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Produkttyp: Firestone Autoreifen
Neuester Testbericht: ... Je nach Last bricht entweder das Heck aus oder der Wagen untersteuert, weil er vorn in Fliehkraftrichtung zu rutschen beginnt. Auch... mehr
EINE JUGENDLIEBE IM LICHT DER VERNUNFT
Firestone Multihawk 175/65 R14 82T

Name des Mitglieds: Teilsmit
Produkt:
Firestone Multihawk 175/65 R14 82T
Datum: 06.09.10, geändert am 05.04.11 (278 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Unglaublich gut bei Trockenheit, Vernünftiger Preis,
Nachteile: Deutliche Schwächen bei Nässe
Eine alte Jugendliebe aufgewärmt, gewissermaßen.
Warum Jugendliebe?
Nun...bereits im zarten Alter von 17, 18 Jahren gefiel mir der Schriftzug "Firestone"
auf den Walzen anderer Jugendlicher Autofahrer bereits ausgesprochen gut.
Ehrensache, dass mein erstes Auto, ein 45 PS Monster mit SPOILER, VW Polo, FIRESTONE Schlappen draufbekam. Der Reifen war in der Clique Statussymbol :-)
Und somit war es Ehrensache dass das Prachtstück natürlich jeder sehen musste.
So wurden natürlich die Schriftzüge peinlichst genau und ja ohne zu kleckern mit Reifenweiß Stift ausgelegt.
Die FAHREIGENSCHAFTEN interessierten uns nicht wirklich.
Offen gestanden...wir hatten auch nicht die geringste Ahnung von Dingen wie Aquaplaning,
Bremsweg bei Nässe etc..
Der Schlappen war cool ( Wer auch immer ihn dazu ernannt hatte) und wir liebten UNSEREN Firestone.
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Heute, angekommen in einem anderen Jahrtausend haben sich Ansichten und Vorlieben relativiert.
Irgendwann in der Vergangenheit war mir die Reifenmarke egal geworden,
waren es ohnehin meist Neue auf entsprechenden Fahrzeugen und der Reifen eigentlich nie
mehr ausschlaggebend für den Fahrzeugkauf.
Dieses Frühjahr allerdings hatte ATU ein Angebot für "meine" alte Liebe, den Firestone.
4 Stück Sommerreifen, Multihawk
( Vielfacher Falke... und da war das Gefühl für "coolness" fast wieder 150 Euro INCLUSIVE Montage, Altreifenentsorgung Auswuchten usw.
Natürlich war das letztlich der COOLE Punkt schlechthin und so fuhr ich also wieder einen Firestone Schlappen. Ganz wie in alten Zeiten. MEIN Firestone wieder auf meinem Auto
Hier und Heute, der Alltag
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In meinem Bekanntenkreis gelte ich als sportlicher Fahrer. Nicht als Raser, gewiss nicht,
aber auch nicht als Einer, der das Bremspedal als Einziges Pedal zu nutzen weiß.
Dem entsprechend bekommt ein Auto auch gelegentlich die Möglichkeit, Stoßdämpfertauglichkeit, Lastwechselverträglichkeit, Beschleunigungswerte etc. unter Beweis zu stellen.
Klar, dass bei zügiger Kurvendurchfahrt der Reifen das Erste ist, was taugen muss.
Wie sagte mal ein Reifenhersteller? "Weil Reifen das Einzige sind, was Sie mit der Straße verbindet"
Verblüffend einfach, diese Weisheit. Aber doch SEHR wahr.
Ich beginne also mit trockener Straße, eingefahrener, grauer Asphalt :
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Auf diesem Medium ist der Multihawk eine echte Pistensau, um diesen Begriff jetzt mal nur SCHEINBAR respektlos zu gebrauchen.
Bei Geschwindigkeiten und Kurvenneigungen, bei denen schon so manchem Reifen
ordentlich quietschende Geräusche entfahren, die bei weiterem Einlenken in Kreischen ausarten können (durch das Quietschen auch bei dem Ein oder Anderen Insassen erst initiiert) bleibt der Hawk ruhig.
Ein leichtes Rauschen, durch die Querkräfte ist zu hören. Völlig normal.
Lastwechsel, durch heftiges Links -Rechts Fahren scheinen diesen Reifen gradezu
zu Höchstleistung anzuregen.
Hier gilt, beinahe wie im Autorennen der Profis: Wenn der Bursche warm ist, fährt es sich mit ihm wie auf Schienen.
Hier kommt bei einem alten Cartfahrer echte Freude auf.
Die Abrollgeräusche habe ich nicht gemessen. Wie auch? Ich bin kein Tontechniker.
Subjektiv meine Meinung dazu ( Und ich bin NICHT schwerhörig)
Schön ruhig, kein störendes Jaulen oder Zischen wie es bei anderen Marken durchaus vorkommt.
Der "Falke" bei Nässe
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Was ich grade bei Trockenheit als eine Stärke des Hawk erwähnt habe ist bei Nässe zu relativieren.
Die gleiche Fahrweise bei nasser Straße würde Autohändlern einen höheren Umsatz bescheren.
So cool "meine" Marke uns auch früher vorkam und so günstig der Preis auch war, wenn es feucht wird
sind die echten fahrerischen Fähigkeiten gefragt, denn da wird der Falke bockig.
Kurven, die man bei Trockenheit locker mit 70 km/h nehmen kann, geraten bei Nässe bereits mit 40
zu einem wahren Schlingerkurs.
Je nach Last bricht entweder das Heck aus oder der Wagen untersteuert, weil er vorn in Fliehkraftrichtung
zu rutschen beginnt.
Auch relativ harmlose Pfützen mag der Firestone nicht leiden.
Es ist daher schon wichtig, sich an evtl. Geschwindigkeitsbegrenzungen für Nässe zu halten.
Ansonsten ruckelt es mal schnell unangenehm, weil man schlicht aufschwimmt.
Solch unangenehmes Aquaplaning durfte ich z.B. bereits bei knappen 80 auf dem
Offenburger Autobahnzubringer erleben, während andere (mit welchen Reifen konnte ich natürlich nicht sehen) mit sicher 100 und mehr scheinbar problemlos an mir vorbeizogen.
Ich zog auch...es vor nämlich, schön rechts zu bleiben und auf 70 runter zu drosseln.
Ok, es regnete schon ordentlich.
Dennoch...auch anderen ging es so und die meisterten die Prüfung ja schließlich auch.
Diese Rutsch - und Aufschwimm - Neigung erlebte ich auch noch an anderen Stellen.
Dieses Verhalten sorgte dafür, dass ich mir ganz automatisch eine ganz defensive Fahrweise
bei Regen zugelegt habe.
In wieweit das nun schlecht ist, sei dahin gestellt. Langsam fahren ist ja nichts Schlimmes.
Nur wenn diese Fahrweise auf einer klaren Reifenschwäche beruht, ist es weniger angenehm.
So zumindest MEINE Ansicht dazu.
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Ich habe folgendes aus der Geschichte gelernt.
Bei Trockenheit ist der Multihawk ein echter Kracher für Leute, die es mal zwischendrin in Kurven juckt.
Leute, die es lieben, gegen die Tür gedrückt zu werden ohne dass der Reifen
auch nur andeutungsweise schwächelt, haben hier einen Idealen Schlappen gefunden.
Bei Nässe ist der Hawk bestenfalls Durchschnitt.
Ich will jetzt an dieser Stelle noch keine anderen Namen nennen, aber es gibt auch für Nässe DEUTLICH bessere Felgenschuhe.
Bei GLÄTTE habe ich den Hawk nie probiert, da kommen Winterreifen auf den Wagen.
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Fazit:
Der Abrieb hängt natürlich von der Fahrweise ab.
Auf meinem Wagen hält ein Satz etwa eine Saison.
Ist eben so und liegt eigentlich nur an der Kurvenfahrt .
Der Zwang zu überdurchschnittlich defensiver Fahrweise bei Nässe mag einerseits gut sein, Sicherheitstechnisch ist es für den normalen Autofahrer etwas riskant.
Daher, auch wenn Firestone meine Jugendliebe war, KEINE volle Punktzahl
Ich hoffe, ich konnte etwas zu einer evtl Kaufentscheidung beitragen.
Hubert
PS: Ich lege die Schriftzüge heute NICHT mehr weiss aus.....
Fazit: Empfehlenswerter Allrounder für den Sommer, wenn man im Regen zu langsamer Fahrweise bereit ist
| Verarbeitung: | ||
| Laufgeräusche: | ||
| bei Nässe: | ||
| bei Glätte: | ||
| bei Trockenheit: |
Weitere Testberichte: im Bereich Autoreifen / Sommerreifen

