VW Sharan 1.9 TDI 90 PS
sein Geld nicht wert - VW Sharan 1.9 TDI 90 PS Auto

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Produkttyp: Volkswagen Autos

Neuester Testbericht: ... Dieser wurde ausgetauscht, eine Ladeluftkühler gereinigt und wir bekamen das Auto wieder zurück. Doch ? oh Wunder! ? es lief immer ... mehr

sein Geld nicht wert
VW Sharan 1.9 TDI 90 PS

Marokko

Name des Mitglieds: Marokko

Produkt:

VW Sharan 1.9 TDI 90 PS

Datum: 19.04.02, geändert am 14.04.04 (1073 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: geräumig, wendig

Nachteile: anfällig, zu teuer




Im Oktober 1996 habe ich einen VW Sharan TDI ( Baujahr August 1996 ) gekauft. Leider muss ich sagen, dass ich noch nie soviel Ärger mit einem Auto hatte als mit dieser angeblich ?guten, deutschen Wertarbeit?!

Als erstes traten Probleme mit den Bremsscheiben auf, die innerhalb von einem halben Jahr dreimal ( ! ) ausgewechselt werden mussten. Dies war ärgerlich, aber noch zu verkraften, da es sich ja um einen Garantiefall handelte.

Jedoch traten so nach und nach Mängel auf, die aus eigener Tasche bezahlt werden mussten.

So brach z.B. der Getränkehalter auf der Beifahrerseite ab. Wobei man bemerken muss, dass dies ohne äußere Gewaltanwendung geschah, jedoch kein Wunder: diese bestehen aus echt Plastik!

Des weiteren gab die Armlehne auf der Beifahrerseite ohne ersichtlichen Grund nach und lässt sich seitdem nicht mehr eintstellen. Nach Anfrage beim VW-Händler kostet allein das Ersatzteil ohne Einbau DM 125,-.

Kommen wir nun zum eingebauten Kindersitz. Hierbei sprechen wir jetzt nicht von einem Luxusartikel ( wie z. B. dem Getränkehalter ), sondern von einem absoluten Sicherheitsrisiko, wenn dieser, wie in unserem Fall, aus der Rückenlehne bricht. Meine damals knapp 3-jährige Tochter wog gerade mal 15 kg, war somit also durchaus im Limit für diesen Sitz.

Wir haben uns dann einen anderen Kindersitz zugelegt, da der eingebaute nicht mehr tragbar war!

Kurze Zeit später passierte dann folgendes: die Rückenlehne auf der Fahrerseite war auf einmal in sich verzogen. Wir haben versucht, diese manuell zu begradigen, da sich


logischerweise die Sitzqualität deutlich verschlechtert hatte, jedoch ohne Erfolg. Dazu bräuchte man schon Bärenkräfte.

Nun frage ich mich, wie ist es möglich, dass sie sich überhaupt verzogen hat?

Kostenpunkt der ganzen Angelegenheit: DM 300,- Materialkosten plus Arbeitslohn ( heutzutage nicht ganz unerheblich ).

Von Wolfsburg kam dann
die Erwiderung, dass sie von solchen Schäden noch nie gehört hätten, sich aber netterweise an den Kosten beteiligen.

Wie es der Zufall will, habe ich kurze Zeit später in der ADAC Motorwelt einen Mängelbericht gelesen von diversen Automarken. Allein 25% der Mängel bei einem VW Sharan beziehen sich auf die Sitze!!!

Dies war im Jahr 1999! Bis jetzt war unser 3 Jahre altes Fahrzeug seit Kauf jedes!!! Jahr wegen Mängel, die nicht auf Verschleiß zurück zu führen sind, in der Werkstatt!

Wäre doch zu schade, wenn dies im Jahr 2000 anders gewesen wäre, oder?

Im September 2000 ging es dann munter weiter: bei einem Kilometerstand von 148.000 haben wir den 4 Jahre alten Wagen in eine VW-Werkstatt gebracht. Er zog nicht mehr, der Wagen brachte keinerlei Leistung. Dies wurde der Werkstatt mitgeteilt.

Die Inspektion wurde durchgeführt, doch laut Computer war kein Fehler vorhanden. Der Wagen sei in Ordnung, hieß es. Enstandene Kosten: DM 466,90 inkl. Ölwechsel.

Kaum aus der Werkstatt raus, trat das gleiche Problem auf. Also wieder zur Werkstatt zurück. Der Wagen wurde wieder untersucht, aber man fand nur Kleinigkeiten.

Dann wurde uns auf einmal mitgeteilt, der Turbolader sei defekt. Dieser wurde ausgetauscht, eine Ladeluftkühler gereinigt und wir bekamen das Auto wieder zurück.

Doch ? oh Wunder! ? es lief immer noch nicht!!! Der gleiche Fehler blieb bestehen!

Wieder wurde das Auto in die Werkstatt gebracht. Dort hieß es nun, es würde ein Fax nach Wolfsburg geschickt, sie selbst wüssten nicht mehr weiter.

Was dann intern passiert ist, kann ich nicht nachvollziehen, jedoch wurden wir informiert, dass der Wagen zu einem Dieselspezialisten nach Düsseldorf gebracht würde. Ca. 1 Woche später war das Auto wieder zurück in unserer Werkstatt, aber die Herrschaften in Düsseldorf hatten auch nichts heraus gefunden. Jetzt würden sie noch die Pumpe ausbauen und dann würde man sehen.

Endlich:
nach dem Ausbau der alten und dem Einbau der neuen Pumpe funktionierte unser Wagen wieder!!!

Jetzt frage ich mich:

Was hat die Inspektion gebracht, die ich bezahlt habe?
War der Turbolader wirklich defekt? Das Problem bestand schließlich hinterher immer noch.
Wie kann es möglich sein, dass bei einem so teuren Auto nach 4 Jahren schon so viele Dinge kaputt gehen?
Wenn ich einen Wagen in eine VW-Werkstatt gebe, dann erwarte ich eine kompetente Betreuung. Dass heißt für mich, dass ich nicht 5 Wochen!!! auf mein Auto warten muss, bis ich es endlich zurück bekomme!
Des weiteren erwarte ich auch, dass ich über eventuelle Kosten informiert werde. Für den Einbau des Turboladers wurde meine Erlaubnis eingeholt und mir auch die Kosten mitgeteilt, da sich die Ersatzteile auf ca. DM 2.000,- beliefen. Bei der Pumpe bzw. der Endsumme war dies nicht mehr der Fall. Ich wurde vor vollendete Tatsachen gestellt: DM 6.866,-.

Als Entschuldigung bekam ich dann zu hören, man hätte ja schließlich nicht alle Arbeitsstunden berechnet. Entschuldigung, warum soll ich Arbeitsstunden bezahlen, wenn ich hinterher das Auto in defektem Zustand zurück bekomme? Wenn kompetente Mitarbeiter am Werk gewesen wären, wäre das Problem im Nu erkannt worden!

Ich bat um eine Stellungnahme von VW Wolfsburg und mir wurde nach einiger Zeit knapp die Hälfte der entstandenen Kosten erstattet ( auf Kulanzbasis ).

Aber unser Sharan wäre kein echter VW, wenn er uns im nächsten Jahr, sprich 2001, in Ruhe gelassen hätte:

Erst war der Kabelbaum durchbrochen! Die Lichter in der Kofferraumtür funktionierten nicht mehr.

Und dann kam der Hammer: das Auto kam wieder in die Werkstatt, da es aus dem Auspuff sehr stark qualmte!

Dieses Mal wurde von der VW-Werkstatt der Schaden sofort entdeckt: der Zylinderkopf war kaputt, es musste ein Austauschmotor ran!!! Kostenpunkt: erneut DM 7.995,-!!!

Wenn man sich die Kosten der außerplanmä
ssigen Reparaturen ( ich rede hier schließlich nicht von abgenutzten Reifen oder Bremsscheiben ) einmal zusammenrechnet, so kommt man auf einen Betrag von knapp DM 20.000,-!!!

Und damit ist nicht nur der finanzielle Aspekt gemeint! Unsere Nerven waren dadurch auch sehr strapaziert!

Nach Aussprache mit einer befreundeten Rechtsanwältin teilte mir diese mit, dass es absolut annormal sei, dass innerhalb von 5 Jahren über ein Drittel des Kaufpreises wieder in Reparaturen gesteckt werden müsse. Das sei bar jeden Verhältnisses!

Ich muss sagen, ich frage mich auch, wie VW ? ein Konzern, der doch eigentlich für gute Wertarbeit stehen sollte ? dies verantworten kann? Wir haben extra ein teureres Auto gekauft, um diese Dinge direkt von vornherein ausschließen zu können!

Widerum habe ich mich bei VW beschwert, jedoch meinten sie diesmal, dass sie uns nicht entgegen kommen könnten, da die Gewährleistungszeit weit überschritten sei und unser Sharan schon eine hohe Laufleistung hätte ( damals 168.000 km ).

Soll dies bedeuten, dass man einen VW Sharan TDI im Alter von 5 Jahren auf den Schrott werfen kann, da er eine ?hohe? Laufleistung hat? Ich finde, davon kann man bei einem Diesel erst sprechen, wenn er mindestens das Doppelte drauf hat. Außerdem sollte man sich einmal den Anschaffungspreis vor Augen halten! Der Sharan sollte ein Familienauto sein, aber welche Familie kann sich so ein Auto denn heutzutage noch leisten, wenn man gleichzeitig mit solchen Reparaturen rechnen muss?

Wir sind jetzt im Jahr 2002 angelangt. Toitoitoi ? bis jetzt mussten nur die hinteren Bremsscheiben ausgewechselt werden ( normaler Verschleiß, gegen den ich nichts einzuwenden habe ).

Jedoch ist das Jahr 2002 ja auch noch lange nicht zu Ende!!!

So, jetzt habe ich mir erst einmal alles von der Seele geredet. Ich hoffe nicht, dass anderen VW-Besitzern das gleiche passiert!

Fazit: