes gemacht wurden.
Und für allergiegefährdete Kinder?
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Da kann ich den Brei überhaupt nicht empfehlen. Der Brei enthält Gluten, Laktose und Zucker. Im ersten Lebensjahr sollten allergiegefährdete Kinder wie meine nicht mit Laktose und nur selten mit Gluten in Berührung kommen, das heißt, keine Milchprodukte außer HA-Babymilch und Laktosefreie Milch und wenig glutenhaltiges Getreide. Nicht umsonst mischen die meisten Babykost-Hersteller Reis und Reismehl in ihre Produkte, Reis enthält nämlich im Gegensatz zu Weizen kein Gluten.
Und kommt mir nicht mit Omas Weisheiten. Meine Schwiegermutter kannte es auch nicht anders, die Kinder bekamen als Ersatzmilch Hafer- oder Weizenflocken mit Kuhmilch und Zucker. Aus heutiger Sicht für allergiegefährdete Kinder eine Katastrophe und prompt haben zwei meiner Schwägerinnen heute schwere Neurodermitis. Ich habe meine Gründe, auf Allergene in der Nahrung zu achten.
Fazit:
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Der Brei schmeckt ja ganz gut, aber er ist meiner Meinung nach erst für Babys ab 12 Monaten geeignet, jüngere werden die Flakes so hinunterschlucken. Und zum Selberessenlernen ist er wegen der Konsistenz völlig ungeeignet, selbst ich hatte Probleme, den Schleim auf dem Löffel zu behalten.
Es sind keine direkt schädlichen oder krebserregenden Inhaltstoffe drin, aber die Überdosierung des Biotins in Verbindung mit Zucker paßt mir gar nicht. Ich bezweifle ernsthaft, dass ich den Brei wieder kaufen werde.
Fazit: schmeckt , zu früh für 8 Monate, glutenhaltig, Zucker, Biotin überdosiert
Name des Mitglieds: Miem!
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07.01.08
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