VW Polo 1.4 TDI 3-türig
Update 03.10.04: Polo 1.4 TDI als Geschäfts-Reisewagen - VW Polo 1.4 TDI 3-türig Auto

Produkttyp: Volkswagen Autos

Neuester Testbericht: ... man mal von den nicht ganz vollendeten Tatsachen ab, ist der Polo ein gelungenes Auto in dem man sich wohl fühlt, mit dem es Spaß mach... mehr

Update 03.10.04: Polo 1.4 TDI als Geschäfts-Reisewagen
VW Polo 1.4 TDI 3-türig

MiKaiser

Name des Mitglieds: MiKaiser

Produkt:

VW Polo 1.4 TDI 3-türig

Datum: 19.03.03, geändert am 13.11.04 (6627 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Spritzig, sparsam, sehr hohe Qualität

Nachteile: Teuer, Schlecht zu warten, Birnen vorne kaum zu wechseln

Polo 1.4 TDI als Geschäfts-Reisewagen
Update vom 03.04.2003 und 03.10.2004 unten

Erstmal, damit Ihr meine Beurteilung einschätzen könnt, ein paar Details zum Auto und zur Nutzung:

Auto:
Polo 1,4 TDI Modelljahr 2000 nach Facelift (Modell 6N2, angegeben als 2001er Modell) mit 75 PS, Turbodiesel Pumpe-Düse, 2-türig, Klima, Servo...
Jetzt ist der Wagen 4 Jahre alt und hat 170.000 KM auf dem Buckel. Keine größeren außerplanmäßigen Werkstattaufenthalte.

Einsatz des Autos:
Dienst-Reisewagen für mich, einen Koffer und einen Laptop, 95% Autobahn und Landstrasse, kein Stadtauto.

Meine Präferenzen:
Ich bin kein Fan irgendeiner Automarke. Als Familienkutsche tut bei uns noch ein Renault Scenic 1,6 16V Benziner seinen Dienst, Testbericht siehe dort. Ich liebe effizientes Fahren. Das heißt, nicht viel mehr Blech bewegen als nötig, und das möglichst sparsam. Natürlich möchte ich (1,80 Meter, also Normalmaß) gut sitzen und einigermaßen sicher obendrein. Ursprünglich sollte der Polo mit den vom Gesetzgeber für Dienstreisen vorgesehenen 30 Cent / km (Pauschal) zurechtkommen und mir damit Fahrtenbuch, Quittungssammeln usw. ersparen. Das daraus nichts wurde, liegt u.a. daran, das ich mehr als 50 % der gefahrenen KM dienstlich zurücklege, viel mehr sogar. Dadurch war ich gezwungen, das Auto ins Betriebsvermögen zu nehmen. Rechnerisch hätte mich das Auto bis heute 30,8 Cent / KM gekostet, die Kalkulation wäre also ungefähr aufgegangen.
Langstreckentypisch fahre ich oft in der Nacht, um zu Arbeitsbeginn weiss-ich-wo anzukommen. Daher sind mir die Nachtfahrqualitäten wichtiger, als das in Tests der Autozeitschriften üblicherweise rüberkommt.

Und nun meine Bewertung:

Motor:
Dieser Motor wird unverändert in der 2004/2005er Generation eingebaut. Von daher sollte dieser Test vor allem interessant sein für jeden, der mit dieser Maschine im heutigen Polo oder Lupo (oder wer weiß, was es da von Audi/Seat/Skoda gibt) liebäugelt.
Daten: Die Maschine ist eine Ableitung aus dem 3-Liter-Lupo, hat aber 1,4 stat 1,2 Liter Hubraum und 75 statt 61 PS. Anders als dort muss sie ohne automatisiertes Getriebe, Start-Stop-Automatik und dergleichen spritsparenden Helferlein klarkommen. Ansonsten verfügt sie über drei Zylinder und Pumpe-Düse-Technik. Das max. Drehmoment liegt bei beachtlichen 195 NM bei 2200 Umdrehungen.
Fahrgefühl: Der Motor ist mit drei Zylindern im unteren Drehzahlbereich etwas rauh und brummig, über 2200 Touren verschwindet dieser Eindruck. Das Drehmoment ist enorm für ein Auto dieser Gewichtsklasse. Der Polo schießt damit sportlich aus Autobahneinfahrten und hüpft mit großer Leichtigkeit aus dem Windschatten der LKWs auf die Überholspur. Allerdings fällt die gewaltige Schubkraft an beiden Enden des Drehzahlbereichs rapide ab: Unter 1800 Touren wirkt der Wagen schlapp, jenseits der 3800 passiert auch nichts eindrucksvolles mehr. Der Spass liegt also zwischen 2000 und 3800 Touren, hier dominiert mühelose Leichtigkeit und viel Fahrfreude. Mit der 5-Gang-Schaltung ist man, speziell auf der Autobahn, nicht immer in diesem Bereich. Ich wünschte mir schon mal einen lägeren 6. Gang. In der Stadt ist dagegen die Anfahrschwäche auffällig. Ich gewöhnte mich aber bald daran, vor einem Schnellstart genug Gas zu geben, dann fährt man an der Ampel auch deutlich stärkeren Autos davon.
Die angegebenen Verbrauchswerte sind kaum zu realisieren. Na ja, es geht schon, ich habe es öfters bewiesen. Ich bin kein Raser, aber die für ein Verbrauch unter 4,5 Liter nötigen Dauergeschwindigkeiten um 110 km/H sind schwer auszuhalten. Erstens - und das ist positiv - weil das Auto selbst auf die kleinste Pedalbewegung in diesem Tempobereich mit heftiger Beschleunigung reagiert. Zweitens - weniger schön - der Motor klingt rauh und das Auto fühlt sich hart und ein wenig stuckerig an. Bei höherer Geschwindigkeit, so um 160, ist das Motorengeräusch und das Federungsverhalten wesentlich angenehmer. Der Polo kommt auf Tacho 180, wenn man genug Anlauf hat. Die Werksangabe liegt bei 170. Auch mit hoher Geschwindigkeit kommt man kaum jemals über 6 Liter Verbrauch. Und das spricht eindeutig für diesen Motor.
Der Motor hatte nie Startprobleme. Die Warmlaufphase ist erstaunlich kurz für ein Sparauto.
Laut VW darf der Wagen mit Biodiesel fahren. Ich spare mir mal die ethische/ökologische Seite der Betrachtung, das muss jeder selbst wissen. Für mich war es jedenfalls ein interessanter Kaufanreiz. Biodiesel kostet so um die 10 - 15 % weniger als herkömmliches Diesel. Die Preise schwanken stark zwischen den Tankstellen. Es hat ca. 8 % weniger Energiegehalt, verbrennt aber etwas effektiver. Bei meinen Tests damit nahm die Höchstgeschwindigkeit kaum ab. Kein Wunder, die Fahrwiderstände steigen exponential mit dem Tempo. Allerdings läuft der Motor spürbar rauher und hat etwas weniger Durchzug. Das alles ist nicht schlimm, schade ist nur, das auch der Verbrauch um 5-10 % zunimmt. Und zwar bei jeder Fahrweise, flott wie verhalten. Damit ist der Preisvorteil für den mineralölsteuerfreien Biosaft jedenfalls recht gering. Bedenken sollte man in diesem Zusammenhang auch, dass Mischbetrieb (mal Diesel, mal Biodiesel) in der Betriebsanleitung zwar nicht ausgeschlossen wird, aber auf keinen Fall zu empfehlen ist. Denn normales Diesel enthält Rückstande, die sich - ähnlich Kalk in Wasserrohren - harmlos in den diversen Leitungen niedersetzen und eigentlich ein Autoleben lang dort unauffällig bleiben. Die Leitungen sind dafür ausreichend dimensioniert. Tankt man nun Biodiesel, so löst der Säureanteil darin diese Rückstände und spült sie auf einmal in den Kraftstofffilter (drei f ??). Den darf man daraufhin schon mal wechseln, da der Wagen anderenfalls seine Leistung nicht mehr erreicht, sondern im wahrsten Sinne gedrosselt läuft. Also: (Fast) Immer Biodiesel oder bleiben lassen. Außerdem hat Bosch als Hersteller der Pumpe-Düse-Einheiten diese nicht für Biodiesel freigegeben. Warum VW dennoch das ganze Auto samt der Bosch-Düsen freigibt, weiss ich nicht, es ist jedenfalls merkwürdig. Ich habe das alles auch nicht vor meinen Versuchen gewusst...
Egal, mit welchem Sprit der Wagen betrieben wird, als Diesel braucht er deutlich mehr Öl als ein gut gewarteter Benziner. Im Falle dieses Motors kommt erschwerend hinzu, dass es Öl von allerhöchster Güte sein muss. Es muss die VW-Spezifikation VW 505 01 erfüllen (ist auf der Packung aufgedruckt). Verwendet man anderes, erlischt die Garantie. Das hat mit den feimechanischen Wunderwerken der Pumpe-Düsen zu tun und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Öl ist Öl - das stimmt hier wirklich nicht. Nun der Haken: dieses Öl kostet im Baumarkt 16,95 Euro pro Liter! Und so ein Liter ist bei mir nach 8000 KM verbraucht. Was das Zeug an der Tankstelle kostet, will ich lieber nicht wissen. Also: Immer einen Kanister davon im Kofferraum haben und öfter mal dan Peilstab ziehen... Bei meinem Wagen ist der Ölverbrauch allerdings deutlich höher als bei anderen gleichen Typs, habe ich diversen Diskussionsforen entnommen.
So viel zum Super-Spar-Auto. Ein klarer Vorteil für die Common-Rail-Konkurrenz, die ölmäßig weniger anspruchsvoll ist.

Fahrwerk:
4 Scheibenbremsen und 185/55 R 14 Reifen serienmäßig (und vorgeschrieben) bringen hervorragende Sicherheitsreserven. Zusammen mit dem unproblematischen, VW-typischen Fahrwerk ist das Auto in jeder erdenklichen Fahrsituation super im Griff. Bei verhaltener Fahrweise auf der oft LKW-zerrütteten rechten Spur ist die Federung zusammen mit den Niederquerschnittsreifen doch recht stuckerig. Da bin ich eindeutig vom Renault Scenic verwöhnt, der fast schwebend dahingleitet. Die breiten, flachen Polo-Reifen werden bei höherem Tempo deutlich lauter und sind für ein Auto dieser Leistungsklasse eine Nummer zu groß. Für Komfort und Spritverbrauch wären kleinere Dimensionen vorteilhaft. Auch ist 185/55 R 14 keine übliche Größe, weder bei Winterreifen noch bei Ersatzbeschaffung sind Schnäppchen zu erwarten. Aber gut sieht es aus, falls das wichtig ist...
Die Bremsen packen ausgezeichent, auch nach über 130.000 KM kein Verziehen oder ähnliches. Die Stoßdämpfer haben bisher gehalten und bieten im Dämpfertest fast neuwertige Leistung. Das spricht für die Erstausrüster-Qualität. Die Seitenwindempfindlichkeit ist sehr gering.

Karosserie/Innenqualitäten:
Na ja, das hier ist nur noch für Gebrauchtwagenkäufer interessant. Bitte beachtet, das mein Polo im Wesentlichen zwar der lange produzierten Form 6N entspricht, aber nach dem Facelift gebaut wurde. Davon gibt es nicht so viele, da bereits ein Jahr nach dem Facelift das neue Modell Polo 2 rauskam. Zu erkennen ist "meine" Version an Klarglasscheinwerfern und dem Armaturenbrett aus dem Lupo. Letzeres glänzt durch blaue Instrumentenbeleuchtung, die wirklich Geschmackssache ist. Nachts stört sie mich etwas, besonders wenn ich müde werde. Teile der Armaturenbeleuchtung (Zeiger, Heizungsregler) sind rot beleuchtet. Beim Dimmen der Armaturenbeleuchtung fällt auf, dass der blaue Anteil zu hell bleibt, wenn der rote bereits zu dunkel ist. Ich finde keine für mich gute Einstellung. Na ja, Pille-Palle, aber es ärgert mich.
Die Sitzposition ist gut (wieder: für mich). Auch für größere Menschen bleiben noch Reserven, den Sitz nach hinten zu verschieben. Auf der Rückbank ist es dann aber unzumutbar. Das ist, wie oben beschrieben, für mich kein Problem, da ich fast immer allein oder zu zweit unterwegs bin. Die Sitze haben angenehme Bezüge, in denen ich auch nach langer Fahrt nicht schwitze. Auch die Festigkeit der Polster, der Seitenhalt usw. stimmen immer noch.
Blöderweise habe ich damals das Radio "Alpha" genommen, ohne RDS und so. Eine Zumutung, sowohl was die Empfangsleistung als auch die Benutzerfreundlichkeit angeht. Es gehört ins technische Museum, wird aber immer noch angeboten. Ich habe es unterdessen gegen ein MP3-taugliches Modell getauscht, das meine Langstrecken mit 14 Stunden Unterhaltung von einer CD versüßt. Kann ich nur empfehlen, ist die beste Art, im Auto Musikkonserven zu genießen. Aber zurück zum Polo:
Heizung und Lüftung sind gut wirksam, gut dosierbar und mit einem Knopfdruck auf Umluftbetrieb schaltbar. Die Heizwirkung setzt ein, bevor sich die Temperaturanzeige auch nur bewegt. De facto heizt der Polo schneller als mein Renault, der mit seinem Benzinmotor theoretisch die besseren Karten hat. Erstaunlich für ein so sparsames Auto.
Die Karosserie macht einen ausgezeichneten Eindruck. Nach all den Kilometern klappern höchstens mal die CD-Hüllen in einer der reichlich vorhandenen Ablagen. Überhaupt wirkt das ganze Auto sehr solide. Was immer ich anfasse, es macht einen vertrauenswürdigen und stabilen Eindruck. Mir fehlen Getränkehalter, ich gebe zu, ich stehe auf sowas. Aber die bekommt man im Zubehörhandel, das kann keine Kaufentscheidung sein.
Mir fehlt auch eine völlig umklappbare Beifahrerlehne a'la Smart, die dann einen rutschfesten, abwischbaren Tisch abgibt. So müssen Landkarten, Colaflasche, Käsebrote und CDs die übliche Sauerei auf dem Polster des Beifahrersitzes aufführen. Ein Küchenhandtuch als Unterlage entschärft das, sieht aber nicht wirklich cool aus. Was ich zum Glück kaum sehe, denn die Innebeleuchtung ist miserabel. Keine blendfreie Leselampe, nur eine nahe dem Innenspiegel angebrachte Lampe, die während der Fahrt blendet.
Sehr gut dagegen die kleine, dritte Sonneblende über dem Innespiegel, denn durch diesen Spalt scheint die Sonne doch immer...
Der Kofferraum ist für mehrere Personen vermutlich zu klein, für mich alleine reicht es dicke. Zur Not kann man die Hinterbank umklappen, verliert dann aber den Sichtschutz auf den Kofferrauminhalt. Der Kofferraum ist gut ausgepolstert und hat diverse Halterungen und Fächer für Verbandkasten, Bordwerkzeug und Warndreieck. Leider ist nur ein Notrad unten drunter, was zwar üblich, aber nicht gut ist.

Sonst:
Sehr gut sind die Scheinwerfer, manch Xenon-beleuchtetes Auto macht es auch nicht heller. H7 Licht mit getrennten Fahr- und Ferneinsätzen sind schwer zu toppen. Aber ticken die Ingenieure noch richtig? Um die Scheinwerferbirnen zu wechseln, müssen Teile im Motorraum ausgebaut werden. Links die Batterie, rechts der Luftfilter. Leider ist das Bordwerkzeug nur für den Batterieausbau ausreichend, wenn die rechte Birne durchbrennt, braucht man einen passenden Vielzahndreher und viel Mut. Nachts auf dem Autobahnparkplatz kann man das vergessen! Den Scherz mit der Batterie hatte ich bereits, als die linke Fahrlichbirne den Geist aufgab. Da ich die Btterie rausnehmen musste und an der Battriehalterung diverse Kabelverteiler und schwarze Kästchen (fragt mich nicht!) angeschraubt sind, ist das nicht trivial. Danach brannte jedenfalls die Airbag-Warnlampe im Dauerbetrieb. Das ließ sich nur durch einen Werkstattbesuch beseitigen, wo der Fehlerspeicher für 16,95 Euro ausgelesen und zurückgesetzt wurde. Ergebnis: Initialisierungsfehler, kann passieren, wenn die Batterie abgeklemmt wird. Und wenn der Motorraum noch so eng ist, so was darf nicht sein! Beim Renault Scenic ist es genauso eng, und man kommt bequem an die Birnen.
Als Nachtfahrer stört mich bei einem so teuren Auto, dass es die Option "ungetönte Frontscheibe" nicht gibt. So verpufft ein Teil der guten Beleuchtung an dieser Stelle wieder. Bei älteren Polo-Modellen gab es noch blitzblanke Scheiben, aber der Trend geht ja allgemein dahin, den Insassen durch Grüntönung der Fenster etwas wasserleichenhaftes zu geben. Wie ihr merkt, mag ich das nicht.
Auch sonst ist der Wagen nicht besonders wartungsfreundlich. Der Betriebsanleitung ist nicht zu entlocken, wie man den Luftfilter oder den Innernraufilter wechselt. Beides könnte man ohne Probleme selbst machen, hätte VW auch nur eine Minute Zeit für dieses Thema geopfert. Oder wie man die Scheinwerfer einstellt. ich meine nicht das Rädchen am Armaturenbrett, sondern was ich machen kann, wenn der linke höher als der rechte strahlt. Was bei mir ab Werk so war. Ärgerlich, wegen sowas in die Werkstatt zu müssen, wo es ein Dreh an der richtigen Schraube auch tut. Dabei wird die Motorhaube von einer Gasdruckfeder so schön aufgehalten, ohne das sonst üblich Gefummel mit irgendwelchen Stangen...

Ach ja: Dieses Auto gehört wie die TDI-Modelle des Golf zu den meistgeklauten.

Fazit:
Die Vorteile des Wagens, besonders des Motors, sind überzeugend. Die Nachteile sind zum größten Teil Schönheitsfehler. Nur die erforderliche Ölqualität und die Sache mit dem Birnenwechsel sind etwas gravierender. VW sollte sowas bei einem derart teuren Auto abstellen oder (Öl) durch Verbrauchsminderung in erträgliche Bereiche rücken.
Ich würde ihn wieder kaufen! Oder vieleicht doch einen Ibiza, Punto, Clio, Civic, Fiesta, Corsa? Auf jeden Fall reicht ein Wagen dieser Größe als Dienstwagen für Alleinreisende, auf jeden Fall wäre es wieder ein moderner Diesel. Und dieser hier ist nicht schlecht. Dazunehmen würde ich einen Tempomaten, um moderate Geschwindigkeiten auch durchzuhalten. Und ein besseres Radio ab Werk. Und eine Funk-Zentralverrieglung, die ich wirklich jeden Tag vermisse. Dabei hätte ich sie bestellen können!

Alles Gute bei der Auto-Auswahl!


Update 03.04.2003:
Heute brannte die rechte Abblendrbirne durch. Für mich, auf Dienstreise in Köln, nichts zu machen. Also zur Tankstelle. Selbst der Servicetechniker gab alsbald auf. Also zur VW-Werkstatt. Wegen Birnenwechsel zu VW? Der Werkstattmeister bei Fleischhauer in Köln konnte sich ein ungläubiges Grinsen nicht verkneifen und machte sich sofort an's Werk. Nach 45 Minuten sah er etwas verschwitzt aus und murmelte leise Flüche, schaffte es aber dann doch.
Netterweise stellte er mir nur die Birne selbst in Rechnung. Offenbar ist eine derart miserables Motorraumdesign selbst ihm peinlich.
Soviel ist klar: Vor dem Kauf eines nächsten Autos schaue ich etwas kritischer unter die Haube.

Alternative: Bestellt Nebelscheinwerfer mit, die braucht man zwar nicht wirklich, hat aber in solchen Fällen wenigstens eine Notbeleuchtung verfügbar.

Hier noch ein Trick für alle Polo-Fahrer, nicht nur TDI-Besitzer: Der Tank ist mit 45 Litern angegeben, fasst aber mit einem Trick 53 Liter. Beim Tanken muss man das Entlüftungsventil, ca. 5 cm im Tankstutzen rechts, mit der Zapfpistole runterdrücken. Dan zischt Luft raus und der Saft kann weiterfließen. Bitte nur machen, wenn man gleich darauf mindestens 100 KM fährt. Sonst kann bei Erwärmung der Sprit auslaufen, und da hat niemand etwas von. Richtig angewendet komme ich auf diese Weise auch mit Biodiesel über 1000 KM weit.


Update 03.10.2004:
Ich habe ihn verkauft, fiel mir recht schwer. Auf dem Tacho stehen nun 170.000 km, die letzten 70.000 davon in etwas über einem Jahr gefahren. Wie ein Freund mal sagte: Ich wohne im Auto... Und nun wünschte ich mir ein etwas größeres Wohnzimmer.
Also ab zum TÜV, denn so ein gefahrenes Auto kann man nur mit frischem TÜV verkaufen. Und dort? Null Fehler ohne jede Vorbereitung. Besonders der Ingenieur bei der Abgasuntersuchung kam aus dem Staunen nicht mehr raus: Das Auto hat (mit Biodiesel) so hervorragende Abgaswerte, wie man sie von einem Diesel mit Rußfilter erwarten sollte. Den hat er aber nicht.
Nochmal: Erster Motor, zweiter Zahnriemen, erste Bremsscheiben (!!), erster Auspuff (!!), unglaublich. Ich bin kein VW-Marketing-Fritze, ehrlich. Das Teil ist einfach gut.
OK, der Fahrersitz ist etwas durchgesessen, die Handschuhfachklappe hat ihr Schloss eingebüßt und sämtliche Rücklichtlampen sind nun auch erneuert (ohne Probleme), Eine Reifenpanne, das war es.
Eine Bekannte fährt das Auto jetzt, so bleibt es für mich unter Beobachtung, aber ich schließe diesen Kommentar damit ab.

Meine neuer Dienstwagen ist ein Renault Laguna 2.2 dci, BJ. 2002. Unvergleichlich viel mehr Platz. Kommentar folgt.

Viele grüße, Michael

Fazit: