Alete nicht mehr als Durchschnitt...
Produkt:
Alete Aletemil 1
Datum: 10.01.02, geändert am 10.01.02 (595 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: sehr gut verträglich, leichte Zubereitung
Nachteile: sehr teuer, abfallreiche Verpackung
Das erste was mir bei Alete auffiel, war die außergewöhnliche Verpackung. Im Gegensatz zu anderen Babymilchnahrungen , wie Humana oder Milupa wird Alete in einer Weißblechdose angeboten.
Dafür enthält die Dose nur 800g Milchpulver und nicht 900g wie bei der Konkurrenz üblich.
Die Verpackung erspart einem ein zusätzliche Tupperdose, wie man Sie bei Humana und Milupa benötigt.
Dafür hat man aber auch eine Menge mehr Abfall, denn bei ca. 1,5-2 Dosen die Woche sammelt sich ein enormer Abfallberg an.
Nach dem Öffnen der Dose sollte man eigentlich den Portionslöffel auf dem Milchpulver liegend finden. Manchmal jedoch muß man im Milchpulver wühlen um den Löffel zu finden. Das empfinde ich als unhygienisch. Der Portionslöffel muß erst aus zwei Teilen zusammengesetzt werden ehe er nutzbar ist. Dabei fällt leider wiederum vermeidbarer Plastikabfall an. Als sinnvolle Maßnahme ist am Dosenrand eine Abstreifkante eingelassen. Leider sorgt der überstehende Dosenrand jedoch dafür, das in der Dose immer eine Restmenge verbleibt, die sich schwer umschütten läßt.
Verpackung: **
Zur Milch: Das Pulver ist recht grobkörnig und neigt überhaupt nicht zum kleben, wie z.B. Humana. Dadurch läßt es sich sehr gut verarbeiten. Leider riecht es dafür leicht unangenehm mit einer fischigen Note. Dieser Geruch wird extrem, wenn man einen Milchrest über Nachte stehen gelassen hat. Das Flaschenreinigen am nächsten Morgen ist dann wirklich unangenehm.
Milch ***
Zur Zubereitung: Die Zubereitung ist wie eigentlich bei allen Milchnahrungen denkbar einfach. Wasser abkochen, benötigte Menge auf 50°C abkühlen lassen, Pulver hinzugeben, schütteln und bis auf Trinktemperatur abkühlen lassen. Das Pulver löst sich sehr gut auf. Leider benötigt man bei Alete häufig Wassermengen mit 5ml-Teilung Z.B 105ml oder 175 ml. Lassen sich diese Mengen bei NUK-Flaschen noch relativ gut ablesen ist es z.B. bei MAM-Flaschen schwierig. Das ist es bei Humana besser geregelt, wo man
genau 30 ml für einen Portionslöffel braucht. Damit lassen sich auch Zwischenmengen besser herstellen.
Im Gegensatz zu Humana ist Alete ein wahres Schaumbad, so daß man die Milch nach der Zubereitung einige Zeit stehenlassen sollte.
Bei Alete muß man je Altersstufe des Babys relativ viel Nahrung zubereiten. Z.B 200ml anstatt 170ml bei Humana. Dadurch verlängert sich der Trinkvorgang erheblich.
Zubereitung: ***
Zur Verträglichkeit: Unser Sohn verträgt Alete ausgesprochen gut. Leider ist es jedoch nicht so sättigend wie Humana und durch die große Menge schläft er während des Trinkvorgang häufiger ein. Die Spuckneigung unseres Sohnes bei Alete ist geringer als bei Humana. Allerdings hat er bei Humana nur geringe Mengen ausgespien, während es bei Alete im seltenen Spuckfalle zu einen schwallartigem Erbrechen kommt. Verdauungsprobleme hat unser Sohn durch Alete überhaupt nicht bekommen.
Verträglichkeit: *****
Zur Ergiebigkeit: Alete ist wesentlich weniger ergiebig als andere Milchnahrungen. Das liegt zum einen an der geringeren Füllmenge und zum anderen an der großen Zubereitungsmenge. Bei einem 4 Monatsbaby reicht eine Packung Alete 4-5 Tage. Humana hingen mehr als eine Woche.
Ergiebigkeit/Preis: *
Fazit: Alete ist eine gut verträgliche Milchnahrung die insgesamt jedoch hinter Humana zurückbleibt. Zudem ist sie aufgrund geringer Ergiebigkeit eine der teuersten Milchnahrungen. Der Preis läßt sich auch durch die im großen und ganzen mißlungene Verpackung nicht rechtfertigen. Verträgt das Baby andere Nahrungen, gibt es kein Grund Alete einzusetzen.
Fazit:
Name des Mitglieds: Huehnermann
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22.09.02
Ganz super Bericht,der auf alles eingeht, was mich an einer Babynahrung interessiert. Danke!