


Produkttyp: Besafe Autositze
Neuester Testbericht: ... die beiden Gurte mithilfe eines Klappschalters an der Vorderseite des Sitzes komplett lang ziehen und die Gurte nach außen wegklappen, bi... mehr
Verkehrte Welt - wir fahren rückwärts
HTS BeSafe iZi Combi X3

Name des Mitglieds: mandarinenstern
Produkt:
HTS BeSafe iZi Combi X3
Datum: 26.08.11, geändert am 26.08.11 (127 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: sicherer Sitz, gute Verarbeitung
Nachteile: keine wirkliche Schlafposition, sperrig
Liebe Leute,
DAS wird was größeres. Ein Bericht über einen unserer Kindersitze soll es sein. Das Leben unserer Kinder ist uns wichtig und deshalb ist es für uns auch wichtig, unsere Kinder sicher zu transportieren (und wer jetzt sagt, dass wir früher als Babies in den Kinderwagenschalen auf dem Rücksitz unangeschnallt ja wohl schließlich auch überlebt haben, der hat irgendetwas grundlegend nicht ganz verstanden ;)
Zunächst die Fakten:
*** Hersteller: ***
Kontakt in Deutschland:
HTS BeSafe Safety AB
30982 Pattensen
Tel.: 01718327627
Email: info@hts.no
Hergestellt wird der Kindersitz in Norwegen, vertrieben wird er in Deutschland zum einen über das Internet (z. B. bei http://www.marama-kinderartikel.de/), offline ist er in ausgewählten BabyOne-Fachmärkten zu bekommen und häufig auch ausgestellt. Ansonsten führen ihn auch andere Babyfachmärkte, die den Sitz aber oftmals erst bestellen müssen. Eine vorherige telefonische Nachfrage lohnt, habe ich die Erfahrung gemacht. Es handelt sich um einen Kindersitz der Gruppe 0/1. Er ist damit gruppenübergreifend von Geburt an bis zu einem Gewicht von 18 kg zugelassen. Und dabei - ganz wichtig! - bis 18 kg reboard, heißt rückwärtsgerichtet, was wiederum bedeutet, dass das Kind während der Fahrt nicht nach vorne aus der Frontscheibe hinaus, sondern nach hinten aus dem Kofferraum schaut.
*** Warum ein Reboarder? ***
werden einige von euch fragen und ich bemühe mich, das verständlich zu erklären. Wie vor allen Dingen die Eltern unter euch wissen werden, sind Babyschalen, also Kindersitze der Gruppe 0, in Deutschland ausschließlich reboard zugelassen. Babies sitzen in Gruppe 0-Sitzen so lange, bis entweder der Kopf über die Oberkante der Babyschale ragt, was im Alter von 10-18 Monaten der Fall ist, oder bis zu einem Gewicht von 9-13 kg. Dies ist europaweit in der ECE Regelung 44 deswegen so vorgeschrieben, weil Studien gezeigt haben, dass dies die sicherste Art des Transports für Babies ist, da deren Wirbelkörper in den ersten Lebensjahren noch nicht vollständig geschlossen sind und sie sonst bei einem Crash sich schnell das Genick brechen oder querschnittgelähmt sein können. Dazu kommt, dass der Kopf eines Babies im Gegensatz zu dem eines Erwachsenen deutlich schwerer ist (in Relation zu seinem Körpergewicht). Wer schon einmal einen Auffahrunfall hatte, weiß, wovon ich spreche: der Kopf wird bei einem Unfall ungebremst nach vorne geschleudert. Was einem Erwachsenen schon schnell ein Schleudertrauma einbringen kann, bringt Kindern, die vorwärts in ihrem Sitz sitzen, noch schneller ein Schleudertrauma oder nimmt ihnen gar das Leben. Sitzt das Baby nun rückwärts in seinem Sitz, so verteilt sich die Last bei einem Unfall nicht auf den Kopf, sondern wird über den Rücken abgeleitet, so dass weniger oder weniger dramatische Verletzungen entstehen. Und das Ganze verhält sich nicht nur bei Babies, sondern auch noch bei Kleinkindern bis zu 5 Jahren so, so dass auch für Kinder, die dem Babyalter entwachsen sind, im Grunde nur noch ein Reboarder in Frage kommt. Eigentlich total logisch und verständlich, oder? Wer all das schon lange weiß und auch umsetzt, sind die Norweger und Schweden. Dort wird man kein oder kaum ein Kind unter 4-5 Jahren sehen, das im Auto vorwärts fährt. Auch der ADAC weist schon seit Jahren auf die Vorteile des Rückwärtsfahrens für Kleinkinder hin. Wer gerne einmal bildlich die Vorzüge rückwärts gerichteten Fahrens ansehen mag, kann bei Youtube nach "rearfacing" suchen und findet dort zahlreiche Videos, in denen die unterschiedlichen Verletzungen von Kindern bzw. Dummies aufgezeigt werden, die entweder vorwärts oder rückwärts im Auto mitfahren. Erschreckend und auch nichts für schwache Nerven!
Warum sich die Reboarder in Deutschland noch nicht durchgesetzt haben bzw. gerade jetzt erst so langsam in Mode kommen, liegt mE unter anderen am
*** Preis: ***
Unser iZi Combi x3 hat 379 Euro gekostet (und davor haben wir noch eine Babyschale benutzt, aber mehr dazu später). Ein stolzer Preis für einen Kindersitz, wie ich finde. Ein durchschnittlicher Klasse I-Autokindersitz kostet etwa 200 Euro, so dass man beim iZi Combi x3 schon einmal das doppelte hinblättern darf. Aber die Vorzüge überwiegen für uns. Ich werde versuchen, sie euch im folgenden noch näher zu bringen.
*** Kaufanreiz: ***
Wir wollten nun also einen Reboarder. Derer gibt es mittlerweile einige auf dem Markt. Bevor wir den x3 gekauft haben, hatten wir bereits den x2 in Gebrauch und waren von dem Sitz so begeistert (und damals gab es auch kaum andere Auswahl als den HTS), dass wir auch gerne den Nachfolger gekauft haben. Nun aber zum Sitz:
*** Funktionen: ***
SIP - Side Impact Protection
5-Punkt-Gurt mit zentraler Gurthöhenverstellung
vier Schlafpositionen
leicht erreichbares Gurtschloss
Rückenventilation
waschbarer Bezug
einfach herausnehmbare Gurtpolster und Kopfkissen
Material der Sitzschale: Polypropylene
vorwärts gerichtet genehmigt von 9-18 kg, rückwärts gerichtet von 0-18 kg
Genehmigungsstandard: ECE R44-04
Den Sitz haben wir gekauft, als unser Kind knapp 1 Jahr alt war und die Babyschale langsam zu eng wurde. Ja, obwohl der Sitz ab 0 kg zugelassen ist, haben wir vorher eine Babyschale benutzt. Erklärung im Folgenden:
*** Zulassung ab 0 kg / ab der Geburt: ***
Der HTS iZi Combi x3 ist rückwärtsgerichtet zugelassen ab der Geburt. Allerdings ist die Rückenstütze des Sitzes sehr steil, so dass man (oder ich) im Grunde gar nicht verantworten kann, ein Baby in einen solchen Autositz zu setzen. Babies sollen prinzipiell überhaupt nicht sitzen, da ihre Rückenmuskulatur sich erst mit etwa einem 3/4 Jahr (Sitzalter) so weit ausgebildet hat, dass ein Sitzen nicht mehr schädlich ist (zumindest für den Rücken waren die Kinderwagenschalen, in denen wir früher transportiert wurden, also bestens geeignet). Die Babyschale ist dabei ein Kompromiss - das Baby "sitzt" dort in halbliegender Position. Beim x3 ist der Neigungswinkel allerdings so steil, dass das Baby dort wirklich sitzen würde und damit das ganze Körpergewicht des Babies auf dem Steiß liegen würde; für uns ein No-go. Insofern empfehle ich, den Sitz erst ab Sitzalter zu benutzen.
*** Größe des Kindersitzes: ***
Reboarder sind generell sperriger als vorwärts gerichtete Kindersitze, so auch der x3. Man muss sich das in etwa so vorstellen: Ein Reboarder ist ein normaler Kindersitz, - allerdings mit einem Standfuß. Der Sitz selbst sitzt teils auf dem Autositz auf, gleichzeitig wird er aber durch den Fuß im Fußraum des Autos gehalten. Das bedeutet aber auch, dass die Rückenlehne des Sitzes, wenn man den Sitz in den hinteren Reihen eines Autos montiert, an den Sitz der vorderen Sitze anstoßen kann, was wiederum auf den vorderen Sitzen zu einem geringeren Platzangebot führen kann, weil man evtl. den Vordersitz weiter nach vorne schieben muss. Es kann sogar passieren, dass der x3 gar nicht erst ins Auto reinpasst. Man sollte also unbedingt im Babyfachmarkt ausprobieren, ob der Sitz überhaupt ins Auto passt (es kann ohnehin nicht verkehrt sein, den Sitz im Babymarkt mit Kind zu testen). In unser altes Auto, einen Ford Escord, passte der Sitz gerade noch hinein, allerdings konnte mein Mann, der mit 1,90 m relativ groß ist, nicht mehr bequem auf dem Vordersitz sitzen. Unser neues Auto, einen Citroen C8, haben wir bewusst danach ausgesucht, dass wir im Zweifelsfall drei Reboarder hineinbekommen und noch Beinfreiheit haben. In den C8 passt der Sitz sehr gut, ohne dass auf den Vordersitzen Beinfreiheit verloren geht.
*** Design & Verarbeitung: ***
Der Sitz besteht grob gesagt aus drei Teilen: dem Sitz selbst, einem Stützfuß aus schwarz lackiertem Metall und einem Frontbügel, der sozusagen als Abstandshalter zur Rückbank bzw. zur Rückenlehne des Vordersitzes dient. Alle Teile unseres Kindersitzes sind schwarz, einzig der Frontbügel ist am Ende rot eingefärbt. Die Sitzschale besteht aus Polypropylene (wikipedia sagt, dass es geruchlos und hautverträglich ist und für Anwendungen im Lebensmittelbereich geeignet). Der Bezug ist aus Kunstfaser und bei 40 °C waschbar. Steht der Sitz vor einem, so erkennt man eine Sitzfläche, eine Rückenlehne und eine im Halbkreis gebogene Kopf"schale". Die Seitenteile des Sitzes sind jeweils abgerundet und gebogen, der extratiefe Seitenaufprallschutz im Kopf- und Beckenbereich, ebenso abgerundet, macht einen sehr stabilen Eindruck. Zieht, klopft, drückt und quetscht man das Material, wirken Sitz & Zubehör sehr gut verarbeitet. Das Design gefällt mir sehr gut und macht zusammen mit der Verarbeitung einen guten Eindruck.
*** Montage: ***
Der ADAC moniert in seinen Tests oftmals den schwierigen Einbau von Reboardsitzen. Dies hat der ADAC auch beim x3 moniert. Ein schwieriger Einbau kann zu Fehlern bei selbigem führen und damit auch die Sicherheit des Sitzes herabsetzen. Ich gebe zu, dass die Montage nicht kinderleicht ist.
Im Folgenden versuche ich sie kurz zu beschreiben:
Zunächst überlegt man sich, auf welchem Sitz im Auto man den Kindersitz montieren möchte. Dies ist recht wichtig, da man den x3 in aller Regel nicht ständig ein- und ausbaut und er fest installiert sein wird. Ob und auf welchen SItzen unser Kindersitz überhaupt zugelassen ist, kann man hier http://www.hts.no/downloads/manuals/X3carlist/Carl ist_Combi_EN.pdf nachsehen. Wir haben unseren Sitz in die zweite Sitzreihe außen hinter dem Beifahrersitz eingebaut. Ebenso kann man den Sitz aber auch auf dem Vordersitz bzw. Beifahrersitz anbringen (bei ausgeschaltetem Airbag!) Ich gestehe, wir haben uns vor dem Einbau ein Video auf Youtube angesehen - die Bedienungsanleitung ist zwar ausreichend bebildert und beschreibt jeden einzelnen Schritt sehr genau, jedoch wollten wir zunächst einen groben Überblick darüber haben, wie der eingebaute Kindersitz am Ende aussehen soll.
*** Einbau auf einem Rücksitz: ***
Zuerst haben wir beide Vordersitze nach vorne geklappt, um uns Platz zu verschaffen. Dann haben wir den Kindersitz auf dem Sitz hinter dem Beifahrersitz positioniert und auch den Stützfuß angebracht. Nun steckt man den Frontbügel in die Öffnungen des Metallhakens und bewegt ihn mit einer Ratsche nach ganz vorne in Richtung Rückbank. Das Distanzband führt man durch den Stützfuß und hakt es ein. An der Rückseite des Kindersitzes befinden sich Befestigungsgurte, die nun noch mit dem Auto verbunden werden müssen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, diese zu verbinden: entweder man befestigt die Gurte an den Schienen des Vordersitzes mit Schrauben, man befestigt die Gurte an den Schienen des Vordersitzes durch Festziehen, man befestigt die Gurte am Vordersitz selbst, indem man sie zwischen Sitzunterteil und Sitzlehne hindurchzieht und das Schloss durch die Gurtschlaufe zieht oder man befestigt die Gurte am Vordersitz, indem man die Enden unter dem Vordersitz kreuzt und sie nach oben zum Sitz führt.
Wir haben unsere Gurte an den Schienen des Vordersitzes mit Schrauben befestigt, was problemlos vonstatten ging (allerdings muss man beachten, dass man seinen Vordersitz dann nicht mehr komplett nach hinten schieben kann). Dann haben wir den Sitz seitlich ins Auto gestellt, ihn in die richtige Position gedreht und den Bügel mit der Verstellratsche so weit wie möglich nach vorne geschoben. Je weiter man den Bügel nach vorne schiebt, desto mehr Beinfreiheit hat das Kind am Ende. Danach kümmert man sich um den Stützfuß, der den Boden des Autos berühren muss, damit er ausreichend Halt gibt. Danach haben wir den Sitz noch mithilfe des 3-Punkt-Gurts in unserem Auto festgeschnallt, indem wir die Gurte durch die Gürtösen (Hörner) des Sitzes gezogen haben. An der Unterseite des Sitzes befindet sich dabei ein Metallhaken, über den man den Beckengurt zieht; den Schultergurt zieht man hinter dem Horn entlang, das sich auf der Seite des Gurtschlosses befindet. Danach bildet man mit dem Schultergurt eine Schlaufe, fädelt die Schlaufe durch den Gurtblock in den roten Schlitz des Frontbügels des Kindersitzes und zieht ihn fest, indem man den Gurt nach unten zieht. Mit der Ratsche zieht man nun so fest, bis der Frontbügel in die Rücklehne des Rücksitzes des Autos gepresst wird. Die gekreuzten Befestigungsgurte verbindet man dann noch mit dem Kindersitz und zieht sie fest, der Stützfuß wird mit einer Sicherungsschraube fixiert. Nun schiebt man entweder den Vordersitz so weit nach hinten, dass der Vordersitz an den x3 anstößt oder schiebt die Rücklehne des Vordersitzes so weit nach vorne, dass zwischen Vordersitz und Kindersitz mind. 25 cm Abstand bestehen. Wer nicht mitgekommen ist: YouTube bietet ganz tolle Videos, in denen der Einbau erläutert wird. ;) Ingesamt muss ich zum Einbau aber sagen, dass er wirklich nicht ohne Tücken ist. Hält man sich jedoch an die Schritt in der Bedienungsanleitung, fällt er nicht schwerer als der Zusammenbau eines IKEA-Möbels.
Wer den Sitz auf dem Vordersitz einbauen möchte, begebe sich bitte ebenso auf YouTube. ;) Auch das haben wir bereits gemacht: der Einbau auf dem Vordersitz ist ebenso anspruchsvoll und tückenbehaftet wie der auf dem Rücksitz, doch auch da hilft die Bedienungsanleitung weiter. Der vorwärtsgerichtete Einbau - dazu benötigt man weder den Stützfuß noch den Bügel - ist im Gegensatz zum rückwärtsgerichteten Einbau kinderleicht und in wenigen Minuten vollbracht (dabei schnallt man im Grunde nur den Sitz mit dem Gurt an). Eingebaut hätten wir das Teil nun jedenfalls schon einmal. Nun aber zum Praxistest.
*** Der iZi Combi x3 im Praxistest: ***
Will man nun sein Kind in den Sitz setzen, so kann man die beiden Gurte mithilfe eines Klappschalters an der Vorderseite des Sitzes komplett lang ziehen und die Gurte nach außen wegklappen, bis man das Kind hineingesetzt hat. Was superpraktisch ist, ist, dass Besafe unterhalb der Ohren des Sitzes und in die Gurte Magnete als Gurthalter eingebaut hat, mit denen man den Gurt nicht nur wegklappen, sondern auch noch außen fixieren kann. Das hatte der x2 leider noch nicht, insofern weiß ich dieses Gimmick besonders zu schätzen. Das Kind lässt sich jedenfalls schon einmal leicht und ohne große Kraftanstrengung in den Sitz heben (oder steigt bestenfalls selbst drauf). Sitzt das Kind nun, holt man sich die Gurte von der Seite, klickt sie mittig zusammen und drückt sie ins Gurtschloss, das zwischen den Beinen des Kindes gut zu erreichen ist. Nun muss man die Gurte noch festziehen. Dazu dient ein Gurt an der Vorderseite des Sitze als Gurtnachstraffer, an dem man mit wenig Kraftaufwand ziehen und so das Kind fest anschnallen kann. An der Rückseite des Sitzes befinden sich Verstellgriffe, um die Kopfstütze und Schultergurte in der Höhe zu regulieren. Diese kann man gut erreichen und sie sind leicht bedienbar. Die Rückenlehne kann in 5 Positionen verstellt werden - Besafe bezeichnet dies als Schlafpositionen. Allerdings muss ich sagen, dass diese Positionen wirklich nur wenige mm auseinanderliegen und auch in der letzten Position der Neigungswinkel des Sitzes keinen Schlafkomfort bietet, der Rücken ist immer noch steil. Die Positionen kann man allerdings mithilfe eines Hebels ganz einfach verstellen, ohne dass ein größerer Kraftaufwand nötig wäre. Unser Sohn findet den Sitz "seeeehr betwem [bequem]" und sitzt gerne darin. Um ihn wieder aus dem Sitz zu holen, öffnet man das Gurtschluss, zieht die Gurte wieder lang und holt ihn einfach wieder heraus.Dadurch dass unser Kind rückwärts sitzt, hat es leider die Möglichkeit, mit dreckigen Schuhen die Autositze schmutzig zu machen. Da kann man Abhilfe schaffen, in dem man einen Trittschutz anbringt. Wenn auf diesem dann noch Winnie Pooh abgebildet ist, wird dieser besonders gut angenommen, so meine Erfahrung. ;)
Ein Hinweis allerdings noch von meiner Seite: Wir hatten den Sitz auch schon auf dem Beifahrersitz stehen. Allerdings sieht man dann weder seinen rechten Außenspiegel noch kann man aus dem rechten Seitenfenster nach draußen sehen. Die Anbringung reboard auf dem Beifahrersitz kann ich daher überhaupt nicht empfehlen.
*** Reinigung: ***
Der Bezug des x3 ist bei 40°C waschbar. Im Gegensatz zu etwaigen Babyschalenbezügen ist der Bezug des x3 ganz leicht abzunehmen (Gurte wegziehen und Bezug abziehen, Haken an der Kopfstütze des Sitzes lösen, auch hier den Bezug abziehen). Ebenso kann man die Schulterpolster einfach abziehen und waschen. Auch nach mittlerweile mehrmaligem Waschen ist weder die Farbe des Bezugs ausgeblichen noch wäre er eingegangen. Der Bezug ist auch einfach wieder aufzuziehen.
*** Bedienungsanleitung: ***
Die Bedienungsanleitung des Sitzes ist leicht zu verstehen und ausreichend bebildert. Der Einbau des Sitzes ist ausführlichst beschrieben und in einfachen, verständlichen Sätzen verfasst; man merkt, dass Besafe sehr viel Wert drauf legt, die Montage so leicht wie möglich zu gestalten. Es finden sich zahlreiche Bilder, auf denen der auszuführende Schritt, oftmals gesondert und in rot gekennzeichnet ist. Warnhinweise werden deutlich mit Kästen, Ausrufezeichen und an der richtigen Stelle angebracht. Es finden sich Hinweise zur Montage des Sitzes, zum Ab- und Aufziehen des Bezuges und zu sämtlichen Möglichkeiten des Einbaus. Ferner ist die Fahrzeugliste beigelegt, aus der erkennbar ist, wie und wo man den Sitz bei welchem Fahrzeug einbauen kann. Die Bedienungsanleitung ist vorbildlich.
*** Der x3 im Test: ***
Der ADAC hat den Sitz, soweit ich weiß, bislang nur mit ISOFIX getestet. Jedoch hat der ADAC den x2 getestet (es gibt kaum Unterschiede zwischen den Sitzen) und dabei, wie oben bereits erwähnt, Punktabzüge für den schwierigen Einbau gegeben. Zudem wird die Beinfreiheit bemängelt (was der ADAC aber auch bei vorwärts eingebauten Sitzen immer wieder moniert). Beim Frontaufprallschutz bekam der x2 ein "sehr gut", wegen der Probleme und Tücken bei der Montage litt die Gesamtwertung. Aber seien wir mal ehrlich: wenn die Skandinavier seit Jahrzehnten in der Lage sind, Reboarder richtig einzubauen, werden wir Deutschen das doch auch schaffen, oder?
*** Zubehör: ***
Es gibt allerhand Zubehör zum x3. Neben dem Sommerbezug aus Frottee, den wir besitzen (das Ding ist weiß und absolut hässlich, aber es erfüllt seinen Zweck, unser Kind schwitzt nicht mehr so) haben wir außerdem einen Sonnenblende für den Sitz, die gerade bei Einbau auf dem Vordersitz praktisch ist - leider sitzt das Kind vorne beim Reboardeinbau ja mit dem Kopf mitten im Sonneneinfall, den die Sonnenblende aber zu verhindern mag. Es gibt außerdem einen in Deutschland nicht zugelassenen Quergurt, den sog. belt guard, um die beiden Seitengurte am Kind noch einmal waagerecht zu verbinden, so dass das Kind sich nicht aus den Gurten befreien kann (glaubt mir, manche Kinder schaffen das bei jedem Sitz). Natürlich benutzen wir diesen Zusatzgurt nicht. Er könnte aber sicherlich praktisch sein. Dazu kann man noch einen Trittschutz für die Rückbank bzw. den Vordersitz erwerben, so dass das Kind mit seinen Füßen die Sitze nicht schmutzig machen kann. Auch die von uns verwendeten Spiegel zur Beobachtung der Kinder können bei HTS erworben werden.
*** Fragen zur Praxisanwendung: ***
"Wird das denn nicht unbequem? Das Kind hat ja gar keinen Platz für seine Beine."
Unser Sohn ist jetzt etwa einen Meter groß und hat noch ausreichend Beinfreiheit; er sitzt nach wie vor rückwärts. Mit ausgestreckten Beinen stößt er mit den Füßen an der Rückbank an, er kann seine Beine aber genausogut nach unten baumeln lassen, er hat genügend Platz. Die Skandinavier beweisen seit Jahren im Praxistest, dass ihre Kinder bequem und sicher in Reboardern sitzen.
"Finden größere Kinder es nicht doof, gar nichts zu sehen?"
Unser Sohn ist es gewohnt, rückwärts zu fahren. Er kann dabei aus dem Kofferraum hinaussehen oder auch ganz normal aus dem Fenster. Einzig uns kann er nicht sehen, - wobei das nicht stimmt: Wir haben unter unserem Autorückspiegel einen gesonderten Spiegel, um unsere Kinder auf der Rückbank beoachten zu können. Ebenso können uns unsere Kinder sehen, da wir am Kopf der Rückbank einen weiteren Spiegel angebracht haben. Anfangs war es noch komisch, sich umzudrehen und nur Rücklehnen der Kindersitze zu sehen, mittlerweile haben auch wir uns daran gewöhnt. Für den Fall der Fälle, dass er absolut nicht mehr rückwärts fahren wollen würde (und davon gehe ich nicht aus), könnten wir allerdings den Sitz ja immer noch vorwärts einbauen.
*** Fazit & Bewertung: ***
Der HTS Besafe iZi x3 ist ein sicherer, gut verarbeiteter Kindersitz, dessen Einbau es in sich hat. Der Preis ist nicht ohne, dafür erhalte ich jedoch einen Sitz, von dem mein Kind gute 3 Jahre etwas hat und indem es sicher im Auto sitzt.
Wegen mE fehlender Ruheposition und der Sperrigkeit (und daraus folgend der Tatsache, dass man ihn leider nicht in jedes Auto bekommt) ziehe ich einen Stern ab.
Genug für heute und in den nächsten Tagen habe ich bestimmt auch keine Lust mehr auf einen weiteren Erfahrungsbericht. Ich freue mich aber, wenn ich helfen konnte. ;)
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mandarinenstern für dooyoo am 26.08.2011, 04:30 Uhr, welch abartige Uhrzeit
Fazit: kaufen bitte!

